Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
- Issue
- 1 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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— 67 — In der getreier Täte, wus er riht in lechtigen py p Hot der vin oichnitkein plPO inFrejden, Wus me tot ihm gethin var des Zat vin seine Kinder npschejden. Lo'mir nur sejhen, a POlp1 is hei der Welt gor der mindster! m^D getreie, kick sech nur arim oif dem Ort. wus der Täte darf san oif der runrii is dus oieh "]t^P> finster. Der Ort allejn thit oich oif derof jammern in klugen, Wus hot wit derlejbt der Täte soll san oif der pOPPi? wus hot dech oif seine Händ getrugen. „Wej geschrieu, meine Frand, Wus stejbn bei mir hant! Ich frejg: wi is mein Täte? in es entfert mir kejner. Getreier Täte, wi wolgern sech (herumliegen) in der Erd deine hejlige Bejner! Asoi schreit a n*?D var dem P5013 py?y: Ejder asa elende p^rp is glacher gur nit geboiren weren p^ppp1?- Wie men lost a Brejt oif dem groissen schwimmen, Wus die Chwiljer (Wellen) losen sie nit zim Breg (Ufer) zikimmen, Asoi host di mech gelost oif dergroisser Welt-Qi allejn. Wej geschrien, ich bin gebliben oif der groisser Welt elend wie a Stejn. Wi ahin ich kick, in wuser an Ort, Hob ich nitj wer es soll sugen far mir a git Wort. y"£*2Pfkick nur oif mir KJTpE) K^jn» Nur oif dir is mein ganze P^CQ, y"y;y>l varnehm meine Treren mit mein Gemejn In helf mir mit a git mit mein y\Vl zi der nEHP gejhn." In ihr gite Frand, entfert "p^! Während dessen gehen die Männer in Begleitung eines Teiles der Musik zum Bräutigam und seinen Verwandten, um sie nochmals zu begrüssen. Vom Sehluss der Zeremonie des „Basetzens" der „Kalle" benachrichtigt, begibt sich der Bräutigam in Begleitung der Männer zur Braut. Im Zimmer, in dem die Braut sitzt, ist ein Teller aufgestellt, der mit Hopfen, Tee und Rosen gefüllt und mit einem seidenen Tuch zugedeckt ist. Sobald der Bräutigam erscheint, überreicht ihm der „Schammes" (Synagogendiener) das Tuch, welches er der Braut über Kopf und Gesicht wirft. Hierbei beschütten ihn die Frauen mit dem Inhalt des Tellers. Bei frommen Leuten wurde für diesen Zweck der Vorhang des Thoraschrankes verwendet. Dieser Brauch heisst Badeckens oder „die Kalle badecken". Eine der Frauen befestigte das Tuch so an den Haaren, dass ein Teil über das Gesicht hing, während der andere das in einen Knäuel geschürzte Haar zudeckte. Die Männer mit dem Bräutigam gingen fort, und ihnen folgte kurz darauf der Badchen mit den Geschenken der Braut für den Bräutigam. Diese echt jüdischen Geschenke bestehen in einem Gebetmantel und dem Sterbegewand „Kittel" genannt. Beim Bräutigamf and das „Basetzen des Chussens" statt. Die Geschenke überreichend, „sagte" auch hier der Badehen „Gram". 1. A Chussn basetzen wus hot a Vnter in Mitter. ]PP ]Db I^hen, npB, Jft2tsn TOTK BP» Der Oiberster hot gesejhn, as die Welt konn un P21£'P nit hubn kein cVp Hot er nnpft gewen ^b PUlt^H DWDPI p*cn yy*y In schrei mit Geschrej: „ty"t£Q1 ich hejt dech py^p in