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— 59 — Eine jüdische Hochzeit in Südrussland. Von Dr. S. Weissenberg, Elisabethgrad. Von allen Feierlichkeiten hat bei den südrussischen Juden die Hochzeitsfeier am meisten von ihren charakteristischen volkstümlichen Besonderheiten eingebüs…
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— 60 — werden alle Verhandlungen abgebrochen, da eine solche Namensidentität den künftigen Eheleuten Unglück bringen kann. Viel natürlicher ist aber folgende Erklärung. Da es nämlich früher allgemeine Sitte war und es teilweise jetzt noch i…
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— 61 — Teller und sonstiges irdenes Gesehirr auf den Boden geworfen und zerbrochen wird. Zur Verlobung überreichen die Eltern den Brautleuten verschiedene Geschenke, und zwar ist es Sitte, dass die Mutter des Bräutigams der Braut allerlei F…
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— 62 — An dein der Trauung vorangehenden Samstag war beim Bräutigam Ifrifinesch. Sobald der Bräutigam morgens in die Synagoge kam, wurde er, auch wenn er zu dem Aermsten gehörte, von jedermann begrüsst, und man räumte ihm einen Ehrenplatz a…
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- 63 Musik, zu überreichen, wobei er nicht selten ein improvisiertes oder eingeübtes Lied vortrug. Hier eine Probe: A Hemd der Babe (Grossinutter) uptrugen. Kimmt nur aher alle Waber | IndieWabersanenihrmekane(neidisch). Zi dem Badchen, dem…
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— 64 — Am Montag veranstalteten die Eltern der Braut eine Urrnmuhlzeit, ein Mittagessen für die Armen. War die Braut kuscher; d. h. rituell rein, welcher Zustand nach rabbinischer Vorschrift erst 14 Tage nach Anfang der Menses eintritt, so …
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65 — kurze Zeit zur Erholung von den Strapazen des Weges und zur Anlegung einer neuen Toilette. Dann kam man wieder, „mit a Maseltow" (gut Glück wünschen) oder „Mekkabel punim sanu (begrüssen) zu ihm und den Seinigen. Eexchere Leute fuhren …
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Darum thie ich zi dir mit mein T\b^D zitrejten, Oif mein ganz Lejben hob ich a *p , ba dir zi bejten. ^DN DrnrihoboifmirniÄm» wie a Yufcer oif sein Kind, Schreib mir un a Stickele azind. Oi, azind wer ich ge-ß©t^D» z* *cn so^ Kinder hüben m…
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— 67 — In der getreier Täte, wus er riht in lechtigen py p Hot der vin oichnitkein plPO inFrejden, Wus me tot ihm gethin var des Zat vin seine Kinder npschejden. Lo'mir nur sejhen, a POlp1 is hei der Welt gor der mindster! m^D getreie, kick…
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— 68 — "?;pp mV rmiori i2vrb nnc ' sollst di die O'H^I bubn in Sinn, Wurem hant is ba dir a jv-jp} CV- Hob nur dem HD" b^rh DIN TOBT! i nctwi *p nznnc S Oi, wej geschrien ribVD ISp fcOBC j ncwn mar: ,! Var wejmen? ncD plttf "OD/ As me dermo…
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— 69 - Wureni ]DT Kinder as sej höhn a Taten, Hofen sej as er soll sej bastatten. ober hi&6n cn^p CDin1. CWIÜV' kicken arois oif deine n*iyi&'\ CPJDirV vargiessen var dir pE^-e hvdd, ~ Wurein di bist derC^OirP 'QN/ kennst Die wejsst doch, a…
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— 70 — dem Zerdrücken eines Gläschens, das der Schammes unter den Absatz des Bräutigams stellt. Die Neuvermählten begeben sich, begleitet von der Musik und den meisten der Anwesenden ins Hochzeitshaus. Mittlerweile ist es Nacht geworden, un…
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— 71 — Abendessens machte der Vorbeter in Begleitung des Obersebammes jedem Gast einen Mi sehe beiroch (Segensspruch), wofür sie einige Kopeken bekamen. Jetzt erst begann der fidele Teil. War der Bräutigam dazu befähigt, so musste er nach d…
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— 72 — dingt dein Meehiten N.N. a seheinem Vivet.u. Die Musik setzte kurz aber volltonig ein, wofür der Badchen für sich und die Musiker eine gewisse Summe erhielt. War man mit den Beglückwünschungen fertig, so forderte der Badchen den Vate…
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— 73 — noch immer verschleierte Braut ins Schlafgemach, wo sie ihr die- Kleider ablegen halfen. Kurz darauf brachten dahin die „Interfihrers" auch den Bräutigam. Dies hiess „Chussen in Kaie balejgen". Eine vorsorgliche Mutter versäumte nich…
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— 74 — Bräutigam ab, ihnen folgt die Braut im Kreise der Frauen. Nach dem Gottesdienst stellte sich die Grossmutter der Braut, wieder in dem ihr von der letzteren präsentierten Hemd über den Kleidern, auf einen Stuhl und lud das Publikum, a…
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Haggadahhandschriftillustrationen aus MS. hebr. No. 1388 der Pariser Nationalbibliothek. Herr Mo'ise Schwab, welcher diese aus dem XVI. Jabbr. stammende Haggadahandschrift in „Notices et extraits des manuscrits de la bibliotheque nationale …
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— 77 — Fig*. 5. En niarge du texte a droite, un bras tient une epee1), S?HT» (Exode VI, 7). Au-dessous, uii liomme au chaperon hermine et orne d'une longue cornette ä deux couleurs, parait faire un expose' d'exegese biblique; le bras leve* …
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Fig. 9. T~ '•^f-Fig'. 8. . . Le peintre fait assister ä une lecon, ou ä l'enseignement d'un professeur au collet d'hermine, qui fait son cours du haut d'une cliaire carree, posee sur quatre pieds. Devant lui se tiennent debout cinq personne…