-
197 einer Stelle: ״Eine schlichte Sklavin am Schilfmeere, die Zeugin der Erlösung Israels war, hatte eine reinere Gottesschau als die gewaltigsten der Propheten." Aehnlich erging es uns, als diese Botschaft durch die deutschen Gauen rauscht…
-
198 neu, daß um den Siegespreis noch manch harter Kampf zu bestehen sein werde. Aber dieses sonnige Hoffen erfüllte sich nicht. Die mächlige Nation, die wir befehdeten, wollte sich auch, da sie am Boden lag, dem Entscheidungsspruche so viel…
-
199 deutsche Misere, daß Jeder nun eben seinen eigenen Kopf habe, daß jeder Deutsche am liebsten sein apartes Nationalfest feiern möchte. Aber siehe da, kaum daß wir es versahen, erhob sich mitten im Lande ein heißer Streit, der uns so rech…
-
200 sein, wenn sie, dazu berufen zusammen zu arbeiten, sich die Hände zu reichen zu dem gemeinsamen Merke der Bildung und Gesittung, sich wie Feinde gegenübertreten. Wäre es nicht gar sehr wunderlich, wenn Jemand mit besonderem Eifer die Fr…
-
Wort, daß der Verrath in unserer Mitte nistet, ein Wort unfaßbar für jedes Herz, das nicht ganz von Gott verlassen ist, das nicht ganz mit der Redlichkeit gebrochen hat. Weh denen, die Verrath sinnen dem deutschen Lande, in dem sie geboren …
-
202 es zu viel des Trennenden auf Erden in Staat, Religion und Volkseigenart, noch ist die Neigung zu Zwist und Hader zu mächtig, zu wenig durch Bildung und Menschenliebe gedämpft und gemildert, als daß nicht der Streit, wenn er auf der ein…
-
203 Religion b Hadcr liebe ge- Herauf der au;- ße tm n davon Zufall!- edenltaz m ihrer 'rill unb m muß;ätte auf es Besitz lag des rx'fl ׳! Milde, n, aber '; dieses ad tem er Gaan das ag das Gewölk sich theilt und die Sonne wieder ihre Strah…
-
204 aufs Spiel setzte, er ist die ernsteste Mahnung nicht über die Partei das Vaterland, nicht über die Religion eins der wichligsten Gebote derselben, die Liebe zur Heimath zu vergessen. Jedes Zusammenleben mit Anderen heischt Opfer, da mu…
-
der inner« Zwietracht, dem Wnrm, welcher auch den machtigsten Stamm zernagen und tobten kann. Er erhalte unsden Frieden an den Grenzen, er gebe uns den Frieden im Innern des Landes. ״Friede! Friede! fern und nah." Amen. XXVII. Rede am Sedan…
-
206 befreit und die Trägheit, welche knechtet. Keiner kann den Kopf hoch tragen, der nicht die Hand fleißig regt; erwerben ist nicht leicht, aber oft eine Gunst des Glückes; erhalten ist ungleich schwerer, denn das Glück hat einen ungleich …
-
Wenn irgendwo, so verband sich hier der Erfolg und das Verdienst; aber erstaunlich war es gerade in dieser Zeit, wo weit mehr als früher die Völker selbst auf den Schauplatz der Geschichte treten, daß die Einung der deutschen Nation wol mit…
-
208 an diesem Tage, darum müssen wir von seinen Wundern erzählen, daß er in bedrohlicher Zeit die Männer erstehen ließ, welche Alles so herrlich vollendet haben. ״ כי אקח מועד אני מישרים אשפטIch erwähle einen Festtag, und will in Redlichkei…
-
209 welcher wahre Vaterlandsfreund müßte nicht mit einigem Bangen eingestehen, daß das Morgenroth des deutschen Reiches schönere Tag verheißen hat, als bisher uns beschieden waren. Wir meinten damcils, es könnte nicht anders sein, diese Ver…
-
210 der Politik errungen, dazu fehlt noch viel. Ein Siegesrausch hatte sich kurz nach dem Kriege des Volkes bemächtigt; der Rausch ist verschwunden und das Erwachen zeigt uns, wie viel wir noch an uns zu arbeiten haben, um den Gewinn der Ei…
-
211 Gebieten, auf denen der menschliche Geist in friedlicher Arbeit sich bethätigt; möge das Werk, welches die Waffen zusammen geschmiedet haben, von der Nation erhalten und gefördert werden, und die Tüchtigkeit im Frieden der Tapferkeit un…
-
212 unsere Leidenschaften die Wahrheit unverhüllt und ungeschrnückt gesagt wird; zuerst meinen wir, diese häßliche dunkle Zeichnung^ sei unwahr; aber der Spiegel ist unerbittlich, und erbarmungslos ist die Wahrheit, wir müssen uns zu ihr be…
-
213 Ertrag seiner Arbeit verbürge, ja daß ohne ihn ein Lebensgenuß kaum denkbar sei. Das Gute der Staatsordnung wird ohne besondern Dank entgegenaenommen; dagegen wird jede Leistung nur widerwillig gebracht, und jeder Schaden der menschlich…
-
214 besonders auch deswegen, weil es uns bildet und belehrt, weil es uns schützt und fördert; auch die Staaten, die keinen Monarchen an ihrer Spitze haben, bedürsen solcher nationalen Feste, in denen die Bürger von einem freudigen Staatsbew…
-
215 — modernen Civilisation, der größten und schönsten Stadt des Kontinents, sich Scenen ereignet haben, wie sie kaum jemals gräßlicher gewesen sind, weil sie kaum gräßlicher gedacht werden können? für einen Moknent waren die Bande der staa…
-
216 liche Mittel hervorgerufen, und selbst wo sie echt ist, ist sie ja nicht der Volkswille, wie sie sich wol stolz zu nennen pflegt, sondern nur der momentane Wille des größern Tbeils des Volkes, der indeß schon morgelfsich wandeln mag; da…