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… wahrhafte Meinung in Betreff eines Menschen erst eine geraume Zeit nach seinem Tode sich auszubilden vermag: Moses und Voltaire mußten auch warten. Rächen Sie sich wegen dieses nichtssagenden Briefes nicht, mich mit einem gleichen zu Lewirthen 3לא…
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208 holung und Zerstreuung, in der ich alle Beschwerden der jüdischen Geschichte und Religionsphilosophie von mir abspüle. Abraham Jbn Daüd ist es allein, der mich allein bis in meinen Landaufenthalt verfolgt. Auch obliege ich jetzt mit meh…
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… Ungarn nicht zu leiden. Ich bin zu Ende. Mögen Sie bald zu neuen Mittheilungen Anlaß geben Ihrem Sie innig verehrenden David Kaufmann. 54. Zunz an Kaufmann. Wer wie ich jetzt Seelen und Körperschmerzen zusammen hat, ist wenig zu leisten im Stande, so ka…
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etttza Haxxenhei«. §Gin trüber, häßlicher Novembernebel gab den Straßen der Provinzstadt Preßburg ein recht unfreundliches Aussehen. Graue Häuser, graue Lust, grauer Himmel. Es war entschieden im Zimmer gemütlicher als draußen; wer nicht mu…
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211 eilte er schneller und leichtfüßiger, als man es seinem Aussehen nach hätte vermuten sollen, einem Träger, der einen großen Geigenkasten trug, voran die Treppe hinauf. Im dritten Stocke angekommen, schellte er an einer Thüre, deren Pfos…
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212 der billigeren Lebensverhältnisse wegen nach der Provinz gezogen sei. Da niemand eine Bemerkung machte, noch weitere Fragen an sie stellte, so ging Sarah bald wieder, und stille war's in dem kleinen aber gemütlichen Raum. Der Tisch stan…
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213 Schönheit; sie war ein biederes Weib und alle Tugenden, die Salomon von einem vollkommenen Weibe singt, waren in ihr vereint." „Warum hat sie denn sterben müssen?" fragte heftig der Knabe und ein paar heiße Thränen traten ihm in die Aug…
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214 Leise, leise, als folge er einem unwiderstehlichen Zauber, erhob Gabriel sich von seinem Sitze und mit angehaltenem Atem schlüpfte er, ohne den Vater zu wecken, zur Thüre und auf den Gang hinaus. Dort hatte er sich bald zurechtgefunden;…
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215 von all dem nichts, er befand sich noch immer wie im Traum. Regungslos stand er da, während seine Augen die Gegenstände ringsum streiften. Er erblickte auf dem Ofen in kleinem Abgusse die Büste des Apoll von Belvedere, die in der unsich…
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216 War es Sünde, sich der Schönheit zu freuen? Hätte Gott die Schönheit geschaffen, wenn der Mensch sich ihrer nicht in jeglicher Gestalt freuen dürfte? Warum mußte er immer in fremder Sprache beten und sind jene Menschen schlechter, die n…
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217 Denken und Urteilen anregen sollen, da er nichts kannte, als Haus und Schule, da alle Menschen, mit denen er verkehrte, von den gleichen religiösen und allgemeinen Anschauungen durchdrungen waren? Damit ist aber noch nicht gesagt, daß G…
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218 Köpfchen gezeichnet; nur wenige ungelenke Striche, aber in unverkennbarer Aehnlichkeit die Züge Magdalenens. Als er sich entschuldigte, das Blatt verdorben zu haben, nahm Magdalena die Zeichnung, betrachtete sie, und sagte dann in ihrer…
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219 gegenüberliegenden Seite einen Blick auf die Fenster seiner Wohnung warf und dort den Kopf seines Knaben sah, der vermutlich in irgend ein Buch vertieft war, denn er blickte nicht auf, da überflog das Antlitz Reb Mordechai's ein Strahl …
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220 „So, so bläst der Wind daher! Also die Tochter des Musikanten ist es, die Dir allerlei schöne Künste Vormacht und Dich lehrt und in ihre Netze locken will, um eine Seele für die alleinseligmachende Kirche zu gewinnen! Niederträchtige Sc…
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221 Das ist, ein lotteriges Vagabundenleben führen, das heißt keine Tephilin legen, keinen Schabbes halten und essen und trinken ohne Wahl und dabei Götter malen und Heiligenbilder! Großer Gott, wie danke ich Dir, daß es Dir in Deiner Weish…
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222 erleuchtet, so ahnte er anderswo einen Lebenspfad, der, wenn auch über Hindernisse, ihn zu einer ungekannten, von goldenem Lichte durchstrahlten Welt zu führen schien. Und Magdalena? Wenn sie wüßte, wie der Vater von der Kunst dachte, d…
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223 seinem Vater um den Hals und dieser, unfähig, ein Wort weiter zu sprechen, drängte den Knaben zur Treppe. Vor dem Hause stand ein einspänniger Wagen, der den neuen Lehrling und dessen Chef zum Bahnhof brachte. Rebb Mordechai sank im Woh…
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224 „Sehr geehrter Herr! Zu meinem großen Bedauern sehe ich mich zu nachstehender Mitteilung veranlaßt. Ihr Sohn Gabriel, der während eines Jahres trotz der liebevollsten Aufmunterung meinerseits nur mit sichtlichem Widerwillen und darum mi…
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225 grauen Hose, aber in kein so nobles wie ihr. Mir sind die Künstler egal, und mir ist zuwider, von Sachen reden zu hören, die ich doch nit versteh." „Und Du, Gabriel, gehst mit?" fragte in einer Anwandlung von Gutmütigkeit einer der Küns…
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226 fortzugehen, fiel kein Gruß, kein Wort mehr. Er fühlte es als Erlösung, als die drei jungen Leute ihn stehen ließen. Bei der gegen ihn ausgesprochenen Drohung war er noch um einen Schatten blässer geworden. „Das war kein Spaß," flüstert…