Mannheim
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  1. 1888-01-01 · 1888 · page 2

    Über die Behandlung einiger Abschnitte der deutschen Grammatik auf der untere« Stufe höherer Lehranstalten. Von vr. Ludwig Tachau. Seit vielen Jahren ist eine lebhafte Bewegung im Gange, welche die Erreichung einer möglichst vollkommenen Re…

  2. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite IV

    …t entbehrt werden kann, ist erwiesen; das hat auch der, als Sprachforscher bekannte, verstorbene Lehrer unserer Schule, Lazarus Geiger, in einer sehr lesenswerten und, wie ich meine, noch nicht genügend gewürdigten Programmabhandlung (1870) in höchst gei…

  3. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite V

    V und den Aufsatz unterstützt wird, ergiebt sich von selbst. Während aber hier nur von einem gelegentlichen Vorkommen, wie 'es gerade vom Zufall abhängt, die Rede sein kann, wäre es in den grammatischen Lehrgang planmäßig einzufügen. Ich br…

  4. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite VI

    VI die in den Programmen angegebenen Pensen der einzelnen Klassen oder die Lehrpläne für den deutschen Unterricht durchzusehen, wird die Berechtigung dieses Wunsches anerkennen. Nehmen wir-z. B. das Pensum der Sexta. Da wird in manchen Prog…

  5. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite VII

    VII Kritik des in den Schulgrammatiken Gelehrten sich findet, sowie daß die Vorschläge Kerns berücksichtigt und, soweit sie im Unterrichte verwendbar sind, empfohlen werden. Der mir zur Verfügung stehende Raum erlaubt nicht, alle Punkte des…

  6. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite VIII

    VIII bildet. Hat man da nicht recht, wenn man derartige Übungen aus das Allernotwendigste beschränkt oder ganz wegläßt? Den Schüler kann das nur langweilen, denn alles das weiß er ja schon. — Wie viel mehr geistbildend und anregend sind da …

  7. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite IX

    IX nach wenig Abwechslung bieten, also nicht gerade sehr interessant sind. Ganz anders ist das, wenn man eine „Familie" wählt, wie etwa die zu winden gehörige: auf-, ab-, los-, um-, ver-, überwinden u. s. w.; die Winde, Windung, Windel, Übe…

  8. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite X

    X quäle die Schüler nicht damit, sondern nehme sie bei Gelegenheit einige Male im Quartale, und wie sie der Zufall sonst gerade bringt, „als ein Bissen Kuchen unter das Brot". Selbverständlich braucht man auch die ganze Familie nicht auf ei…

  9. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XI

    XI wenn es sich darum handelt, aus einem Lesestücke, das gelesen und besprochen worden ist, die characteristischen Eigenschaften der darin vorkommenden Personen aufzufinden. Am ehesten kommen sie damit noch mit Hilfe eines Verbums zu Wege: …

  10. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XII

    XII als gute Frankfurter Jungen, neben zerrissen auch verrissen nennen und dazu als Beispiel angeben: mein Buch ist mir verrissen gangen; — oder die zu dem Verbum spotten neben verspotten auch ausspotten beibringen, und was dergleichen mehr…

  11. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIII

    Ml weisen — unterrichten, belehren, aufklären u. s. w.; befehlen — gebieten, verordnen, vorschreiben, anordnen, heißen u. s. w. Nur so kann man den Schüler befähigen, die in Aufsätzen so schwer zu beseitigende öftere Wiederholung desselben …

  12. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIV

    XIV familien gar nicht eher einordnen lassen, als man nicht die Zeit für gekommen hält, den Schülern etwas über den Bedeutungswandel zu sagen. Das gilt z. B. für Muße. Dies Wort gehört zu müssen, das ursprünglich bedeutet: „Platz, Spielraum…

  13. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XV

    XV Schülern recht klar zu machen, daß das Verbum finitum der Träger des Satzes ist, daß ohne ein solches kein Satz möglich ist, daß also jeder Satz mindestens ein Verbum finitum enthalten muß. 1. Prädikat und Subjekt. Daß Prädikat und Subje…

  14. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVI

    ZFl Lehre, die Lyon für den Unterricht verwendet wissen will, wäre nur das eine einzuwenden, daß nicht recht abzusehen ist, warum die Schüler auf der unteren und mittleren Stufe mit solchen Distinktionen geplagt werden sollen, die doch nur …

  15. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVII

    XVII 2. Analysieren von Sätzen. Daß beim Analysieren von Sätzen nicht mit der Aufsuchung des Subjekts (durch die Fragestellung: wer oder was thut oder leidet etwas? oder: von wem wird etwas ausgesagt?) zu beginnen ist, sondern daß zuerst da…

  16. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVIII

    XVIII Er'fügt aber hinzu: „Jedoch in Sätzen, in denen zwei Nomina als Subjekt und Prädikat mit einander verbunden sind, bezeichnet man immer dasjenige Wort als Subjekt, von dem etwas ausgesagt wird" u. s. w. Dies trägt meiner Ansicht nach d…

  17. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIX

    XIX attributiven Adjektiv auf eine Stufe zu stellen, und ebenfalls als Attribute anzusehen. Dem würde meiner Meinung nach abgeholfen, und man würde das Verständnis wesentlich fördern, wenn man zwischen Attribut im engeren und Attribut im we…

  18. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XX

    XX Attribut kennt, wird es ganz geläufig sein, daß z. B. 1) ein Thor von Eisen ebenso ein Attribut enthält, wie 2) ein eisernes Thor. Wenn er auch sieht, daß dort zur Bildung des Attributs ein Substantiv mit einer Präposition, hier aber ein…

  19. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXI

    XXI Daß man auch bei Annahme dieser Einteilung in jedem Falle sich die Wortart nennen lassen kann, durch die das Attribut ausgedrückt ist, versteht sich von selbst. Von allem diesem gehört nach Sexta nur das Einfachste und Verständlichste v…

  20. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXII

    XXII der deutschen Benennungen nur noch mehr belastet. Und doch wird man aus pädagogischen Gründen gerade auf der unteren Stufe nicht wohl auf diese letzteren verzichten können. Nur sollte man dabei als Grundsatz festhalten, nicht aus einer…