Mannheim
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  1. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 29

    61 Gott weiß allein die Zeit des Lebens hier auf Erden, Er hat sie schon bestimmt, du mußt nur wachsam werden. Sei allezeit bereit, mach' nur dein Testament, So machst du dich geschickt zu deinem letzten End'. So will ich denn mein Gut den …

  2. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 30

    82 Auf seinem Grabe errichtete eine dankbare Proselytin, die Frau des englischen Konsuls Usgate in Akkon (Ptolemais), in deren Hause er gestorben war, als Denkmal einen Marmorstein, welcher den Namen, Geburts- und Sterbeort des Heimgegangen…

  3. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 31

    63 Vom Mchertisch. 1. Von der Geschichte des jüdischen Golkes von Dr. Bäck, Lisia, Scheibel'sche Buchhandlung, liegt die 3. Lieferung vor, welche den Zeitraum von 200—1000 umfaßt. Sehr klar wird die Geschichte des Talmud dargestellt und des…

  4. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 32

    61 daher Palästina für die Juden zurückbehalten. Allerdings wären dieselben als Handelsleute ihrer größten Zahl nach und bei dem bunten Gemisch, welches sie heute darstellten, wenn sie aus allen Ländern zusammenkämen, noch nicht fähig, selb…

  5. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 1

    Dibre Cmeth oder Stimme« -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C. Hartmann, fortgesetzt von Je ft Dtpi* Nr. 5 u. 6. 1878. 34. Jahrgang. Hallesche Missionare in Göhmischer Gefangenschaft. 1. Die Gefangennahme. Im Ja…

  6. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 2

    68 Nacht sich an einem einfachen Strohlager genügen lassend. Mit den Juden kamen sie aller Orten leicht in den erwünschten Verkehr, und ihre Bücher fanden willige Abnehmer. Am 18. Februar gelangten sie bis Hohenmauth und kehrten in einem vo…

  7. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 3

    67 Sache." Der Richter aber befahl, daß die Gefangenen noch an demselben Abende in die Stadt und vor den Bürgermeister geführt würden; doch kamen sie an diesem Abende nicht mehr vor diese obrigkeitliche Person, sondern statt dessen in's Gef…

  8. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 4

    68 2. In Ketten. Am Morgen nach dieser Nacht erschienen drei Richter bei den Gefangenen und ließen sie zunächst durchsuchen, wobei sie ihnen denn auch all' ihr Geld abnahmen. Weil es unter demselben einige stark abgenutzte Münzen gab, schal…

  9. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 5

    69 inzwischen neu hinzugekommene weibliche Gefangene, die man auch für eine heimliche Hussitin hielt und die Deutsch verstand, erfuhren sie 'jetzt aber auch, daß sie von einander getrennt werden sollten, und konnten nun noch schnell die let…

  10. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 6

    70 entgegnete: „Mein lieber Herr, deuten Sie mir meine Antwort nicht übel. Ich glaube es wohl, daß ich bald aus dem Gefängniß käme, wenn ich solches thäte, aber ich darf cs nicht thun. In Gottes heiligem Wort steht geschrieben: Es ist nur e…

  11. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 7

    71 etwas Gutes haben lehren können, da er alle Tage etwas Gutes gefressen und gesoffen. Die alten heiligen Lehrer und Märtyrer haben ganz anders gelebt, in Höhlen und Wildnissen gewohnt und ein heiliges, strenges Leben geführt. Da hat Gott …

  12. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 8

    72 machen wollten. Der Vikar wollte diese Erklärung nicht annehmen, da es ja zahlreiche Juden im Brandenbnrgischen gebe. Die Gefangenen sagten ihm, daß eben diese bereits überall von ihnen besucht worden seien, und sie nun auch zu den ander…

  13. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 9

    73 des Gefängnisses Abschied und wünschten ihnen Gottes Segen. Jener oben erwähnte Polterer disputirte mit Wiedmann bis zum letzten Augenblick; endlich befreite ihn der Stadtrichter von der Gesellschaft desselben. Nun traten sie auf die Str…

  14. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 10

    74 hatte, nahm sie hier wahr und brachte die Kunde von ihrer Gefangenschaft nach Schlesien, von wo aus sie später Halle erreichte. Uehrigens nahte sich ihnen, als sie draußen auf dem Markte hielten, auch ein Soldat, der sie anwerben wollte;…

  15. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 11

    75 Wiedmann der Name eines Ungezogenen hussitischen Jägers fand, beschuldigte ihn Jener der heimlichen Gemeinschaft mit den Hussiten. Wiedmann wies die Beschuldigung zurück. Lächelnd führte der Richter darauf das lateinische Wort „Wenn, du …

  16. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 12

    76 zum Dechanten. Die Folgen blieben nicht lange aus. Jener Priester wollte auf alle Weise die Bekehrung der beiden Protestanten durchsetzen. Scheinbare Güte und Freundlichkeit im Angesicht der Ketzer und nichtswürdige Ränke hinter ihrem Rü…

  17. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 13

    77 Monate vor dem Verhör beieinander bleiben, miteinander beten, studirey, uns ermuntern und stärken und auf das Verhör vorbereiten." ■ „In dieser Vorbereitung legten wir das zum Grunde, daß, wenn wir die Wahrheit redeten, unsre Aussagen üb…

  18. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 14

    78 reden; wir Römischen kennen Gott und dienen ihm. Wie die Fische gefangen werden mit einem schädlichen Hamen, so werden auch die Gottlosen berückt. Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge." Darauf folgte eine ganze Reihe inqui…

  19. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 15

    79 mehr den Trumpf aus: „Wo Petri Stuhl und Gewalt ist, dazu haben wir Recht und Gewalt; unser sind die Schlüssel". Wiedmann aber ließ den Gegner nicht fahren: „Verspürt ihr in euch einen so großen Sieg wider die Pforten der Hölle aus der d…

  20. 1878-01-01 · 5-6 (1878) · page 16

    80 fett von Gott hat, der kann sein Pfund nicht vergraben. Haben Sie zwei oder drei Pfunde, so lassen Sie unser Pfund auch wuchern. Wir sehn Gott nicht als einen harten Mann an. Kommen wir doch in den Hauptlehren überein; so wollen wir denn…