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Blau-Weiss-Blätter · 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
5 (2.1918)
Date
1918-02-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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euch martern; mau „Wir wissen. waS uns droht und siirchten'S nicht. Was gelten zwei in Israel, wen» sic durch ihren Tod eine ganze Gemeinde rette» können?" „Wir werden eS nicht dulden. Lieber sterben wir selbst!" Gott will es!" Und sie gingen und lieferten sich den Häschern auS. Man zwickte sie mit glühheihen Zangen, verbrannte sie und streute ihre Asche in die Winde. Doch die Gemeinde war gerettet. ' Später wollte man wisse», daß es zwei Engel gewesen wären, die Gott gesandt hätte, um die Wormser Juden zu retten. Ja, manche möchten eine weisie Taube gesehen haben, die sich aus der Glut der Scheiterhaufen gen Himmel schwang. Ans dem Wormser Sagenkreis. Von fallenden Sternen Als der liebe Gott Himmel und Erde schuf, sagte er;a den kleinen Engelein: „Nun habe ich das große Werk vollbracht, seht euch nur die schöne Erde und den Himmel a»I Schaut, am Tage leuchtet die Lonne und auch in der Nacht lasse ich ein Licht am Himmel scheinen. Das ist der Mond. Aber ich möchte den Himmel noch schöner haben und will auch den Mond nicht so ganz allein wandern lassen. Wir wollen ihm Gefährten niachen und ihr Kleinen sollt diese Arbeit besorgen." Und der liebe Gott nahm zwei Engel bei' der Hand und andere folgten ihm. Und da führte sie Gott in einen schönen Garten, wo «litten auf denr Rasen zwei große Klumpen aus Gold und Silber lagen. Die Englein waren sehr erstaunt, denn sie wußten nicht, was sie wohl damit tun sollten. Da nahm der liebe Gott ein Stückchen Goldes, formte. daraus einen Stern, hielt ihn hoch und ließ ihn in der Sonne glitzern. Die Engelchen machten vor Verwunderung den Mund auf. „So was Schönes", sagte ein kleines Eilglein. „Damit möchte ich gleich spielen", rief ein anderes. — Da meinte aber der liebe Gott: „Nicht spielen sollt ihr damit; ans diesem Gold- und Silberhanfrn sollt ihr viele hundert solcher Sterne machen und sie dann auf den dunkelblauen Nachthimmel auskleben, Ich will jetzt Weggehen; in 3 Tagen soll der Himmel schön mit Sternen besät sein." Dann ging Gott fort, denn er hatte noch Vieles anzuordnen: er mußte die Vöglein färben lassen, den Blumen die feinen Düste schenken und vieles andere mehr. Bei den Engelchen, die die Sterne machten, ging es aber sehr lustig zu. Die waren froh, daß sie nun eine so schöne Arbeit be. kommen hatten, daß sie aus dem glitzernden Golde solche funkelnden Sternlein machen dursten, wenn Lines ungeschickt war, so lachten die ,«o

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