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227 auf ihren Haussegen haben wollen, aber die Hab' ich chr ausgeredet, denn die Arbeit von den vielen Zweigerln wird einem doch nicht bezahlt. Aber nicht wahr, Herr Gabriel, Sie fangen gleich zum Zeichnen an, damit ich morgen gleich zum St…
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228 Papier, dessen ursprüngliche Besümmung sicher nicht die war, einem Briefe zu dienen, sah er in krausen Zügen jene Hieroglyphen, hebräische Currentschrist, die ihm in seiner Jugend so vertraut geworden waren. Ein Blick auf die Unterschri…
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229 mitgenommen? Wenn ich nur wüßte, ob ich schlecht bin? Ja, ich bin schlecht, denn ich habe meinen Vater allein gelassen; ich bin schlecht, denn ich wollte klüger sein als er. Ich habe Hirngespinnsten nachgejagt und über Träumen von Schön…
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280 „Nehmt mich mit! Ich will ihm sagen, daß ich nicht schlecht sein wollte." Und er beugte sich und neigte sich über das Geländer der Brücke und die tanzenden Lichtlein unten hätten ihre Lockung vollbracht, wenn nicht eine Hand den sich vo…
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231 kind. Was Deine Seele braucht, ist Liebe und Schönheit, und die sollst Du bei uns finden." Es brauste die Orgel in mächtigem Klang; berauschende Wolken von Weihrauch schlugen den Eintretenden entgegen; Lichter blitzten aus wie aus weite…
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232 man nicht ausschließen und auch manch goldener Strahl schlüpfte verstohlen in den Saal und verbreitete sein Licht — ungünstig vielleicht für den pedantischen Beschauer, aber günstig für die Seelen der Körper, die von Künstlerhand hingez…
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233 „Gabriel, wie freue ich mich. Sie wieder zu sehen und gerade hier! Und der Johannes, er hat Sie auch gefesselt. Sie an längst entschwundene Tage erinnert." Ein Sonnenstrahl fiel von rückwärts auf Magdalenens aschblondes Haar; die Freude…
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234 Keine Bewegung, kein Wort Gabriels verrieten Zustimmung und Widerspruch zu dem, was Magdalene gesagt. „Denn sehen Sie, Johannes," fuhr Magdalene, im Sprechen immer wärmer werdend, fort, „die Religion, der Gesichtskreis und der Gedankenk…
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235 „Wem sieht das Kind ähnlich?" fragte sie chren Mann, der eben damit beschäftigt war, das schöne Landschaftsbild mit dem „schwarzen Thurm" auf dem bewaldeten Bergrücken in einer Aquarellskizze aufzunehmen. „Wem sieht das Kind ähnlich?" w…
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236 Noch immer schwieg der Mann. Magdalene erhob sich. „Johannes, und wenn es eine Strafe gäbe für Gelübde, die man nicht hält, wenn Du gestraft würdest an dem Kinde-?" Gabriel wurde bleich. — Du hast Recht, Magdalene. Wenn es damals ein Wu…
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237 diesem Verlangen, sich stundenlang allein zu ergehen, nachzugeben. Ein oft gewähltes Ziel, wenn er sich müde geschlendert hatte, war die Höldrichsmühle, wo zwischen schattigen Bäumen ein kleines Gasthaus einen hübschen Ruheplatz bot. Ei…
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238 von seinem Sitze aufftehend und sich dem jungen Mädchen zuwendend. „Ich weiß oft nicht, was ich sagen soll! Die Kinder sind nicht mehr in dem Alter, wo sie zu fragen aufhören und sich nur der Befriedigung eines religiösen Gefühls hingeb…
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239 Der Zufall hatte Gabriel mit Clara Salzer bekannt gemacht, aber einem unbewußt in ihm aufkeimenden, lebhaften Verlangen nachgebend, war es sicher kein Zufall mehr, der ihn das Mädchen auf chren täglichen Spaziergängen mit chren Geschwis…
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240 und der derberen rundlichen Brünette, waren die beiden Frauen auch in ihrer Innerlichkeit typisch für die Verschiedenheit des Stammes, dem sie entsprossen. Gabriel, der bisher noch kein Judenmädchen gekannt, der es absichtlich vermieden…
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241 „Du magst ja Recht haben. Aber meine Arbeit ist keine mechanische Taglöhnerarbeit, die man beliebig beginnen kann und deren Gegenstand in der Wahl eines Anderne liegt." Magdalene schwieg. Unvermittelt fragte Gabriel: „Wo ist das Kind?" …
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242 „Ich war gestern in der Stadt." „Ich weiß es. Sie sagten mir ja vorgestern, daß Sie die Fahrt beabsichtigten." „In Wien habe ich etwas gekauft, was ich noch nie gekauft hatte. Sie können sicher nicht raten, was es war." „Dann bitte, sag…
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243 „Ja, und den Ausdruck von Wut und Scham und Verzweiflung in dem Gesicht des Alten findet mein Vater so gut, weil er seinen Lehrer einmal in ähnlicher Aufregung gesehen hat, nachdem ihm sein einziger Sohn, ein Lump, durchgegangen war." „…
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244 „Ja, aber gehen Sie." Gabriel ging. o o # Jj. Jj. Am nächsten Tage machte Gabriel keinen Spaziergang. Magdalene fand ihn so blaß und elend aussehend, daß sie ihn gerne nach seinem Befinden gefragt hätte, wenn sie nicht gefürchtet hätte,…
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245 Vielleicht will er" mich diesmal überraschen, sagte sich Magdalene zu ihrer> eigenen Beruhigung, als sie über ihre Stickerei gebeugt auf der schattigen Veranda saß, aber der kreischende Ton des Schlüssels verklang nicht in ihrem Ohr. De…
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— 246 „Ich habe gelogen, da ich meine Kunst höher stellte als „meinen Vater, denn ich litt schwerer unter seinem Fluch, „als wenn man mir die Hand abgehauen hätte, die den „Pinsel führt. „Ich habe gelogen, als ich mich zu einem Glauben „bek…