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Blau-Weiss-Blätter · 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
3 (9.1915)
Date
1915-09-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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pier entzündet. Langsam und vorsichtig legt man immer dickere Aeste zu, bis eine gewisse Mut die Beständigkeit des Feuers gewährleistet. Erst jetzt wird der Topf darübergestellt. Droht das Feuer zu erlöschen, so facht man es durch kurzes Blasen wieder an. Aufsteigender dicker Analm ist immer das Zeichen von schlechtem Brennen oder nassem Holz, das am besten vorher in der Nähe des Feuers getrocknet wird. — Zum Rochen braucht man einen langen Holzlöffel, da die Hitze in und um den Kochtopf die Benutzung eines gewöhnlichen Metallöffels unmöglich macht. Wegen der herumstiegenden Kohlenteilchen ist ein festschließender Deckel notwendig, dessen Griff man gut umwickelt, um ihn bequem abheben zu können. — Im übrigen eignet sich jeder bald einige Kunstgriffe in der Behandlung des Hordentopfes an. Was noch zu erwähnen übrig bleibt, find Fragen, die dadurch hervorgerufen werden, daß beim Hordenkochen nicht mehr der Einzelne für sich allein zu sorgen hat, sondern sich in allen Dingen, wie Einkauf und Wahl der Speisen, mit den Andern ins Benehmen setzen muß. Bei mehrtägigen Fährten erübrigen sich ja diese Fragen von selbst: ^—5 Mann schließen sich zu einer Kochgemeinschaft zusammen, von denen abwechselnd einer kocht. Aber auch auf Tagesfahrten, auf denen man ja das lernen soll, was man auf der Reise braucht, tut man gut, sich entweder vorher beim Führer anzumelden, oder es wird — wie es in einigen Wanderbünden schon üblich ist — einfach auf den Fahrtenzettel gedruckt, was jeder mitzubringen hat. Schließlich läßt es sich auch einrichten, daß erst auf der Fahrt eingekaust wird. Mit der Zeit werden sich dann Kochgemeinschaften bildendie einen „fleischigen" und „milchigen" Topf besitzen. Nun versucht es einmal mit dem hordenkochenl Es wird euch viel Freude machen. Aber denkt daran, daß rechte „Blau-Weiße" den Kochplatz so verlassen, wie sie ihn betreten haben, und daß ihr stets das Feuer gut auslöscht! Berlin hans Mppenheim Galiläa*) ZN den Hügeln von Galiläa wächst ein neues Geschlecht, — vielleicht der Reim eines neuen Volkes: starke, mutige Männer, Städter find es gewesen, Handwerker, Gymnasiasten, Studenten, Lehrer, nervöse, trippelnde, bleiche Kreaturen. Aber sie fanden den Weg zurück *) Aus der Herzl-Gedenknuimner der „Welt" vom 20. Mai \9[0. 55

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