Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 34 (1878)
- Issue
- 3-4 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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44 Unser lieber Br. Agasche ist auch hcimgegangen. Am 8. Sept. durste er zur Ruhe eingehen. Auf unserer Station wußte Niemand etwas von seiner Krankheit. Sie können sich denken, wie erschrocken und traurig wir wurden, als ein Bote uns die überraschende Nachricht brachte: Debtera Agasche ist gestorben. — Der liebe Bruder war uns sehr theuer, besonders aber mir. Seine irdischen Ueberreste wurden in die Gruft in der Kirche Abuna-Tekla-Haimanot in Assoso, wo der liebe Samani ruht, hinabgesenkt. Debtera Bern, Sanbatu, Kende-Fanta, Gebra, Egsiabher und viele unserer Proselhten waren schwer krank, zum Theil sind sie es noch. Bern schwebte eine ganze Woche zwischen Leben und Tod. Tag und Nacht saßen wir bei ihm und pflegten ihn. Dank sei dem allmächtigen Gott, daß Er unsere Gebete erhört und ihn gesund gemacht hat. Wie Sie leicht begreifen werden, konnten wir seit unserer Rückkehr aus Quara keine weiteren Missionsreisen machen. Unser Missionsdienst bestand im Besuchen und Pflegen der vielen Kranken. Beten Sie für uns, daß der Herr sich unserer erbarme, sein Antlitz zu uns wende und die schwer krank Daniederliegenden gesund mache. — Da wir hoffen und glauben, daß Sie dies Jahr zu uns kommen, wenigstens bis Mattama, möchte ich Sie bitten, einige äthiopische N. Testamente mitzubringen. Auch an Schreibpapier, Tintenpulver, Tintenfässern, Rasirmessern und Arzneien-haben wir großen Mangel. Als Ras-Adal von Godjam Djenda ausplündern ließ, haben die Soldaten mein Harmonium zerbrochen, in der Meinung, Thaler darin zu finden. Ich bin sehr betrübt darüber, denn wir haben oft und viel zum Preise Gottes und zu unserer Stärkung gespielt und gesungen. — Sehr erstellt war ich, daß Sie uns die Genehmigung sandten, eine Rettungsanstalt zu gründen, und liebe Freunde bereits Beiträge sandten. Wir wollen einen kleinen Anfang machen und sehen, wie der Herr den Fortgang giebt. Tausendmal Dank den lieben Freunden für die Liebesgaben. Der blinde Falaschaknabe (Proselyt) ist natürlich ganz auf uns angewiesen. Er ist ein lieber, frommer Junge und hat eine große Freude am Lernen, und Auswendiggelerntes Andere zu lehren. Er läßt Sie herzlich grüßen und bitten, ihn nicht zu vergessen." So weit für dieses Mal die Mittheilungen aus den angekommenen Briefen. Hirizugesügt sei nur zunächstdaß der nach