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135 war Sache kalter Berechnung. Die Bürger berechneten, wie groß der Vortheil für sie wäre, wenn sie ohne Concurrenz auf dem Platze stünden, und machten ein Angebot, wie viel sie zu zahlen gesonnen wären, wenn die Juden ausgetrieben werden…
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136 Den in solcher Weise privilegirten Juden war es aber verbocken, unter sich eine Gemeinde zu bilden, einen Rabbiner rc. zu bestellen und man wies ifjuett besondere Häuser zum Wohnen an. Man trug sich auch mit dem Gedanken, ein eigenes Gh…
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137 meister" der Häuser, in welchen sie wohnten, welche über daA Thun und Lassen der Juden der Polizei Bericht zu erstatten hatten. Diese Hausmeister mußten unverheiratet sein, damit nicht etwa ihre Weiber und Kinder zum Judenthume verleite…
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— 138 für das Aerar. Kein Jude durste ein Haus ankaufen, was in früherer Zeit in Wien nie verboten war, und derjenige, der eine Wohnung miethete, mußte, bevor er dieselbe bezog, der niederösterreichischen Negierung davon die Anzeige machen.…
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139 das Entstehen d er Gemeinde datirt werden; denn nun war die Norm gegeben, nach welcher es dem Juden gestattet war, in Wien lebenslang zu wohnen. Vis dahin war selbst der zeitweilige Aufenthalt Sache der Gnade oder der Willkür. Von da ab…
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140 „Toleranz" höchst selten ertheilt, und durch das Absterben der Familienväter, die diese Begünstigung besaßen, verminmindert; daß künftig die Toleranzertheilung blos auf Juden, welche das Großhandlungsbefugniß im gehörigen Wege nach Ausw…
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141 — bette sich die Zahl der toterirten Familien *) , so daß im Jahre 1848, wo diese schmachvolle „Toleranz" aufhörte, blos 118 tolerirte Familien in Wien lebten, obschon man unter Kaiser Ferdinand minder rigoros bei Ertheilung dieser Gnad…
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142 acker — als denjenigen Ort, aus welchem das kräftige Wiener Gemeindeleben, wie es jetzt besteht, sich entwickeln sollte. Zur Darstellung dieses Momentes müssen wir wieder auf die Ausweisung der Inden im Jahre 1670 zurückgreisen. Seit de…
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143 und Zacharias Lewy in ihrem und der übrigen Erben Namen ihren Antheil oder ihr Recht ihrem Oheime, dem genannten Rabbiner Israel Lewy in Ungarisch-Brod. Dieser behielt jedoch das Recht nicht lange, da er keinen Gebrauch davon machen kon…
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…sacker gehöre den Oppenheimer'schen Erben und deren Pflicht sei es daher, das Spital zu erbauen. Diese wieder gaben an, Samuel Oppenheimer habe blos den Gottesacker und nicht auch das Spital erkauft, und so wollte Niemand den Neubau unternehmen. Die Hofkamme…
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145 erlaufen; hingegen solle der Jndenschaft ansgetragen werden zur Erbauung ihres allenthalben schon baufällig befundenen Krankenspitals sogleich die Anstalten zu treffen." Die Jndenschaft wollte sich jedoch nicht so schnell entschließen, …
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146 Als es sich daher darum handelte, den Contract mit dem Baumeister abzuschließen, wollte Niemand denselben unterschreiben, da ein persönliches Obligo die Folge der Unterschrift gewesen wäre. Die Judenschaft wendete sich daher an die Hofk…
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147 handelte es sich auch darum, die jährlichen Kosten des Spitals zu decken. Der Kostenüberschlag war: Der Arzt erhält .fl. Der Chirurg. ... Der Spitalvater.„ Dessen Gehilfe.. Das Chorstift zu St. Stefan .... „ Steuer, Reparaturen, Schorns…
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148 Wir wollen hier keine Bemerkung zu dem im Ueberschlage angeführten Posten „Chorstift zu St. Stefan" machen. Die Juden hatten eben außer den verschiedenen Steuern, die sie zahlen mußten, auch der katholischen Kirche einen Zoll zu erlegen…
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149 Trotzdem jedoch die Juden keine Gemeinde bilden dursten, hatten sie doch gewisse gemeinsame Institutionen, Betlocal und Vorbeter rc. Ein Rabbiner-Stellvertreter, der in rituellen Fragen Bescheid gab, mußte ebenfalls bestellt werden. Es …
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150 wurden. Im Jahre 1807 machte sogar die Polizei-Oberdirectiom den Vorschlag, „um Streitigkeiten zu vermeiden," wolle sie selbst stets die Vertreter einsetzen. wie sie dieses im Jahre 1806 wirklich gethan hat. Doch die Vertreter remonstri…
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5. Die Juden sollen zu Staatsämtern zugelassen werden. 6. Die Hochzeitstaxen sollen in gleichem Maße für die Juden wie für die Christen sein; die Trauungsinstrumenle -los hebräisch vorgelesen und die Nothwendigkeit der Anwesenheit eines Pol…
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152 zuheben un& die Aufschrift am Judenamte: „Für Juden, Sesselträger und Fiaker" abzuändern. 10. Die voetorLZ der Medicin und der Jurisprudenz, welche Israeliten find, die an einer inländischen Universität graduirt wurden, sollen in die Wi…
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153 Realitäten überhaupt wurde jedoch nur zur Errichtung von Fabriken gestattet und zwar war der Besitz derselben nur für die Dauer des Betriebes erlaubt. Der weitere Verlaus dieser Angelegenheit ist bekannt. ad 5. bemerkt die Hofkanzlei, k…
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154 ad 6. wurde bestimmt, daß die Trauungstaxe unter dem Titel: „Schleiertaxe" fortzubestehen habe; auch wollte mall nicht von der Anwesenheit eines Polizeicommissärs bei den Trauungen Umgang nehmen; bezüglich des Trauungsinstrumentes (Keth…