Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 7-8 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 Angesichts alles dessen aber, was solche Zeugen Christi aus der Herzensgeschichte auch des heutigen abtrünnigen Israel heraus wieder mitgetheilt haben, frägt Rev. W. Lefroy: Hat Gott sein Volk verworfen? und antwortet: „Nein, sondern wir verlassen uns mit dem Apostel Paulus, welcher doch die Verstockung Israels gepredigt hat, auf die Verheißungen, und wollen deshalb noch weiter mit nicht nachlassendem Glauben und Vertrauen vorwärts blicken, im Glauben daran festhaltend, daß die Zeit der Erlösung Israels nahe herbeikommt, da der Herr der Hcerschaaren auf dem Berge Zion herrschen wird und in Jerusalem und vor seinen Aeltcsten in Herrlichkeit." Eine Gerichtsverhandlung. Alle Worte unsers Heilandes erweisen sich immer wieder als Wahrheit. Er hat gesagt: „Ihr müsset gehastet werden von Jedermann um meines Namens willen" und „Ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter, und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein." Im Folgenden werden wir dies wieder wörtlich erfüllt sehn. Wir lassen über die Sache selbst aber eine ganz weltliche Stimme reden, die Gazeta Narodowa in Lemberg, die in keiner Weise irgend welche Missionsshmpathieen kennt, und von deren hier abgedrucktem Gerichtsverhandlungsberichte man auch nur sagen kann, daß er gegen die in Frage stehende Person nicht feindlich auftritt. Um so mehr spricht die Sache für sich selbst. Die Uebersetzung verdanken wir dem Missionar Goldinger in Breslau, das Zeitungsblatt dem Missionar Lotka in Lemberg, der es dem Herausgeber der Dibre Emeth, welcher mit dem Verklagten in näherer Verbindung als Missionar gestanden hat, gütigstübersandte. Die Uebersetzung also lautet: Lemberg, 1. Juni 1876. Ein Missionar. Isidor Goldstern, angeklagt, einige hiesige Goldschmiede betrogen zu haben, sollte am 6. Februar c. vor dem gewöhnlichen Gerichte erscheinen. Sein Schwiegervater Bernfeld aber denuncirte ihn beim Staatsanwalte, daß er Wechsel gefälscht und sich dadurch bedeutende Summen verschafft habe. Da die Anklage des Betrugs