Mannheim
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  1. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 20

    116 andern Rabbiner schicken. Unterdcß kam der junge Mann zu mir und sagte zu mir: Gicbt cs noch eine Gnade für einen Solchen, der wie Judas seinen Meister verrathen hat? Er fiel mit mir auf seine Kniee, Thränen wahrhaftigen Schmerzes wurde…

  2. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 21

    117 finden. Wir aber wollen ihnen eben bringen, was ihrer Seelen Verlangen zu stillen im Stande ist. Vor einigen Jahren, fuhr der Redner fort, las ich eine rührende kleine Geschichte in dem Blatte der Londoner Mission, den „Jcwisch Intellig…

  3. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 22

    118 Angesichts alles dessen aber, was solche Zeugen Christi aus der Herzensgeschichte auch des heutigen abtrünnigen Israel heraus wieder mitgetheilt haben, frägt Rev. W. Lefroy: Hat Gott sein Volk verworfen? und antwortet: „Nein, sondern wi…

  4. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 23

    1 119 auf eine 300 Fl. übersteigende Summe lautete, so wurde die Sache vor das Schwurgericht verwiesen. Die Anklage aber lautet: „I. Goldstern, 32 Jahre alt, verheirathct, evangel. Religion, stammt von jüdischen Eltern, die in Lemberg wohnt…

  5. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 24

    120 langem Herumsuchen ist es möglich geworden, seiner im Missions- Hause zu Barmen, Preuß. Rheinprovinz, habhaft zu werden." Dies die Anklage des Staatsanwaltes. I. Goldstern ist ein Mann von intelligen…

  6. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 25

    121 selbst die dortige Küche konnte ich nicht vertragen. Ich begab mich daher durch die Wallachci und Ungarn nach Pesth, mit einem Schreiben an Herrn Pastor König in Pesth versehn, durch dessen Vermittelung ich auch Hernachmals eine Stellun…

  7. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 26

    Reiiihold früher oft meiner Mutter Gefälligkeitswechsel gegeben. Ich dagegen habe lediglich diese Wechsel in den Banken realisirt; ob sie aber gefälscht waren, kann nur meine Mutter sagen; jedoch hat früher Niemand eine derartige Klage erho…

  8. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 27

    123 nommen. In Folge dessen sieht sich der Staatsanwalt auch genöthigt, die Anklage auf Wechselfälschung zurückzuziehn. Es blieben mithin nur noch die Beschuldigungen betr. die Ohrringe bei Raps und die Fingerringe bei Zipper, über welche d…

  9. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 28

    124 selbst an ihnen begonnen, auch bis zu seinem Tage an ihnen vollenden wolle. Aber freilich, ein Stück Judenmissionsgeschichte ist auch diese Gerichtsverhandlung. Verborgene in Israel. Ein Reisepredigcr aus der Brüdergemeinde erzählt: Als…

  10. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 29

    135 So soll es unter den Inden noch manchen Nikodemus geben, den eben nur der Herr kennt. Es giebt aber auch, und selbst unter den Hochangesehcnen, Seelen, welche sich am Tage zum Evangelium zu bekennen wagen. Die 17 jährige Tochter Rothsch…

  11. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 30

    126 Ich habe erneu Gruß zu bringen aus Norwegen, dem Lande der Mitternacht und der Mitternachts-Sonne. Die Zeit der Mitternacht, das ist eine trübe Zeit, und auch in geistiger Beziehung scheint die Mitternachts-Sonne vielfach trübe. So ist'…

  12. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 31

    127 aber jetzt lieben unsere Missionsfreunde auch Israel. Ich will zum Schlüsse noch ein Wort davon sagen, wie wirklich bei uns die Laien vorangegaugen sind und zwar besonders die einfachen frommen Leute, welche im Kämmerlein aus den Knieen…

  13. 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 32

    128 bracht. Als ich die Universität Christiania bezog, mußte ich für Israel auftreten und sprechen. Da nun im Jahre 1864 ein Central- Comite für Israel gebildet wurde, unternahm ich noch als Student die Herausgabe eines Missivnsblattes für …

  14. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 1

    Dibre Emeth ober Stimmen -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C. Hartmann, fortgesetzt von I. de le Roi. Nr. 9 u. 10. 1876. 32. Jahrgang. Wie-er ein Schritt vorwärts. Nachdem seit den Tagen M. Mendelssohns die deu…

  15. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 2

    130 über die Erhaltung des - talmudischen Judenthums und über die Anpassung des gesammten jüdischen Wesens wie seiner Religion an die Neuzeit und ihren Geist. Aber damals hatten die Juden noch einen gemeinsamen Kampf um die Erlangung des vo…

  16. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 3

    131 einander theilen, einander völlig widersprechende geworden seien, und der Gegensatz ein unversöhnlicher, so bleibe eben nichts Anderes mehr übrig, als die natürliche Zusammengehörigkeit zu opfern und damit dem Religiösen jene erste Stel…

  17. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 4

    IST Eine Bewegung dieser Art muß aber die Theilnahme eines jeden religiöse Sachen irgendwie ernsthafter behandelnden Menschen erwecken; und in unsrer Zeit, in welcher die religiöse Frage bereits auf dein ganzen Völkergebiete ihre entscheide…

  18. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 5

    188 Menschheit führen. Die Versöhnung der jüdischen Religion oder des Talmudismus mit der Kultur der Völker wurde damals als die neue Aufgabe hingestellt; und selbst unsere Orthodoxesten in Deutschland sind seitdem allmählig dahin gelangt, …

  19. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 6

    134 wirkt und arbeitet es mit an ihrer Geistesarbeit, an ihrem Nationalwesen, an ihren Aufgaben, so entfremdet es sich seinem heiligen Zwecke und verliert seinen hohen Charakter als Gottesvolk. Die alte Orthodoxie brach also über Mendelssoh…

  20. 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 7

    135 gewesen oder sind es noch und haben sich theilweise von jeder Gemeinschaft mit den übrigen Juden losgesagt. Nun aber wird es kaum mehr möglich sein, Behauptungen aufzustellen, welche allein auf die Unwissenheit berechnet waren. Es geht …