Mannheim
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  1. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 3

    Mkru-Weiß -WNtter j«bcuat |9}8 . Jahrgang 5 Heft 5 Zwei weiten von Max Brod Neulich habe ich zwei Sttmben in der Hölle verbracht. In der ganz realen, handgreiflichen, gegenwärtigen Hölle. Dabei b…

  2. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 4

    Arbeitshandlung selbst wird Gegenstand „wissenschaftlicher" Untersuchung. Sic wird in ihre Elemente zerlegt, in einzelne Handgriffe gegliedert. Für jeden Griff wird nun die einzig mögliche Art seiner besten Aus» führung ermittelt. Der Mensc…

  3. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 5

    Null Ganze, zwei Zehntel Minuten! ... Das ist die £)öUc, wie sie leibt und lebt. Der Mensch, in Zehntelminulen zerhackt zwecks besserer Hervorbringung von Stahlformen . . wahrscheinlich von Schrapnells. Doch darauf kommt es schon gar nicht …

  4. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 6

    den Mann mal vorgenommen, ihm zuerst die richtige Reinhaltung vorgeschrieben, für „Slam« in die Arbeitslampe" den Zeitraum von Null Ganze zwei Zehntelminuten allenfalls genehmigt: und „Aurora oder die Morgenröte in» Ausgang" wäre jedenfalls…

  5. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 7

    Monatsschrift „Der Jude" von Arno'Nadel veröffentlichten ostjüdischen Volkslieder, die Novellen von perez (Insel > Verlag), die ostjüdische Anthologie des Verl…

  6. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 8

    Atemholen der Menschen regeln. Auch bei der alltäglichsten Sache der Welt darf keine Zeit versäumt werden. Zeit ist Geld. Die Männer des Geistes, von denen Martin Bnbers chasfidifche Legenden berichten, halten immer-Zeit.. Sogar der Gottesd…

  7. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 9

    frühzeitig abgeschlossen, daß sie auf sie verzichtet haben oder gar entwicklungsunfälsig sind! Ihnen wird keine Erlösung. Ihnen nicht und nicht denen, die daS wohl wissen, aber mit Rücksicht ans die Meinung der Welt gleich ihnen handeln zu …

  8. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 10

    für ihre armen, verstoßenen Brüder schlug, die für ihren Glauben ihr Leben hinopferten, Männer, die mit Freuden den Mänyrertod starben, die nicht wankelmütig waren und sich nicht vor» einer Laune ihrer Unterdrücker leiten ließen, wie die He…

  9. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 11

    Aber ich weiß, daß liebevolle Betrachtung der Denkmäler aus jüdischer Vergangenheit in der Richtung unserer Blau-lveiß-Arbeit liegt. Ich habe auf einem Heimabend meiner Gruppe die Anregung zu einem ersten Spaziergang durch das „jüdische Ber…

  10. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 12

    euch martern; mau „Wir wissen. waS uns droht und siirchten'S nicht. Was gelten zwei in Israel, wen» sic durch ihren Tod eine ganze Gemeinde rette» können?" „Wir werden eS nicht dulden. Lieber sterben wir selbst!" Gott will es!" Und sie ging…

  11. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 13

    andern recht herzlich; dann halfen sie ihm aber schnell, den Fehler gut zu machen. So lag nun ein ganzer Kaufen fertiger Sterne unter einem blühenden Apfelbaum und noch viele andere sollten dazukommen. Der wild« Wind aber sah die vielen Ste…

  12. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 14

    fallende Sternlein fiel gerade in den Wald, in dem David lag und mitten auf seinen groben, einfachen Holzschild. Und blieb dort fest sitzen. Als David am nächsten Morgen erwachte und den goldenen Stern mitten in seinem Schilde leuchten sah,…

  13. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 15

    ihr aus, so daß der erstaunte Jüngling unwillkürlich seine Knie beugte, um den Boden zu küssen. Das war die Phantasie. Zufällig war die Königin gnädig und zog ihn ins Gespräch. Sie redete nicht mit ihm; er fühlte nur alles, was sie ihn fühl…

  14. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 16

    „Auch die 30 Bücher, in denen die Menschen nach ihrem Werte verzeichnet sind?" „Die sind im siebenten Himmel." „Dann wollen wir dorthin gehen!" Sie übergingen also den vierten Himmel und gelangten in den fünften, wo die Freude und der Genuß…

  15. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 17

    €tn Herbsttag zn Qatffe Ich Lin nicht mitgewandert, bin zn Hause geblieben. Draußen bläst der Herbstwind mit vollen Backen. Er zerrt die letzten Blätter vom Baume, wirbelt sie hoch hinauf in die Luft, läßt sie auf der Erde einen tollen Ring…

  16. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 18

    lande, Schnee und Wetter, die wichtigsten Dinge für den Skifahrer, waren einfach ideal. Frostklare, sonnige Tage ttub herrlich - weißer, weicher, feuchtender, tiefer Pulverschnee! Jeden Morgen sind wir auf unfern „Brettln" losgezogen und am…

  17. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 19

    ES dauerte lange bis wir einsahen, daß die erträumten Steine nicht zum Mitnehmen umherliegen. Dann aber hatten wir viel Freude. Wir suchten nach reinem Bergqnarz, den man dort so leuchtend weiß findet. Wir fomttcu wieder stundenlang im Bach…

  18. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 20

    Wir versteckten uns im Heu so gut, daß uns niemand finden konnte und waren so ganz ungestört. Als ich eines Tages die Leiter zur Scheune hmanfstieg, entdeckte ich unterhalb des Daches alt der feuchten Walld ein Schwalbennest. Das war etwas …

  19. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 21

    Ich war am Feuer echt und tief begeistert; aber davon will ich nichts mehr sagen, denn ich kann und will Dich nicht zwingen, mir zn glauben, besonders da wir nns nicht kennen. — Deinen Rat habe ich befolgt und die Berichte über Lockwitz und…

  20. 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 22

    3p tele In der Mktobernummer der Blau-Weiß-Blätter stehen ein paar Zeilen mit der Ueberschrift „Spiele". So sehr ich mich beim Lesen der Ueberschrift freute, so enttäuscht war ich über den Inhalt der Ausführungen. Auch ich weiß, daß wir vie…