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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
3-4 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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49 des Bannes, das Betreten des Bibelladens. Versuche, das Lokal selbst auszumiethen, sind glücklicherweise bisher noch nicht gelungen. Auch die griechisch-katholische Kirche trat eine Zeit lang feindlicher auf, ließ jedoch hierin nach, als ihr die durch den Krieg auch für sie gesteigerte Geldnoth empfindlicher wurde. Am Schmerzlichsten war es für das evangelische Häuflein im heiligen Lande, daß die evangelische Sekte der „Tempelfreunde" immer offenbarer einen Riß durch dies kleine Lager zu machen beginnt. Die etwa 800 meist würtembergischen Glieder der Tempelgemeinde entfalten ja eine rege Thätigkeit im heil. Lande, um ein Gemeindeleben in gesunder, ökonomischer Gestalt in ihrer Mitte darzustellenaber es fehlt ihnen an dem Sinne für Gemeinschaft mit den übrigen Glaubensgenossen. Wenn sie eine höhere Lehranstalt, in welcher Tempelvorsteher herangebildet werden sollen, bei Jerusalem eröffnen, so ist dagegen nichts zu erinnern; wenn sie aber auch eine niedere Schule einrichten, während doch Jerusalem bereits genug evangelische Schulen besitzt, so scheinen sie es eben auf einen Kampf mit den deutschen Brüdern um jeden Preis abgesehn zu haben. Der sektirerische Geist tritt aber auch dadurch in immer ernsterer Gestalt bei ihnen hervor, daß sie Taufe und Abendmahl innerhalb ihrer Gemeinschaft in das Belieben jedes Einzelnen gestellt haben. Mit besonderem Bangen aber sehn wir dem entgegen, daß die Sichel durch die junge evangelische Saat unter den Armeniern Klein- Asiens gehn möchte. Die Gegend von Kars und Erzerum gehört ja zum armenischen Gebiete, und hier überall haben die Amerikaner eine reich gesegnete Säearbeit gethan. Die Türkei hat dies Werk wenigstens geduldet, wenn sie ihm gleich des Oefteren hindernd in den Weg getreten ist. Rußland hat einst die evangelische Mission unter den Armeniern seines Gebietes unterdrückt; wie wird es werden, wenn nun das russische Reich neue große Strecken des türkisch-armenischen Landes annektirt? denn einen Zuwachs wird es hier sicherlich erlangen. Sind doch die Armenier, die unter russischer, persischer und türkischer Herrschaft, zerstreut aber auch in Indien leben, ein ganz besonders wichtiges Element unter den Völkerschaften Asiens; sind doch sie geistbegabt vor allen ihren Nachbarn, und die Evangelischen in ihrer Mitte, die ja bereits nach Tausenden 4

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