Mannheim
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19261929
  1. 1926-01-01 · Heft 1 · page 31

    MARTIN BUBER REDE ÜBER DAS ERZIEHERISCHE (Nach einer auf der III. Internationalen Pädagogischen Konferenz in Heidelberg gesprochenen…

  2. 1926-01-01 · Heft 1 · page 69

    VIKTOR VON WEIZSÄCKER DER ARZT UND DER KRANKE Stücke einer medizinischen Anthropologie In dem Wortkampfe zwischen Sokrates und Thrasymachos, …

  3. 1926-01-01 · Heft 1 · page 87

    … hing der Spiegel mit dem Kammkasten und das Kaiserbild-, meines Erinnerns ein Steindruck. Im mittleren Oval war Kaiser Wilhelm I. dargestellt; in den Ranken und Medaillons ringsherum aber das Bauern-, Handwerker-, Arbeiter- und Soldatenvolk. Einst …

  4. 1926-01-01 · Heft 1 · page 108

    …kengebild sei: da vielmehr sie in sich wese und die Gedanken erst bilde. Ich wrill mit Plato und Jesus antworten, gegen Aristoteles und Kirche. Von denen Schule, Schullehre und Schulmeisterung der Welt sind Ableger. „Gott ist Geist66, sagt nichts ande…

  5. 1926-01-01 · Heft 1 · page 109

    …ee. Denn freilich - Idee ist ganz Ruhe nur, wie Pneuma ganz nur Aufregung. Man koche sie beide zusammen in einem Topf - Aristoteles hat das Rezept ordiniert; nur muß, daß die Mischung scheine zu gelingen, dem widerspenstigen Geist-Zfauc/i der gefügige…

  6. 1926-01-01 · Heft 1 · page 124

    FRANZ ROSENZWEIG DIE SCHRIFT UND DAS WORT Zur neuen Bibelübersetzung Alles Wort ist gesprochenes Wort. Das Buch steht ursprünglich nur i…

  7. 1926-01-01 · Heft 1 · page 128

    …alische „Stellen64 des gelesenen Satzes, sein logisches Verständnis vorwegnimmt, oder wer auch etwa nur im Ohr hat, wie Hermann Cohen schwierige Piaton- oder Kantsätze schon im Lesen „stellte", der wird jenes Getragensein der logischen Bedeutung von dem…

  8. 1926-01-01 · Heft 1 · page 130

    …aßlos-übermäßiges Wort. Alle Poesie, die seither in ihrem Lichtkreis entstanden ist - ja die Poesie mehr als die Prosa: Jehuda Halevi mehr als Maimonides, Dante mehr als Thomas, Goethe mehr als Kant - ist von ihrem Geist der Prosa begeistet. Seither ist…

  9. 1926-01-01 · Heft 1 · page 133

    …erschlug: Abrechnung mit Gott, Studium Shakespearescher Sonette. Auf einer Vortragsreise nach Wien und Graz besuchte er Hugo von Hofmannsthal in Rodaun; von da ab verband ihn mit dem Dichter eine Freundschaft die bis zum Tode dauerte. Auch Richard Dehmel und de…

  10. 1926-01-01 · Heft 2 · page 3

    …s letzte Ziel der Philosophie." Ohne daß er in einem gedanklichen Zusammenhang damit steht, fügt sich hier ein Satz von Franz Rosenzweig an: „Wahrheit hört auf, zu sein, was wahr ,ist% und wird das, was als wahr - bewährt werden will. Der Begriff der Bewäh…

  11. 1926-01-01 · Heft 2 · page 4

    …ine allzu scharfe Bestimmtheit erwarten dürfen; da alle unsere Worte heute der Gefahr eines prinzipiellen Mißverständl) Ernst Cassirer drückt dies in seinem Buche über die Relativitätstheorie so aus: ..Die Angelpunkte . . sind nicht in besonderen gegeben…

  12. 1926-01-01 · Heft 2 · page 14

    …nspruch erheben, mehr zu sein, als Arbeitsteilgebiete. Es ist ein anderes, wenn man (wie Kahler in seiner Polemik gegen Max Weber) sagt: „Die Wissenschaft darf nicht werten", als wenn man (wie Max Weber) sagt: „Die Wissenschaft kann nicht werten.46 …

  13. 1926-01-01 · Heft 2 · page 15

    …mehr sie es wird, um so weniger ganz werden wir, unfähig, uns ihrer zu begeben. Es gibt eine Umkehrung des Nützlichen." Martin Buber sagt in seinem Buche „Ich und Du": „Das einzige, was dem Menschen zum Verhängnis werden kann, ist der Glaube an das Ver…

  14. 1926-01-01 · Heft 2 · page 40

    …ulse einer wesentlichen Initiative gibt, sie ist ein Wissen davon, daß die Prophezeiungen verstummten, wie der Dekadent Plutarch eines seiner Werke auch betitelte („Von der Erschöpfung der Orakel"). Das ganze Wirken 174

  15. 1926-01-01 · Heft 2 · page 61

    …nheit von den Wurzeln. Sie meint, „primitiv werden" bedeute, die Wurzeln fühlen, die Wurzeln in die Erde senken. So war Leo Tolstoi, der Sie naturgemäß anziehen muß. Anders geartet als er war Dostojewski, der Sie naturgemäß abstößt. Letzterer wollte k…

  16. 1926-01-01 · Heft 2 · page 96

    … (zeitungsgemäß verflacht Theorie und Praxis) in der Neuzeit. Luther versuchte in den zwei lapidaren Eingangssätzen der Freiheit eines Christenmenschen die Spannung zu brechen und nur die beiden Pole ohne das verbindende Und stehen zu lassen. Es ergab sich daraus in der …

  17. 1926-01-01 · Heft 2 · page 111

    FRANZ ROSENZWEIG EIN GEDICHT DES JEHUDA HALEVI1) Der Name Jahraus, jahrein in Deinem Haus faßt Lagerstand das Glücksvolk, wo Dein Name d…

  18. 1926-01-01 · Heft 2 · page 112

    …rhabne Schöpfer schlägt „Wohnung" auf, und der abstrakteste Gott der Philosophie hat „Sein" im zerschlagnen Herzen. Als Hermann Cohen noch in Marburg war, setzte er einmal einem alten Marburger Juden die Gottesidee seiner Ethik auseinander. Der hörte eh…

  19. 1926-01-01 · Heft 3 · page 4

    …sse vor dem Willen dieses eigensinnigen, aber für ihn unüberwindlich bezaubernden Weibes — drdyxrj gt/J^cm, um sich mit Aristoteles' Worten auszudrücken. Und nun stellt sich plötzlich heraus, daß die oberste Instanz, die endgültig und ein für allemal …

  20. 1926-01-01 · Heft 3 · page 5

    Kant, Aristoteles einerseits und der liederliche Figaro anderseits. Aber ganz abgesehen davon, daß „Empörung" durchaus nicht als Einwand …