Mannheim
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  1. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 9

    41 Sie stehen während dieser 9 Monate ferne von uns, ganz unter dem Einfluß der abessinischen Christen, der in jeder Beziehung nachtheilig für sie ist. Am 5. April besuchte uns ein abessinisch-christlicher Debtera. Wir lesen mit allen Besuc…

  2. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 10

    42 unserer Gesinnung und führt einen tadellosen Wandel. Er ist einer der wenigen abessinischen Christen, der mit seiner Frau das heil. Abendmahl empfängt (d. h. kirchlich getraut ist; nicht kirchlich Getraute sind in Abessinien vom Abendmah…

  3. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 11

    43 Unerschüttert auch durch viele Leiden, die ihn heimgesucht haben, schreibt ferner Aba Goschu ein kurzes Glaubenswort, am 13. Aug. 1877 aber ist auch er heimgegangen. Die Schmerzens-Nachrichten theilt M. Aragawi in einem Briefe aus Djenda…

  4. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 12

    44 Unser lieber Br. Agasche ist auch hcimgegangen. Am 8. Sept. durste er zur Ruhe eingehen. Auf unserer Station wußte Niemand etwas von seiner Krankheit. Sie können sich denken, wie erschrocken und traurig wir wurden, als ein Bote uns die ü…

  5. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 13

    45 Abessinien abgesandte Br. Gobau einen Tag nach dem Boten aus dem Innern in Massua angekommen ist. Schon am 27. Nov. verließen sie Massua und sind nun längst zum Trost der Gläubigen auf den Stationen. Das Missionswerk aber geht unter alle…

  6. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 14

    46 geschafft werden müsse. Aber das „mehr Raum" genügt nicht; der lebenskräftige und zum Wachsen berufene andere Same im türkischen Reiche wird von jener dürr gewordenen muhamedanischen Ernte erdrückt und erstickt, und so hindert sie das La…

  7. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 15

    47 nicht dunkel; er verlangt nicht in seinen Tagen noch Frieden zu sehn, er sieht im Gegentheil „die große Zeit der Angst in Jakob" (Jer. 30, 7) vor der Thür, aber das alles sind ihm nur Vorboten, welche das Kommen des großen Zionskönigs na…

  8. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 16

    … gebracht, in das Ostjordanland hiuüberzuziehn und ihre Häuser und Aecker im Stich zu lassen; ja, ganze Ortschaften bei Hebron sind weggezogen. Daß die Kriegsleiden den Fanatismus der Muhamedaner gegen die Christen anstachelten, ist ja leicht erk…

  9. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 17

    …ntgegen, daß die Sichel durch die junge evangelische Saat unter den Armeniern Klein- Asiens gehn möchte. Die Gegend von Kars und Erzerum gehört ja zum armenischen Gebiete, und hier überall haben die Amerikaner eine reich gesegnete Säearbeit get…

  10. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 18

    …Wetter diesen Säemann nicht haben abhalten können, seinen Samen hinauszutragen. Kümmerliche Zeiten sind für das Werk zu Beirut in Syrien und im Libanon gekommen. Pfarrer Baarts sieht seine deutschfranzösische Gemeinde unter seinen Händen zusammen…

  11. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 19

    51 haben, höchstens lösen die Einen die Andern an einigen Stellen ab. Besonders erfreulich ist aber das herzliche Einvernehmen, das zwischen den englischen und deutschen Evangelischen auf dem gemeinsamen Arbeitsgebiete herrscht. Wir nennen …

  12. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 20

    52 Immer größer aber werden die Ansprüche, welche das vor allen übrigen in Palästina energischer in Angriff genommene Arbeitsgebiet, die Judenmission, stellt. Das heilige Land bevölkert sich zusehends wieder mit Juden; und, wenn erst einmal…

  13. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 21

    53 verwilderte und steinige Acker der Herzen durch die Pflugschaaren Gottes aufgewühlt werden muß, und sind dankbar und zufrieden, daß sie ihm hierbei Handlanger sein dürfen, dankbar und zufrieden um so mehr, wenn da und dort eins der Körnl…

  14. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 22

    54 Eilen) vollendet. Am 2. Sept. 1771 stellte sich bei dem evangelischen Geistlichen in Ellstadt, wie I. Beyer im zweiten Stück seiner fortgesetzten Nachrichten über die Hallische Judenmission vom Jahre 1778 erzählt, ein alter Jude, Namens …

  15. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 23

    …ekennen, der ihn zu seiner Erkenntniß gebracht. Am 1. Sept. 1771, dem 14. Sonntag nach Trinit., trat der Kirchvorsteher Nikolaus Schneider in Ellstadt bei seinem Pastor ein und erklärte ihm, daß er im Aufträge des greisen Inden Döble bei ihm erscheine und ih…

  16. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 24

    38 lange mehr leben werde; so begehre ich denn auch nichts weiter, als Gewißheit der ewigen Seligkeit zu erlangen, und eben deshalb bitte ich um weiteren Unterricht wie um Schutz gegen meine Widersacher". Der Pfarrer ließ hienach den Schult…

  17. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 25

    57 müthig und kindlich neigte sich auch seine Seele vor der Gnade Gottes in Christo. Am 12. Sept. befiel ihn äußerste Mattigkeit, und der Pfarrer besorgte seinen Tod. Da hob man ihn aus seinem Bette, brachte ihn in einen Ruhesessel in der u…

  18. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 26

    58 Die Haüe'schen Missionare. Die im Jahre 1728 von Prof. Callenberg in Halle gegründete Judenmissions-Anstalt („das Jnstitutum") hat eine ganze Reihe von Missionaren ausgesandt, welche die Juden in Europa, Asien und Afrika ausgesucht haben…

  19. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 27

    …r gefunden hatte, von 1762—1763, in welchem Jahre er zu Halle an der Schwindsucht starb. 14. Johann Gustav Burgmann aus Güstrow in Mecklenburg von 1762—1765, später nach einander Pastor in Essen, an der Savoy-Kirche in London nnd endlich in Mühlhe…

  20. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 28

    60 bis 1792, in welchem Jahre die Anstalt mit dem Tode ihres jeweiligen Direktors, des Pastor Beyer in Halle, nach 63 jährigem Bestände einging. Direktoren der Anstalt waren nach einander gewesen: Der Gründer derselben, Professor D. Callenb…