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Blau-Weiss-Blätter · 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
5 (2.1918)
Date
1918-02-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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andern recht herzlich; dann halfen sie ihm aber schnell, den Fehler gut zu machen. So lag nun ein ganzer Kaufen fertiger Sterne unter einem blühenden Apfelbaum und noch viele andere sollten dazukommen. Der wild« Wind aber sah die vielen Sterne, sprang über den Garten«;ann und blies mit vollen Backen hinein, so daß alle Sternlein herunter rollten. Die Englein klatschten in die Hände, lachten und liefen die Sterne sammeln. Den Wind aber jagten sie hinaus. — So wurden sie doch endlich fertig. Aber es waren schon zweieinhalb Tage vergangen und so hatten sie nur »och einen halben Tag Zeit, um die Sterne am Himmel anzukleben. Jedes Englein nahm ein goldenes Aörbchen mit Leim auf den Arm, darin steckte ein Pinsel und in die Hände nahm es zwei oder drei Sterne. So gingen sie nun hinaus auf den freien Himmel und klebten die Sternlein an. Und es wurde immer später und später, und sie hatten noch viel zu kleben, „hätten wir nur nicht so viel Dmntnheiten gemacht und so viel gelacht, dann müßten wir jetzt nicht gar so sehr eilen", klagte ein kleines Engelchen mit ganz schneeweißen Flügeln und lockigem haar. „Alag nur nicht", rief ein zweites, „wir müssen halt sehr schnell arbeiten, damit wir noch fertig werden; denn unser lieber Vater soll doch Freude haben. — Und sie wurden auch noch an demselben Tage fertig. Aber weil sie mit dem Ankleben gar so geeilt haben, wurden manche Sternlein nur ganz schlecht angeklebt und so geschieht es, daß in heißen Sonrmernächten der Leim nachläßt und manchmal ein Stern vom Himmel herunterfällt. — von so einem heruntergefallcnen Sternlein will ich euch mal erzählen. Das war vor langer, langer Zeit, ehe noch Aönig David Röntg der Juden wurde. Damals war er ein einfacher Hirtenknabe und weidete feine Schafe in der Nähe eines Palmenwaldes. In dem Wäldchen pflegte er zu schlafen; er legte sich auf weichem Boden zur Ruhe, neben sich seinen Schild aus grobem Holz; denn den brauchte er, wenn er feine Herde gegen Löwen und andere wilde Tiere verteidigen mußte. Nun war's in einer weichen Sommernacht. Die vielen goldenen Sterne glitzerten am tiefblauen Himmel und hatten Freude an dem lauen Wind und am silbernen Mond. Aber es war sehr warm, die erhitzte Luft stieg gen Himmel empor, streichelte dort die Lternlein, und so kam es ganz natürlich, daß sich wieder eines ab. löste und herab zur Erde siel. Und denkt euch diesen Zufall! Das

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