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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 167

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 167 (sequence 171)
Language
German
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164 Nacht, Der Fuß. ein, was sie nicht einsehen konnten, und so nahm ich eine handvoll Staub aus den Fußtapfen des Gesandten Gottes und warf ihn hinein1). Hat der „Staub von unter den Fußtapfen des Gesandten Gottes" schöpferische Kraft, so wird es den Torajüngern ans Herz gelegt, sich zu bestäuben mit der Erde „ihrer (der Lehrer) Füße'4 2). Eine besondere Ehrenbezeugung war es, dem Lehrer, resp. einem großen Mann, die Füße zu küssen3). In diesem Glauben küßt die Sünderin den Fuß Jesus: „Du gabst mir keinen Kuß, aber die Frau hört nicht auf, mir die Füße zu küssen, daher sollen ihre Sünden getilgt sein4). 1) Koran, Sure 20, v. 96. 3 > Q ~ O - - 3 O J - - w - - - J O - - l^yulAJ L*.J OjAflJ ^Li (Jtj-^0 l-*J—J A Vf »r> L*-3 jLj> o«. o w , -r ~ ~ . " -" 3 *i o<w o * - o - .3 c - - ^^wÄJ vi>J^w u»5*J^X^ Lg.JuXAJLj ^J! y^t Ka£2a5 vi^^ÜAÜS 2) V'ii« v*"1 ."ort^b^ •nosn pnantt ^i, n ,a mn« a"* Nb to* Stt>n bN bi T^b ö5D3 n"mD "pOTS PnrrD, :'i p*ns k"d ttbatt y:n .^p-vpn b? wob m «b« ,'di kod sbi ncran 3"? Tnifcbnb nr^i nato a"* M1* s^ib -pto,, :nrtt ^psttn 'ä nrrriD in sbs„ :DS3 -»"«n v^i .'tto* r?D nnNi ^P^P o"3tn -p*i '■mm ."^p ^aa b* nrrc© in na»n br V'wn i"t» y'nm V,tain orn mtött cpMi n"n V'd n"n rrabfr apiD ndit 'pa ^pn 1^*1 — .b:n y-na br T-r^n ab obsi tf""> p"o Bba*n low pain» :93 ,1 musfcnnrn Vn ^b:n ^ob 'mos qrö'ov Vgl. auch Mabk, 10,39 u. Apostelgesch. 22,3: *^yo> «ifw <&i>77(> 'lovSalog Ttagcc tovg raivaXirjX itsitaiXsviiEvog<l. Siehe auch den 214. Brief des Amarnafundes, wo es u. a. heißt: „Dein Diener, der Staub deiner Füße* (Feuchtwang, M. f. d. W. d. J., Bd. 41 (1897), S. 458). Dem Manne, den Staub von den Füßen zu nehmen als Zeichen der Verehrung, ist bei indischen Frauen üblich. Ygl. Tagore, the home and the world, p. 11: Tl would ... get up and take the dust of my husbands feeta. 3) Vgl. Sanhedrin, p. 27: "rra^DK mp'£>V Auch die Frau des Rabbi Akiba küßt ihrem Manne die Füße rrb nprctt TOS* nb=:.% "rPT'-Db (Ketubot, p. 62). Die Knie des Menschen werden bei einigen Völkern überhaupt als heilig verehrt, Plinius H. N. 11,13. Fürsten den Fuß zu küssen war im Orient, namentlich in Persien Sitte (Krauss III, p. 246, A. 72). Der besiegte König küßt den Fußboden des Siegers. Auf dem assyrischen Denkmal küßt Jehu den Erdboden von Salmanassar. (Low, Monatsschr. f. d. W. d. J. 1921, p. 267, wo auch manches aufgezählt wird, was bereits bei Keauss erwähnt.) Vgl. auch Lunz, Jerusalem 1916, S. 316. 4) Vgl. Luk. 7,45.

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