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…wen Chiljon's und Mahlon's. Boas, aus dem Geschlechte Eli-Melech's. Rüben, ein Betlehemite, Schwestersohn Eli-Melech's. Joab, Vertrauter des Boas, Aufseher in seinen Diensten. Serah, Asriel, Amram, Aelteste des Volkes. Thirza, Jerusa, Sarah, eb…
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248 O, meine theure Mutter, weine nicht, Mühselig Deinem Alter war der Gang Im Staub des Wegs, in heißer Mittagsgluth, Nicht um Verlornes traure schmerzensvoll. In bessre Zukunft wende Deinen Blick, Wir, Deine Kinder, stehen treu zu Dir. Na…
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249 Dir dankt' ich es, und bis zum letzten Hauch Werd' ich in Ehrfurcht Deinen Namen nennen. Naemi: Der Segen Gottes leite Dich, mein Kind, Und seine Engel schirmen Deine Pfade. (Umarmung, Arpa geht.) H. Scene. Naemi, Ruth. Naemi: Und Du, m…
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— 250 Was kann er fürchten, und was ficht ihn an? — Noch einmal will ich hoffen, glauben, beten. Doch nicht für mich, für Dich geliebtes Kind. Zu Dir, mein Gott, ich wende nun den Blick, Gieb tausendfältig, was sie gab, zurück. Nicht enden …
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251 Naemi: Kennst Du mich nicht mehr, gute Sarah, sprich, Wohl kannt' ich Dich in Deiner Jugend Tagen, Und so auch Dich, Jerusa, Thirza, Dich. . (Die drei Frauen bestürzt.) Sarah: Die Hütte ist es Eli-Melech's, wißt. Er zog dereinst iu's La…
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252 Der Götzendiener, die den wahren Gott Verleugnen und verfluchen? — Ruth: Was ist Fluch? — Ich lernte nicht das Wort und nicht den Sinn. Ein halbes Kind noch, fand ich meinen Gatten, Er lehrte mich, was Frieden sei und Glück, Und lieben …
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253 Das golden sich im Strahl der Sonne wiegt. Wie Meereswellen fluchen seine Halme, So voll und reich, wer ist der Mnte Herr? — Sarah: Boas ist's, aus der Sippe Deines Eli, Ein wackrer Mann, ein Frommer und Gerechter, Freund jedes Redliche…
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— 254 — Ruth: Was fragst Du doch, rasch flieht der Sormnertag, Und eilen muß ich, darf nicht müßig sein. Joab: Und woher kömmst Du, niemals sah ich Dich, Denn wer Dich je erblickt, vergißt Dich nie. Ruth: Ich bin Naemi's Tochter, die mit mi…
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255 Du hier vollbringst, ich ehre Deine That. Hat Deine Mntter mehr der Kinder noch. Dir gleich an Frömmigkeit? — Ruth: Nicht meine Mutter, Nur meines früh verlornen Gatten ist sie. Und dennoch lieb' ich sie, wie nichts auf Erden, Naemi hei…
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256 Die Gute, die im Dienst der reinsten Liebe, Der warmen Kindesliebe, müde ward! — (Zu Ruth.) Leb' wohl und meine Brudergrüße bring' Naemi, Deiner Schwieger, länger nicht Soll sie entbehren, was dem Alter frommt. Sag' ihr, daß Gott sie üb…
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257 Je Deinen Sohn, der mir so theuer war. So zu vergessen, daß dem zweiten Manne Ich mich vermählte? — yiatmi: Ich, des Todten Mutter, Ich selbst will Dich die Wege finden lehren Zu Boas' Herzen, wie's mein Herz mir kündet. Dein Leben, Rut…
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258 Hat er auch Deinen jungen Leib erschaffen. Und wenn der Abend sinkt, so geh' hinab. Verbirg Dich, daß Dein Antlitz Niemand kenne. Und lag're Dich, wenn Nacht die Erde deckt. Zu Boas' Füßen, sagen wird er Dir, Was Du sollst thun, und Fre…
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259 Sein biedrer Handschlag, seine ernste Freundschaft Mehr, als das wankelmüthig launenhafte Geschlecht der Weiber und ihr leer Geschwätz. Die Reize, die sie schmücken, schienen mir Fallstricke nur für unerfahrene Herzen. Nur Eitelkeit, so…
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260 Wie Gold in heißen Flammen sich verklärt, Ihr Liebreiz wärmt und hellet Deinen Herd! — Boas: Doch, ob sie wiederkehrt; ihr habt sie doch. Wie ich gebot, die Aehren sammeln lassen. So viel sie nur begehrte? — Joab: Herr, Dein Wort Ist De…
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261 Wie einst, wenn wohlgefällig ihm mein Thun. Du mein verlorner lieblicher Gefährte, O wüßtest Du, wie einsam dieses Herz, Das einst so selig an dem Deinen schlug! — Und jener ernste Mann, der väterlich. Mit Freundeshuld der Fremden sich …
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262 Boas: All was Du sagst, mein Kind, ist so gerecht Und so verständig, daß mit Freuden ich Den klugen Worten lausche; sei gewiß. Daß die bescheidne Bitte ich erfülle. Wohl sprachst Du wahr, daß ich der Erbe bin. Doch Einer noch ist näher …
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268 Wenn's Gottes Rathschluß ist. Wählt er Dich nichts So bist Du mein, o Ruth, mein Eigenthum, So wahr der Herr lebt, und als Gottgeschenk, Als heilig höchstes, will ich Dich bewahren. So raste denn in meiner treuen Hut, Sanft sei Dein Sch…
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264 Boas: Doch Eins noch wisse: Welchen Tages Du Das Feld erstehest, das Naemi's Eigen, Mußt Du das junge Weib, das mit ihr kam. Die Wittwe ihres jüngsten Sohnes, Ruth, Zum Weibe nehmen. Eli-Melech's Stamm Stirbt sonst mit ihr und heilige P…
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265 Von Kindheit an, uni wie viel größer noch Ist ihre That! — Amram: Das ganze Volk es weiß. Welch tugendsames Weib sie ist; mit Stolz Wird zu den Unfern sie gezählt, und Du, Du wolltest sie verwerfen? — Rüben: Sei sie auch. So schön als g…
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266 Naemi: Der Herr, er segne Euch, Die Thränen sind getrocknet, die ich weinte. Denn Sohn und Tochter nenn' ich wieder mein. Und sel'ger Zukunft Tage seh' ich dämmern. Da neu mein Leben blüht in holden Kindern, Die Eures Edelsinnes echte E…