Mannheim
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  1. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 3

    September J(9J5 Jahrgang 3 Heft 5 Rückblick und Ausblick Ein Uriegsjahr ist über uns mit schwerem Tritt hinweggezogen, auch über uns im „Blau-Weiß." Ls war eine Jett von Sorgen und blutigen (Opfern. Manch lieber Genosse froher Fahrten und M…

  2. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 4

    schlossen, und die Zahl unserer Wandrerinnen insbesondere ist beträchtlich gewachsen. Von unseren Wanderern war unter den obwaltenden Umständen ein Gleiches nicht zu hoffen, ich möchte sagen, sogar nicht einmal zu wünschen. Die geringe Zahl…

  3. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 5

    dunklen Tann aufscheucht, der gestirnte Himmel, den ihr aus Nachtfahrten über euch erblickt, sie alle dürfen euch nicht wie ein namenloses Gewimmel großer Unbekannter umgeben, muffen in ihrer Art und Besonderheit euch mehr sein als eine una…

  4. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 6

    -SM Hordenkochen auf wird im „Blau-Weiß" gewöhnlich die erste bevorzugt. Man wird auch zugeben, daß sie gewisse Vorteile bietet, Schnelligkeit, Unabhängigkeit vom Grte, die Möglichkeit, eigenes Geschirr zu benutzen, kann sich aber ebensowen…

  5. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 7

    pier entzündet. Langsam und vorsichtig legt man immer dickere Aeste zu, bis eine gewisse Mut die Beständigkeit des Feuers gewährleistet. Erst jetzt wird der Topf darübergestellt. Droht das Feuer zu erlöschen, so facht man es durch kurzes Bl…

  6. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 8

    …rn werden nur umso wehrhafter. And was braucht die Raffe mehr als Wehrhaftigkeit? In jedem Hause, das ich betrat, hängt Theodor Herzl's Bild. Er ist der ungekrönte König dieses werdenden Jungvolkes, dem er den Willen zum Werden gab, für das er starb, un…

  7. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 9

    Zwischen Nacht und Tag Die Sterne funkeln noch. Sie blicken noch einmal hinunter auf die Erde. Dann erblassen sie langsam. Ein Nebel umfängt alles; jedoch nur für einen Augenblick, solang sich Nacht und Tag stumm die Hände reichen. — Der Ta…

  8. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 10

    Doch erst, wenn deine Qual dir Stärke, Wenn Kraft dir gibt, was in dir weint, Erst wenn du hilfst an unferm großen Werke, Das unser altes Volk aufs neue eint; Wenn dir zu Taten die Gedanken reifen. Die dich dem großen Ziele weihn, Und alles…

  9. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 11

    (Es wird dereinst der Friede schnell vertreiben bei uns des Krieges Ungemach und Wunden. Ihr aber blieb ein Zeichen dieser Stunden, denn graues haar wird immer graues bleiben. Ich glaub', wenn wir der Mutter einst begegnen, wir werden auf d…

  10. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 12

    löcherten Landwehrhelm, boxt die in die Glut des Abendhimmels unbestimmt hineinragende Ruine eines ehemaligen Herrenhofes, dann wieder die geknickten Aeste eines starken Baumes; jetzt verlangt ein tiefes Hranatloch, das einen kleinen Dorfte…

  11. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 13

    HI, Ich habe noch niemals so mächtig empfunden; Mit welch unzähligen, unzerreißbaren Zauberfäden man mit der Heimat verbunden ist, wie in den Tagen, der plötzlich fremde Laute, fremdes Tun, eine fremde und feindliche Welt, inmitten lieber K…

  12. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 14

    Fahrt in die Heide *) Den Wohlklang in der Aehle, die Zither in der Hand, den Frieden in der Seele so zogen wir dreizehn in das Land mit der freudigsten Erwartung im Herzen, was uns diese zwei Tage wohl bringen würden. Zn Buchholz verließen…

  13. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 15

    Ganz sachte kam jetzt die Lonne hervor, und der Himmel, von dem sich die Wolken verzogen hatten, wurde ganz blau. Gs war so still, die Heide lag Im warmen Mittagssonnenstrahle, Gin rosenroter Schimmer flog Um ihre alten Gräbermale. Der Heid…

  14. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 16

    sammelnden Bienen begleitete unser Worgenlied. Weit, weit erstreckte sich die rötlich schimmernde Heide, und manchmal blieb der Blick an einer dunkelgrünen Wachholderbaumgrnppe haften, die inmitten dieser Fläche aufragte, oder er verlor sic…

  15. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 17

    Ja, aber hier? Das wird 'was Schlechtes. Der weg geht links, die Schwärze rechts. Nur weiter ohne weg, 's ist einerlei! wir wollen hin zum See, und's bleibt dabei. Das ist sehr leicht gesagt, doch nicht so leicht getan. Gar launisch ist die…

  16. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 18

    Alten haben wir eine feine Bleibe gefunden. Und dann saßen wir in der großen taube um den runden Tisch, atmeten Blumendüfte mnd fangen wieder fröhliche Weisen. Und der Alte erzählte von anno dazumal, vom Kriege 70/7 und wir dachten unserer …

  17. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 19

    Treffahrt Brüder reichet euch die Hände . . . Berge und Wälder, Flüsse und Seen, selbst das unendliche Meer verhindert nicht, daß die sich zusammenfinden, die gleiche Freuden und Leiden, gleiche Ziele und Hoffnungen haben. Und wenn sie beie…

  18. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 20

    Der wind pfeift durch die Gipfel, die Wolken jagen, die wilde Jagd nimmt ihren weg durch diese Gegend. Allmählich fällen uns die Augen zu, und wir versinken in einen Halbschlummer- Zum festen Schlaf ist es zu kühl. Bald dämmert es. Am Himme…

  19. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 21

    liche Schwierigkeiten zu machen, hoffentlich bedarf es nur dieses Hinweises, um die Säumigen zur Erfüllung dieser Pflichten zu veranlassen. — Dem Bundesarchio bitten wir auch Photographien einzusenden, von denen wir die schönsten in einem B…

  20. 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 22

    vom wandern ist nicht viel Neues zu berichten. Ls ist eigentlich selbstverständlich, daß jede Fahrt wunderbar ist, und daß jeder, der irgend kann, mitkommt. Besonders zu erwähnen ist nur, daß die Mädel eine mehrtägige Fahrt ins Riesengebirg…