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  1. 1876-01-01 · 1876 · page 96

    Ö2 Schnittes von der Bekehrung stelltJ) und dessen Bedeutsamkeit dadurch bekundet; wenn er ferner die Wichtigkeit der öffentlichen Ermahnung für die Selbstprüfung und Besserung der Menschen betont, die Propheten als Muster dafür anführt und…

  2. 1876-01-01 · 1876 · page 97

    93 ARISTOTELES und der demselben zustimmenden Philosophen1) bei: der in Wahrheit Tugendhafte übe das Gute in Uebereinstimmung mit sein…

  3. 1876-01-01 · 1876 · page 98

    94 werden aber nach talmudischem Sprachgebrauche besser einfach als «Gesetze» (מצוות) —oder auch als «Rechte» (1(משפטים) — bezeichnet. Sie entsprechen der sittlichen Natur des Menschen, sind eigentlich für jeden Tugendhaften zugleich Gebote…

  4. 1876-01-01 · 1876 · page 99

    …positiven Gesetze (עילות מצות השמע) zu üen dem Geiste obliegenden, wiewohl nicht Jedem erfüllbaren Aufgaben; — über ibn ZADDIK S. S. 17, A. 5; üb. ABR. IBN ESRA S. 21, A. 5. 2) Buch d. Ges., Verb. 365; H. Meit VIII, 8; H. Tem. IV, 13; Mor. 111,26…

  5. 1876-01-01 · 1876 · page 100

    96 gegen die Auseinandersetzung in der Einleitung zu Äbot einen Wider- Spruch darin nicht finden, dass M. an einer andern Stelle die auf dem Wege der Selbstbeherrschung errungene vollendete Tugend, in der schliesslich Neigung und Pflicht zu…

  6. 1876-01-01 · 1876 · page 101

    97 einen Zweck1). Durchweg erkennbar sei derselbe allerdings nur bei Menschenwerken; bei den Schöpfungen Gottes oder Naturerzeugnissen nur zum Theil2), während ein Rest für den kurzsichtigen Menschen unergründlich bleibe 3). Oberster Zweck …

  7. 1876-01-01 · 1876 · page 102

    …I, 1—7. 2) Vgl. Mor. II, 4—6. 10. — Die in unserer Hauptstelle {EM. zu Sank. X) hierbei genannten Philosophen sind wohl alfarabi (Princip. S. 8׳ f.), ibn sina (bei SCHAHRAST.-HAARBR. II, 269) und GAZZALI an einer mir nicht mehr genau erinnerliehen …

  8. 1876-01-01 · 1876 · page 103

    99 erkenntniss ist das höchste Gut und der letzte Zweck (הטובה והתכלית האחרון) des menschlichen Daseins. Sie sichert das ewige Lehen, da — wie die bedeutendsten Philosophen lehren *) — die Seele mit Gott, dem erhabensten Gegenstände ihrer E…

  9. 1876-01-01 · 1876 · page 104

    kenntniss, die wahre Glückseligkeit1) des Menschen nach M. ausmacht, haben Genüsse und Güter anderer Art, als Zweck betrachtet, nur einen scheinbaren Werth. Als Scheingüter (טובות מדומות) erweisen sie sich, wenn sie, wie nicht selten vorkom…

  10. 1876-01-01 · 1876 · page 105

    …n nicht ganz als Mittel und Vorstufen für die dianoetischen betrachtet (JSfJE. X, ■7. 8; vgl. I, 11. 18). M. folgt hier alfarabi (Princip. S. 5. 18. 42 f.), ibh sina (s. schahrast. II, 278 Haarbr.) und gazzali (M. Zed. S. 45. 47. 110). — Ueber den …

  11. 1876-01-01 · 1876 · page 106

    102 hebt den Menschen zur höchsten Stufe, verbleibt ihm selbst und verschafft ihm ewige Fortdauer. Das besagen denn auch, schliesst M. diese Auseinandersetzung, die Worte des Propheten (Jer. 9, 23), wenn er weder die praktische Lebensweishe…

  12. 1876-01-01 · 1876 · page 107

    …s nur äusserlich Ueberlieferte auf dem Wege des Beweises zum geistigen ג) Mor. III, 23. Geistreich wird das. die Stelle Ijob 42, 5. 6 in diesem Sinne gedeutet. 2) Mor. I, 34, Grund 3. Vgl. Jes. hat IV, 13. Dasselbe sagt schon saadia in Em., Ein…

  13. 1876-01-01 · 1876 · page 108

    104 Eigenthum und zugleich zu einer sichern Grundlage für die genaue Feststellung des sittlichen Lebenswandels wird1). Doch das sittliche Leben ist nach M. nicht nur in seiner durchaus bewussten Vollendung Blüthe und Frucht der festbegründe…

  14. 1876-01-01 · 1876 · page 109

    105 dem es an Erkenntniss gebricht, zwar dem unsittlichen Denker vorzuziehen, aber doch nicht vollkommen sei, weil sein Thun in Ermangelung richtiger Erkenntniss nicht die erwünschte Festigkeit und richtige Art besitze1). Es stimmen die Phi…

  15. 1876-01-01 · 1876 · page 110

    106 ist1): so ist es nothwendig, das Leben so einzurichten, dass das höchste Gut auch sicher erreicht werde. Dazu giebt nun M. wiederum in der Einleitung zu Abot2) die erforderlichen Weisungen. Es giebt Einen Zweck, beginnt er, auf den alle…

  16. 1876-01-01 · 1876 · page 111

    …ln, da das 1) Dasselbe in Deot III, 2 und Mor. III, 8. Bei dem die Lust — PLATO und AA. gegenüber — in Schutz nehmenden Aristoteles (NE. X, 2 ff.) finden sich nur Anklänge und mildere Aeusserungen in diesem Sinne, z. B. NE. II, 9: 7u<xvtI &s p.aX1a׳ra…

  17. 1876-01-01 · 1876 · page 112

    108 Streben nach dem Nützlichen im Grunde ebenfalls nur einer Lust, nämlieh einer Lust an der Gesundheit des Körpers u. s. w. dient. Der Mensch muss vielmehr die leibliche Gesundheit und die Verlängerung des Lebens nur als Mittel für sein S…

  18. 1876-01-01 · 1876 · page 113

    109 Wer also die wahre Erkenntniss Gottes als höchsten Zweck seines Lebens ins Auge fasst, der wird, sagt M., in Thaten und Worten viel ersparen und auf glänzenden Aufwand keinen Werth legen, es sei denn, dass derselbe seinem Geiste zur Erh…

  19. 1876-01-01 · 1876 · page 114

    110 C. Stufen in der!Erlangung de» höchsten Gutes, Die Stufenleiter religiöser und geistiger Entwickelung unter den Menschen von dem Zustande völliger!Rohheit und Abwendigkeit bis zum höchsten Gipfel wahrer Gotteserkenntniss und Gottesgemei…

  20. 1876-01-01 · 1876 · page 115

    111 desMenschennicht erreicht, sondern stehen zwischen Menschen und Affen in der Mitte. II. Den Einwohnern der Residenz, die dem Palaste des Königs den Rücken kehren, sind die Irrlehrer und deren Anhang zu vergleichen. Sie haben zwar eine M…