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Blau-Weiss-Blätter · 1915-09-01 · 3 (9.1915) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
3 (9.1915)
Date
1915-09-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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September J(9J5 Jahrgang 3 Heft 5 Rückblick und Ausblick Ein Uriegsjahr ist über uns mit schwerem Tritt hinweggezogen, auch über uns im „Blau-Weiß." Ls war eine Jett von Sorgen und blutigen (Opfern. Manch lieber Genosse froher Fahrten und Mitkämpfer an unserer Seite hat sein Blut und sein junges Leben für unseren Frieden hingeben müssen. Die Dankesschuld hierfür können und werden wir allezeit abtragen durch die Tat in ihrem Geiste, die Verwirklichung des Ideals, für das sie erglühten und in unseren Reihen wirkten. Daß wir hierzu imstande sein werden, das verbürgt uns die frohe Zuversicht, die uns der Rückblick auf die Entwickelung unseres Bundes während des Ariegsjahres gibt. Als sich im August vorigen Jahres das gewaltigste Unwetter der Menschengeschichte über den Völkern Europas entlud und der Ariegssturm losbrach, da war auch die Zukunft unseres Bundes ein Himmel voll schwarzer Wetterwolken. Führer und Wanderer eüten schon in den ersten Tagen der Mobilmachung in großer Zahl zu den Fahnen, und in den Zügen klaffte Lücke um Lücke. Jugendkompagnien wurden allerorten mit Teilnahmezwang begründet und drohten uns die letzten Aräfte zu entziehen. Die Hoffnung, daß die zweijährige Mitarbeit in unfern Reihen unsere Jungen in der Idee des „Blau-Weiß" so fest verankert und miteinander so eng verbunden haben werde, daß sie allen Stürmen trotzen können, die Verpflichtung gegenüber denen, die hinausgezogen waren, und die Verantwortung vor uns selbst ließen uns unverzagt Weiterarbeiten. Unsere Hoffnung ging in Erfüllung. Nicht Führermangel, nicht Jugendkompagnien, wirtschaftliche Rücksichten oder die selbsttätige Umformung des Gedankenkreises vieler unter der Gewalt der Ariegsereigniffe vermochten das feste Gefüge unseres Bundes zu erschüttern. Wenn wir das Erbe des Friedens in diesem Ariegsjahr nicht nur wahren, sondern sogar noch mehren konnten, so ist dies vor allem dem erhöhten Eifer zu danken, mit dem Führer, alte wie neue, Wanderer und Wandrerinnen ihre Pflicht erfüllten. Die Werbekraft unserer Bewegung hat sich auch in dieser schweren Zeit bewährt; neue Bünde haben sich uns ange-

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