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41 erworben. Er war sehr armer Leute Kind und schon in seinem zartesten Alter verwaist. Der kluge, schon frühzeitig geistig entwickelte Knabe wurde in das von dem berühmten, großen Gemeindewohlthäter Mordechar Meisel gestiftete Armenkinder-…
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42 — Menschen auf Erden habe; und als ihm dabei ob seiner völligen Hilflosigkeit und Verlassenheit die Thränen in die Augen traten, nnd diese die schönsten Worte, die er noch im Vorrath hatte, erstickten, legten Großberger's gutherzige Frau…
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— 43 im Kopfe habe; — seine Tochter, die er sonst mit vergötternder Vaterliebe anbetete, nannte er ״einen großen Boheme^)", ״ein widerspenstiges Kind", das man — er ließ diese wichtige Frage noch halb nnentschieden — entweder im Keller, da …
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44 ferner, daß sie sich auf Seite ihrer Tochter stelle, "daß sie als Mutter ein Recht habe darein zu sprechen, wenn es sich um das Glück und die Zukunft ihres einzigen Kindes handle, daß ihr der vermögenslose, aber brave Buchhalter tausendm…
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45 mit finsterer Miene und düsterem Schweigen schloß, dann erhob er seine Stimme und gab eine wohldurchdachte Rede zum Besten, die sich aber nichts desto weniger bei seiner kleinen Zuhörerschaft keines mm!iiüH Beifalls erfreute. Großberger …
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46 erhalten werde, und Nobitz nicht, wie er wahrscheinlich hoffe, sein Compagnon werden, sondern sein Haus verlassen müsse. Nobitz erklärte nun in einer solchen Weise, daß selbst Großberger frappirt wurde, er liebe seine schöne wohlerzogene…
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47 großer Ueberraschung entgegnete jener, daß er und Judith überein gekommen seien, vorläufig nicht einen Kreuzer von ihm anzunehmen, und daß er mit seinen wenigen ersparten Gulden ein Geschäft eröffnen werde. Nobitz hatte seine Vorsätze mi…
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48 erhi seiner Glaubensgenossen Geltung hatte nnd Ansehen verlieh, ein viel Cw zu dürftiges sei, und er nahm sich einen ״Hausrebbe", der im Winter an den langen Abenden, im Sommer an Sonntagnachmittagen ber« und sonstigen freien Stunden sei…
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UM, ^rinz und Krinzessin Ml'Helm von Preußen, «»»3 St׳5^2 & כ1)
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49 nur möglich war, blieben des Abends so lange bei ihm, bis er zu Bette ging und eingeschlafen war, sandten täglich ihre schönen, lieblichen Kinder zu ihm, und das schien noch das Einzige zu sein, was ihn erheiterte, ihm Vergnügen bereitet…
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50 61 als er von den Bondy'schen Erben noch eine ausstehende Schuld bezahlt erhielt, auf welche, wie ihm Reb Lippmann Teweles erzählte, jene nicht gekommen wären, wenn sie nicht durch den würdigen Rabbi Michael Bacharach auf diese aufmerksa…
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51 1*־; i- Nobitz war ein riesengroßer, noch jetzt ungewöhnlich schöner Mann, dessen ausdrucksvolle Züge die Energie, die er im Leben oft so kraftvoll bethätigte, zum vollsten Ausdrucke brachten. Er legte die Oberkleider ab, und seine Frau …
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52 war ein Mann mit einer Scharte^) beim Nebbe; wie er weggeht, sagt mir der Schames, ich soll in die Schiurstube^) gehen, — da sitzt der Nebbe, ausgesehen hat er wie ein Maloch elokim^). ״Boruch habo!^)" sagt er, und ״Setzt Euch!" — ״Wenns…
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53 Ich weiß zuerst nit, was ich darauf antworten soll, dann aber sag ich doch: ״Das is Alles schon ganz recht; aber ich Hab ja das Geld nur bekommen, weil sich der Rebbe die große Mühe genommen hat — für die große Müh' bitt ich den Rebbe, d…
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54 und von Judith anfgefordert sich deutlicher auszusprechen, gab Vetter Nachmn folgende von Judith mit großer Aufmerksamkeit angehörte Auseinandersetzung zum Besten. ״Ich muß Euchs grad sagen, es is mir ganz recht, daß so Red' auf Red' kom…
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55 Nobitz von derselben wisse, gab er sich endlich zufrieden, und der Rest des Freitag Abends wurde von den guten, wackern Menschen in bester Stimmung verbracht. IV. Wir haben es schon gesagt: Nobitz war stets ein unternehmender Geschäftsma…
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56 trat; ihre Untergebenen aber behandelten sie — weit sinnloser — weit ärger als die grausamsten Plantagenbesitzer ihre schwarzen Sklaven; — entsetzliche Mißhandlungen gemeiner Soldaten, die diese wegen der geringfügigsten Ursache auf offe…
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״Dieser für großes Mann zu klein," hatte der russische Offizierjetzt zu bemerken, als ihm das erste Exemplar derselben vorgelegt wurde. ״Mille fois pardon! mais non rnon colonel!“1) entgegnete Robitz, ״Sie werden kaum einen größern Mann in …
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58 ich werd' auch gleich in die Mischke-Taußig-Schul gehen und dort melden, daß man Euch mit dem Chower zu Thora zu rufen hat." Nobitz zog einen Silberthaler aus der Westentasche und reichte ihn dem Bes-Din-Schames als Botenlohn. ״Ich laß m…
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59 So sprechend hatte der Pastor ein Papier aus der Brusttasche gezogen und Nobitz überreicht. Dieser hatte seinen Gast mit lebhafter Spannung angehört, nicht um eine Welt hätte er sich jetzt daran zu erinnern vermocht, daß er je ein Diplom…