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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
3-4 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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58 Die Haüe'schen Missionare. Die im Jahre 1728 von Prof. Callenberg in Halle gegründete Judenmissions-Anstalt („das Jnstitutum") hat eine ganze Reihe von Missionaren ausgesandt, welche die Juden in Europa, Asien und Afrika ausgesucht haben, um sie zu Christo zu rufen. Wir hoffen, wenn Gott Gnade dazu giebt, über diese Männer und ihr Werk noch öfters zu berichten, wollen heute aber zunächst nur ihre Namen, die Zeit ihrer Wirksamkeit und ihre späteren Aemter nennen. Bemerkt sei allein noch zuvor, daß es der Regel nach Kandidaten waren, die ihre Universitätsstudien beendigt hatten, welche das Missionsamt übernahmen, und daß die Direktoren ausdrücklich wünschten, dieselben nicht beständig in diesem Werke beschäftigt zu sehn, sondern daß sie später in den gewöhnlichen Kirchendienst träten. Man stellte stets junge, unverheirathete Männer an, um mit den knappen Mitteln möglichst viel auszurichten, und womöglich alle Einnahmen aus die direkteste Weise für das Werk selbst zu verwerthen. Der erste der Missionare nun, welcher bereits von 1728—1730 auf eigene Kosten und aus eigenem Antriebe unter die Juden mit der Botschaft des Evangeliums gegangen war, ist 1. der Magister Wiedmann gewesen. Derselbe stammte aus dem Würtembergischen, war bei der Anstalt von 1730—1739 beschäftigt und verließ dann dieselbe. Später einmal, will's Gott, über diesen trefflichen Mann und Erstling unter den Missionaren mehr. 2. Manitius von 1730—1742, hernach Hofprediger in Nienburg und zuletzt Pastor in Köthen. 3. Magister Stephan Schultz aus Flatow im heutigen West- Preußen, von 1736—1756, hernach Oberdiakonus an St. Ulrich in Halle, wo er 1776 stirbt. 4. Kypke aus Königsberg in Preußen von 1743 bis Ende des Jahres, wo er Lehrer am Haüe'schen Waisenhaus wurde; hernach Magister legens an der dortigen Universität und 1745 Professor an der Universität Königsberg. 5. Leske aus Königsberg in Preußen von 1743 bis Ende des Jahres, wo er gleichfalls Lehrer am Halle'schen Waisenhaus wurde, später Pastor in der Lausitz.

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