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Blau-Weiss-Blätter · 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
3 (9.1915)
Date
1915-09-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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-SM Hordenkochen auf wird im „Blau-Weiß" gewöhnlich die erste bevorzugt. Man wird auch zugeben, daß sie gewisse Vorteile bietet, Schnelligkeit, Unabhängigkeit vom Grte, die Möglichkeit, eigenes Geschirr zu benutzen, kann sich aber ebensowenig den Nachteilen, Verteuerung des Essens, .Beschwerung des Rucksacks und durch Auslaufen >des Spiritus hervorgerusene Unannehmlichkeiten, verschließen. Was uns jedoch den hordentspf letzten Endes unentbehrlich macht, ist der Umstand, daß durch ihn unser Speisenzettel um eine große Anzahl von nahrhaften Gerichten bereichert wird, die wir auf Spiritus nie zu Wege bringen, würden, — Vielleicht versucht ihr es einmal an der Hand der folgenden Ausführungen, euch mit dieser Art des Kochens zu befreunden. Bekanntlich bezeichnet man als Hordentopf ein $ bis 5 Liter fassendes zweihenkeliges Kochgeschirr, das am besten aus Aluminium besteht. Auf der Fahrt wird er außen auf den Rucksack geschnallt. — Beim Abkochen güt es nun vorerst eine geeignete Aufstellungsmöglichkeit zu schaffen. Die gebräuchlichste ist wohl der Bau eines Herdes aus herumliegenden Steinen. Meist genügen schon zwei hohe, oben abgeplattete Stücke, die jedoch so aufgestellt sein sollen, daß der Wind ziemlich ungehindert in Richtung der Lücke hindurchfahren kann. Wichtig ist es, daß der Topf nicht zu dicht über dem Erdboden steht, da sonst das Feuer ersticken würde. — Nicht weniger bekannt ist das auf demselben Prinzip beruhende Ausheben eines kurzen Grabens. Die ausgehobene Erde benutzt man zur Befestigung und Erhöhung der Seitenränder. Auch Hier ist die Richtung des Grabens zu beachten. Ein Nachteil dieser Methode ist das durch Erhitzung des Bodens hervorgerufene Einstürzen der Ränder, was leicht ein Umfallen des Topfes zur Folge hat. — Sehr anzuraten ist ferner, besonders in steinarmer Gegend, das Aufhängen des Topfes. Man sucht stch drei feste, nicht allzu kurze Aeste, die man nach Art eines photographischen Stativs zusammenstellt, so aber, daß sich ihre Enden oben kreuzen. Vorteilhaft erhöht man die Festigkeit dieses Stativs dadurch, daß man die Kreuzungsstelle durch Umwickeln von Bindfaden verstärkt. In die so entstandene Gabel wird eine Kette gehängt, an deren beiden freien Enden der Topf in möglichst wagerechter Lage befestigt ist. Nach Belieben schwebt jetzt-der Topf durch Nähern oder Entfernen der „Stativbeine" hoch oder niedrig über dem Boden. — Diese drei Methoden mögen hier genügen. Nun noch einige. Worte über das Abkochen selbst: Man beginnt mildem Feuermachen, bevor der Topf aufgesetzt ist. Möglichst dünnes, dürres Holz wird locker aufgeschichtet und mit Hilfe von Pa-

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