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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 174

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 174 (sequence 178)
Language
German
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Nacht, Der Fuß. 171 in sündhaftem Sinne in geschlechtlicher und sonstiger Beziehung gebraucht. „Wenn Israel sich dem Studium der Tora hingibt, so ist der böse Trieb (Jezer bin Fuß), der, wie ein Wanderer an den Menschen herantritt, ihm (Israel) ausgeliefert1). Die Worte Kohelet 9,14 von der kleinen Stadt, die von einem großen König bedroht ist, und die der arme Mann, dank seiner Weisheit besser zu retten verstand als die zehn Machthaber, erklärt der Talmud wie folgt: Die „kleineStadt" ist der Körper; die „wenige Leute" sind die Glieder; der die Stadt „bedrohende König" ist der „böse Trieb"; der „rettende arme und kluge Mann" ist der gute Trieb; die zehn Machthaber sind zwei Hände, zwei Füße, zwei Augen, zwei Ohren, das Glied, der Mund2). Ja, der Fuß ist das sündhaft Körperliche im Gegensatz zur reinen Seele3). Die „zwei Füße" gehören zu den Gliedern, die gegen den Menschen zeugen, resp. ihn warnen. Wenn er aufsteht und sich auf den Weg macht, wird ihm zugerufen: Gib acht auf deine Schritte, behüte deinen Fuß, er beschützt die Füße seiner Frommen4). 1) öt-p^n .'=n bnn ^nbiött tpto bs b? -tf-m »^id», :'i 'n i"y :nu) *»"tzn yyi .*üt»3 "nwa 5rmro n-'poiy dhib p>ra ,b&ntt-« .Dmbyfc dinü b* Kart snn ir* ■«ban D^nbsttn o^biM ,b:n (n""> '3 bsn^ö) "Tiörn uwb *p?\ a:m i'rcro ,n-n« -»n^p snrt -lar. 2) »D^n» ib« Inn dtü:ni ,s]iän r>T nrap :*3 3"b trm: ur« «aroi ... ann ^lat-» ru ,nm« 3201 bvo ^Vn rrb« mwtt 'dt 'nrana ^pyfr n« am übtoi mra nar» .fri ,DDm pra im^H tD&m D"»b:n TitDI D^T» TltO ,D^:T« V)tD ,Drr? "»MID :D"»tr>blö *nsi. Merkwürdigerweise findet sich beinahe dasselbe Bild in der Mahabhärata, Vers XII, 210,37 „Der Leib, die heilige Stadt mit den neun Gliedern: Mund, Nasenlöchern, Ohren, Augen, After, Penis (bei I. I. Mayer, Das Weib im altindischen Epos 1915, S. 186). Erwähnte agadische Deutung dürfte auch dem Sapbir'schen Gedichte „Der Mensch als Staatsmaschine* zugrunde gelegen haben. 3) rvniDih-yyi Epab -n:r> b:n„ :uh^n m« a"-pn n^irtb ^sb to„ :c"n ."sK spa, :n"n u-tt8 .tflpN3 -02« **v9 wn rro -.p^sm ."p* bai in"! rjian d*d -o ,*jn *iznb dn inasm,, ,n ©"rro itosi ins 7^1 .cp>b tramn tmpttia •töBsn -»b:n Dil D^nam rpjn »^brn,, nm rrriM spart :->b:n. 4) NTnoNb n"np ^nno ntDD ,rmrr -i"a*„ :nbir> in- ■pr^-Dtoi n^b^p ■p'jrp N^nno "pftb *nb:n Erms ansata cp -»««3 ^:33

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