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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 146

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 146 (sequence 166)
Language
German
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146 Als es sich daher darum handelte, den Contract mit dem Baumeister abzuschließen, wollte Niemand denselben unterschreiben, da ein persönliches Obligo die Folge der Unterschrift gewesen wäre. Die Judenschaft wendete sich daher an die Hofkanzlei (präsentirt 26. Nov. 1788) und setzte die bestehenden Verhältnisse auseincn ' er: .... „Hiebei können Unterzeichnete nicht unterlassen, daß bei Gelegenheit einer jeden die gesammte allhier tolerirte Judenschast betreffenden Anliegenheit sich immer in Absicht der von denen gesammten Abgebern sollende Meinung die großen Beschwerlichkeiten sich ergeben, weilten nach der allhier bestehenden Ordnung denen Unterzeichneten eine unter einem Vorsteher stehende Versammlung oder Gemeinde vorzustellen nicht erlaubt ist, mithin jeder, der zu einer Zusammentretung eingeladen wird, mix nach seiner Willkür erscheint und nachhin sich von dem durch die Erschienenen gemachten Schluß sich befreit zu sein vermeint" .... Sie schlugen daher vor, daß es gestattet werde, eine Deputation zu wählen, welche im Namen der Judenschaft handle und sie zu vertreten berufen ser. Die Ausgaben sollten durch den Fleischkreuzer gedeckt werden. Diese Vorschläge wurden am 17. Juni 1792 genehmigt und die Wiener Juden, wenn sie auch keine Gemeinde bilden durften, hatten von nun an ihre Vertreter und diese gaben ihre Unterschrift im Namen der Judenschaft. Trotz dieser moralischen Errungenschaft gab es noch schwere Sorgen, wie die materiellen Bedürfnisse herbeizuschaffen wären. 20.000 fl. waren für jene Zeit keine geringe Summe, da überdies durch freiwillige Beiträge 7000 fl. gesammelt wurden, um den neuen Gottesacker anzukausen. Ueberdies

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