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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
7-8 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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135 So soll es unter den Inden noch manchen Nikodemus geben, den eben nur der Herr kennt. Es giebt aber auch, und selbst unter den Hochangesehcnen, Seelen, welche sich am Tage zum Evangelium zu bekennen wagen. Die 17 jährige Tochter Rothschilds theilte zahlreiche Neue Testamente aus und versicherte, daß auch sie fleißig in demselben lese. Unerwartet ries der Herr auch dieses Pflänzlein von der versuchnngsvollen Welt ab zum großen Schmerz der Eltern. Ihr Herz war noch nicht von der Welt umstrickt. Dies sind, schloß die Dame, zwei Beispiele, welche mir im letzten Jahre bekannt geworden sind; wie viele mag es aber noch geben, die nur das Auge des Allmächtigen kennt! Aus Norwegen. Pastor Schwarz in Berlin hat ein kleines Büchlein „Bilder aus Norwegen" (Berlin 1876. Verlag der Judenmissionsgesellschaft. Preis 20 Pf.) herausgegeben, welches uns auf's Trefflichste in die freie christliche Arbeit jenes nordischen Landes einführt. Ein Mann ist es besonders, mit dessen Namen die neueren Bestrebungen verbunden sind, das evangelische Volk Norwegens, welches, in Folge der überaus ungünstigen Naturverhältnisse und der staatlichen Bevormundung der Kirche, geistlich höchst ungenügend versorgt ist, in seinem religiösen Leben zu heben und zu pflegen. Derselbe Mann hat nun aber seine Liebe nicht allein dem eigenen Volke zugewandt, sondern die eine Liebe hat eben viel Liebe in ihm geweckt und auch Israels Heil ihm zu einer Herzenssorge gemacht: es ist der Kandidat P. L. Härem aus Christiania. In den Apriltagen 1870 wohnte derselbe auch den Versammlungen der Judenmissionsgesellschaften, welche in Deutschland arbeiten, bei und hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, an die obiges Büchlein, nachdem ihrer bereits früher einmal in unserm Blatte kurze Erwähnung geschehn, wieder erinnert. Sie ist es werth, daß sie ganz gelesen wird, und so lassen wir dieselbe hier folgen: „Liebe, theure Brüder! Ich habe das Gefühl, daß ich sehrschlecht deutsch spreche, aber ich muß ein wenig sprechen, da mir das Glück zu Thcil geworden ist, unter den lieben Brüdern zu sein.

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