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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
3-4 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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82 Auf seinem Grabe errichtete eine dankbare Proselytin, die Frau des englischen Konsuls Usgate in Akkon (Ptolemais), in deren Hause er gestorben war, als Denkmal einen Marmorstein, welcher den Namen, Geburts- und Sterbeort des Heimgegangenen und die Daten seines Geburts- und Todestages enthielt. Das Schicksal der Tempelgefäße. Bekanntlich hat Titus die heiligen Gefäße des Tempels von Jerusalem nach Rom gebracht, und sind dieselben dort als Triumphzeichen aufbewahrt worden. Als später der Vandalenkönig Genserich von Afrika aus seinen Zug nach Italien unternahm und im Jahre 455 Rom plünderte, raubte er auch die heiligen Gefäße der Juden und schleppte sie nach Karthago. Aber Belisar, der Feldherr des oströmischen Reiches, machte im Jahre 533 dem Reiche der Vandalen in Afrika ein Ende und nahm bei dieser Gelegenheit auch jene Gefäße in seinen Besitz. Kaiser Justinianus aber befahl, dieselben nach Konstantinopcl zu schaffen, um bei seinem Triumphzuge zu erscheinen. Bei dieser Gelegenheit nun, so wird in der Allgemeinen Welthistorie erzählt, welche Semler aus dem Englischen in's Deutsche übersetzt und herausgegeben hat, seien diese alten Zeichen auch von vielen Konstantinopoler Juden gesehn worden. Der Anblick derselben habe sie auf's Tiefste bewegt, und in seiner Gemüthserregung habe einer derselben ausgcrufen: „Diese Gefäße müssen an keinem andern Orte sein, als an demjenigen, den Salomo hierzu eingeweiht hat. Um ihretwillen ist Rom von Genserich erobert und Genserich dann wieder von den Römern überwunden worden." Sobald der Kaiser aber diese Worte gehört, die ihm als prophetische erschienen seien, habe er befohlen, daß die Gefäße sogleich nach Jerusalem gebracht werden sollten. Bis hierher hat der Herausgeber dieses Blattes nur das Schicksal der genannten Tempelgefäße verfolgen können. Hat Jemand eine weitere Kunde von denselben, so wird um Mittheilung dessen gebeten.

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