Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 34 (1878)
- Issue
- 3-4 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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so zählen, eine rasch aufblühende Pflanzung Gottes. Leider fühlt Rußland zwar für die unterdrückten slavischen Christen griechischen Bekenntnisses herzliche Sympathie und setzt für dieselben Gut und Blut gegen ihre Unterdrücker ein, aber den andern Christen gegenüber hat es schon so manche Schuld auf sich geladen. Die aufkeimende armenisch-evangelische Gemeinde in Cilicien zu Aintab hat die vereinte Feindschaft der übrigen Armenier und Türken von Anfang an zu ersticken versucht; bisher aber ist es ihnen nicht gestattet worden, dieselbe auszureuten. Der ja bekanntlich daselbst wirkende und zur ev. Kirche übergetretene armenische Bischof Megherditsch hat seine Arbeit unter lauter eisigen Herbst- und Winterstürmen thun müssen, so daß sie eben auch nur unter vielen Unterbrechungen fortgeht, aber dennoch bleibt sie nicht liegen. Die Geschichte des Kirchbans zu Aintab stellt recht eigentlich im Bilde dar, wie schwer es doch den Evangelischen in jenen Gegenden gemacht wird, ihre Pflanzungen aufzubringen. Ehe der Boden für den Bau des Gotteshauses bewilligt ward, waren viele Jntriguen zu überwinden, und da mm die Kirche aufgeführt zu werden begann, hat die Feindschaft von allen Seiten immer wieder einen Stillstand des Angefangenen herbeizuführen gewußt; jetzt aber, da das Mauerwerk 12 Fuß über den Erdboden hinausragt, fehlt es an Geldmitteln, so daß die Kirche unvollendet dasteht. Dennoch schaut das Glaubensauge des demüthigen Bischofs zuversichtlich nach Oben, er weiß, daß ihm die Hülfe wieder kommen wird, wie stets bisher. Unter die wilden Kurden ist trotz aller Kriegswirren wieder der eingeborne Geistliche Carabet Stephan gegangen. Nachricht, was er da gethan, liegt freilich nicht vor, denn die Verbindungen sind abgeschnitten. Aber es ist doch ein schönes Ding, daß alle Wetter diesen Säemann nicht haben abhalten können, seinen Samen hinauszutragen. Kümmerliche Zeiten sind für das Werk zu Beirut in Syrien und im Libanon gekommen. Pfarrer Baarts sieht seine deutschfranzösische Gemeinde unter seinen Händen zusammenschmelzen; seit 5 Jahren ist sie von 170 auf 120 Mitglieder zurückgegangen; in Damaskus zählt sie nur noch einen Angehörigen. Die Amerikaner hingegen sind auch an dieser Stelle recht wirksam auf dem Plane. Und nun im heiligen Lande! Bisher sind die evangelischen Arbeiter daselbst noch von keiner Stätte gewichen, die sie besetzt