Mannheim
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  1. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 17

    Das Grichon-Rätsel. 161 Kehren wir zu unserer Boraitha zurück. Bei der verhängnisvollen Bedeutung, die dem Mangel an fließendem Wasser in Jerusalem für dessen Bevölkerung in allen Lebensbeziehungen zukommt, hat dieser Bericht über die defin…

  2. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 18

    162 Das Gichon-Kätsel. sich aber den Zusammenhang so, daß unterirdische Leitungen das Wasser des Gichon von der Westseite her nach Südosten führen, wo es in dem Siloach-Teich wieder zutage tritt. Er schreibt wörtlich: ״Die Quelle war hierna…

  3. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 19

    Das Gichon-Rätsel. 163 welche jedoch nicht regelmäßig eintritt. Mit jener Marienqnelle scheint der Gichon identisch zu sein; denn nach 2. Chron. 33,14 lag der Gichon im Kidron-Tal1). Zu diesem Bache führten die Anhänger Salomos den Thronerb…

  4. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 20

    164 Zur Theorie des Werkverbots am Sabbath. Stadt geleitet“ (S. 221). Er stützt diese Auffassung auf das Wort העליון? das sich grammatikalisch nur auf גיחון beziehen könne und das Vorhandensein eines unteren Laufs, des שילוח, auf den sich a…

  5. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 21

    Zur Theorie des Werkverbots am Sabbath. 165 מקלקל, so unterliegt der Übertreter nicht der entsprechenden biblischen Strafe. Dabei muß aber zur Klarstellung der Sachlage noch folgendes hervorgehoben werden: Es wäre falsch, anzunehmen, daß ei…

  6. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 22

    !66 Zur Theorie des Werkverbots am Sabbath. aufgestellt wird.) Wenn das Tragen in privatem Raum gestattet ist, das Hinaustragen in einen öffentlichen dagegen eine Mlocho ist, so muß doch das letztere eine produktive Zwecktätigkeit im Sinne …

  7. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 23

    G-eschiehtliche Wanderungen. 167 Geschichtliche Wanderungen. Von Prof. Dr. A. Berliner. II. Aus der Umgebung Moses Mendelssohns. Von allen Personen, mit denen Mendelssohn in engen Verkehr trat, schon bei seinem ersten Werdegang, ist vorzügl…

  8. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 24

    168 Geschichtliche Wanderungen. erforschen, was mir auch gelungen ist. Denn Abraham Piperno, der in seinem Buche קול עגב auch hebräische Gedichte von unserem Castello mitteilt, läßt am Schlüsse eine Biographie des letzteren folgen, aus der …

  9. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 25

    Geschichtliche Wanderungen. 169 religiösen Vorträgen ist nur eine Predigt in spanischer Sprache zum Buß־Sabbath und eine Trauerrede auf den Kaiser Franz II. im Druck erschienen. Diese hatte er in der großen Synagoge spanisch vorgetragen, un…

  10. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 26

    I/O Menschenopferkult und Judentum. erwähne und ihm keinen Denkstein setze. Hierin hat eine Anfrage ihren Grund, auf welche sich Asulais Bescheid in seinen Responsen חיים שאל (I No. 71) bezieht. Nach Allem, was wir von Castello erfahren, dü…

  11. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 27

    Menschenopf erkält und Judentum. 17! und in ahnender Erkenntnis ihrer ganzen umwälzenden Kraft und gewaltigen Tragweite die Worte des 3. und 21. Verses im 18. Kap. des 3. B. M.: ״Nach der Weise des Landes Ägypten, in dem ihr gewohnt, sollt …

  12. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 28

    172 Menschenopferknlt nnd Judentum. Israeliten bekannteste Form des Menschenopfers, ansspricht. ״Jeder von den Söhnen Israels nnd von den Fremdlingen, die in Israel weilen, der von seinem Samen dem Moloch preisgibt, soll getötet werden, das…

  13. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 29

    Mensclienopferkult und Judentum. 173 Momenten unterbrochen und von einzelnen, gottbegnadeten Persönlichkeiten abgesehen, bietet Israel ein völlig heidnisches Gepräge dar und sinkt immer wieder in den Polytheismus der Kanaaniter, Moabiter, A…

  14. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 30

    174 Menschenopferkiilt xnid Judentum. Ben Hinnom: ״Sie bauten die Höben des Tofet im Tale Ben Hinnom, um zu verbrennen ihre Söhne und Töchter durchs Feuer, was ich nicht befohlen habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist; darum siehe, Tag…

  15. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 31

    …nopfers befreit, indem sein Gott der Gott der Kulturmenschheit geworden ist. ln der Hermannshöhle1). Von Oberlehrer Dr. Joseph Carlebach, Berlin. .Nun tat sich die Pforte knarrend auf und lud uns ein, in die Tiefen der Erde hinabzusteigen. Ein Ausdruck der…

  16. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 32

    176 In der Hermannshölile. demütig auf sich wirken lassen müsse, um seine Erhabenheit nicht zu stören. Da schaut sie uns stumm-beredt an, die märchenhafte Architektonik der Tropfsteingebilde. Hier wie ein Wald von schlanken, geraden Bäumche…

  17. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 33

    In der Hermarmshölile. *77 ist die Natur am Weiterbau, an der Innenarchitektur tätig. Sehet ihr die Tropfen am Ende jedes Tropfsteines? Auch darin ist Gestein gelöst, auch dieser wird verdunsten und die Bildungen um ein Unmerkliches vergröß…

  18. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 34

    i78 In der Hermannshölile. die Seele nicht von Zweifeln bewegt werde? Eine Frage lag auf aller Lippen. Und doch wagte keiner zu fragen. Man fragt nicht gern, wenn man fürchtet, keine genügende Antwort zu erhalten. Erst nach geraumer Weile, …

  19. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 35

    In der Hermannshöhle. 179 er jetzt, ״daß ihr das Linienstück als gerade anspracht? "Worin lag die unberechtigte Schlußfolgerung, daß ihr den Bogen als zu einem Kreise gehörig voraussetztet? Nun, ihr nahmt ohne weiteres an, daß die Linie ste…

  20. 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 36

    180 In der Hermannshöhle. Zeit gebildet, die die letzten 4 m zu ihrer Enstehung benötigten. Der Schluß von einer vierzigjährigen Periode auf eine von 80000 Jahren entbehrt jeder Strenge und Eindeutigkeit.“ ״Aber wieso nehmen dennoch alle Ge…