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  1. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 167

    164 Nacht, Der Fuß. ein, was sie nicht einsehen konnten, und so nahm ich eine handvoll Staub aus den Fußtapfen des Gesandten Gottes und warf ihn hinein1). Hat der „Staub von unter den Fußtapfen des Gesandten Gottes" schöpferische Kraft, so …

  2. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 168

    …lige Motive zuschrieb3). Auch die Fußspur wird als Zeichen der Dankbarkeit, der Liebe und Verehrung geküßt. Der Prophet Jeremia küßt die Fußspuren der ins Exil wandernden Juden (Pes. rabb. 131b). Ebenso läßt sich der Apostel der Legende kopfüber a…

  3. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 169

    166 Nacht, Der Fuß. rechten Fuß und mit der linken Hand den linken Fuß am Knöchel berühren1). Dem Lehrer den Fuß umarmen ist gleichsam eine Einladung zum Vortrage2). Umarmung des Fußes ist bei den Indern bei bestimmten Feierlichkeiten üblic…

  4. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 170

    Nacht, Der Fuß. 167 ist ein Zeichen hoher Ehrerbietung1). Ebenso die Fußwaschung. Die Mutter des Tannai R. Ismael pflegte ihm aus Verehrung die Füße zu waschen und das Wasser zu trinken2). Im allgemeinen ist es der Schüler, der seinem Lehre…

  5. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 171

    168 Nacht, Der Fuß. Armen die Füße. Innozenz VIII. beschränkte (1484) die Waschung auf die Armen. Von der Feier der Fußwaschung in Madrid wird noch heutigen Tages berichtet, daß die Königin und der König zwölf armen Männern und Frauen die F…

  6. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 172

    Nacht, Der Fuß. 169 Lot (Genes. 19, 2. 3) spricht zunächst zu seinen Gästen vom Fußwaschen; ebenso wird Elieser, dem Diener Abrahams, (im Hause Betuels) Wasser zum Waschen seiner Füße und der seiner Begleiter angeboten1). Auch bei den alten…

  7. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 173

    170 Nacht, Der Fuß. worden zu sein. So sind die Worte des Königs David an Uria zu verstehen: „Geh nach Hause und wasche deine Füße"1). Ebenso die Worte Abigails an den um sie werbenden David: „Siehe, deine Magd ist bereit, die Füße der Dien…

  8. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 174

    Nacht, Der Fuß. 171 in sündhaftem Sinne in geschlechtlicher und sonstiger Beziehung gebraucht. „Wenn Israel sich dem Studium der Tora hingibt, so ist der böse Trieb (Jezer bin Fuß), der, wie ein Wanderer an den Menschen herantritt, ihm (Isr…

  9. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 175

    172 Nacht, Der Fuß. Aller Sünde Anfang ist der Fuß, wenn er nicht bewacht wird1). Adams erste Sünde, vom Baume der Erkenntnis gegessen zu haben, wird dem „übermütigen" Fuß zugeschrieben2). Schlechte Gesellschaft wirkt auf den Besten nachtei…

  10. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 176

    Nacht, Der Fuß. 173 bezeichnet werden, so gilt auch der Fuß, wie schon früher erwähnt, als ganz besonderer Sündenvermittler und namentlich in geschlechtlicher Beziehung. „Der mit den Füßen eilt, ist ein Sünder" (Sprüche 19, 2), d. h. nach t…

  11. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 177

    174 Nacht, Der Fuß. Die talmudische Verordnung, „man solle sich für den Feiertag (bin GIB DV»") rein waschen"1), deuten jüdische Mystiker dahin: man möge den Fuß hT\ sittlich rein waschen. Von dem, der seine Füße dazu benutzt, den Armen zu …

  12. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 178

    Nacht, Der Fuß, 175 diesem Willen unabhängig1); die Hand wie in I Kön. 13, 4; der Mund, wie in Genes. 27,33; der Fuß, wie in Prov. 20,42. Mund und Fuß haben rettende Wirkung, wenn sie sich in den Dienst der guten Sache stellen. ,,Wenn schon…

  13. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 179

    … In manchen jüdischen Gegenden Deutschlands werden sie sogar mit dem Spottnamen „ttbT.si — Nmp — Füße" bezeichnet. Vgl. Tawiow, "o-buttan, usw. im unD3D, von Bialik, S. 196. S. 139 zu Anm. 2: Vgl. dazu: „Wer auf sich hält, hält auf seine Schuhe, …

  14. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 180

    Ans: Grrunwrald, Jahrbuch fiir jiidische Volkskunde I (1923) 4. Holzsynagoge zu Kurnik. Vgl. „Mitteil.4, H. XXIII, S. 67.

  15. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 181

    Nacht, Der Fuß. 177 Auge) geschützt zu sein, „Ringe an den Füßen" tragen muß: •-pba-Q v*b^y rn w b3 naiab "ps Trrn ptt,. S. 145 nach Z. 8 von oben: Aus einem Briefe des Dichters E.V. Kleist (Berlin, 15. Mai 1759), wo von dem eingetretenen W…

  16. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 182

    Aus Hausapotheke und Hexenküche. in. Von Max Grünwald. Wie bereits in verschiedenen Heften der „Mitteilungen" bin ich auch diesmal in der Lage, alte Refuot ussegullot, d. h.…

  17. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 183

    …perrte (v. Lippmann, Entstehung und Ausbreitung der AIchemie S. 91.) Ein Zauberspiegel auch in der Geschichte vom hohen Rabbi Low. 3) Vgl. bei Kboll, S. 12: „Ich rufe Dich, den großen Gott, den ewigen Herrn, den Weltbeherrscher44 usw. S. 13: „Komme …

  18. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 184

    180 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. herziger, Beschützer der Einfältigen, ewiger Gott, in dessen Hand Macht und Gewalt, Sieg und Herrschaft sind, verlasse mich nicht in der Zeit der Not, König über die ganze Welt, Gott Abrahams, …

  19. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 185

    Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. 181 wegen der Vögel und Tiere und alles Lebendigen, — und wegen der Kinder Israels, aller ihrer Priester, Leviten und Gottesdiener und wegen aller Namen der Gerechten, die dem Höchsten dienen, und …

  20. 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 186

    182 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. lonian Oil Magic etc. zitierten Mss., die sare bohan, sare cipporen, sare Schemen, sare kaf, sare kos etc. kennen. Das Becherorakel in Worten, Zeichen oder Schrift auch bei Rosenmüller, Das alt…