Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 216)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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203 Religion b Hadcr liebe ge- Herauf der au;- ße tm n davon Zufall!- edenltaz m ihrer 'rill unb m muß;ätte auf es Besitz lag des rx'fl ׳! Milde, n, aber '; dieses ad tem er Gaan das ag das Gewölk sich theilt und die Sonne wieder ihre Strahlen wirft über die vom Dunste erlöste Landschaft. Noch vor einer Stunde war es schwül und drückend, den Athen: beengend, welk und müde senkte die Blume ihr Haupt, beugten sich der Bäume so üppiger Kronen; nachdem das Wetter vorüber ist, schlürfen wir freudig den wohlthuenden Dust, welcher die Landschaft durchströmt. Da streckt jedes Blatt sein zartes Geäder zum Lichte, und die Blume öffnet ihren wie von Perlen umfaßten Kelch dem Strahl der Sonne, der sie s ucht. Aber war es nicht eben dieses Wetter, das der Flur und den Menschen Erfrischung und Erneuung gebracht hat? Wer immer glaubt, daß er eine edle und gerechte Sache verficht, er nehn:e theil an dieser Feier, denn nicht oft hat die Geschichte so deutlich den Triumph des Guten verkündet, als an diesem denkwürdigen Tage. ״Heute ist ein Tag der Verkündüng, wollten wir schweigen und warten bis zum Licht des Morgens, bis der Kampf mit der Nacht zu Ende ist, es träfe uns eine Schuld." Und zudem sollten wir an diesem Feste den nationalen Frieden suchen, den wir so schmerzlich vermissen. Jene Frau, die zum Propheten ging und aus die Frage: warum sie ginge, da nicht Sabbath und Fest sei, die kurze Antwort gab: Frieden! — sie suchte beim Propheten den Frieden, der ihrem Herzen fehlte, die Gemüthsruhe, die ihr im Leid verloren gegangen war. Sollten Feste wie das heutige nicht die Bande der Liebe enger schließen und das Gemeingesühl zu regerer Bethätigung spornen? Sollte die Erinnerung, unser Leben oder unsere Lieben waren in gleicher Gefahr, als der Hochmuth des Feindes wider Deutschland sich regte und er dafür gezüchtigt wurde, nicht die Gespenster des Unfriedens scheuchen? Denn was verbindet mehr als gemeinsam überstandene Gefahr? So lange Gedanken dieser Art lebendig sind, da kann der Partei streit das Vaterland wol aufregen, aber nie zerklüften. Der Tag des Sieges, für den der Herr Opfer gefordert hat aus allen Reihen, für den jeder Deutsche, zu welchem Glauben, zu wel-' chem Stamm er immerhin gezählt wi:d, willig sein Leben