Mannheim
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  1. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 217

    217 Aber wollte nun der Mann, weil ihm das Niederceißen Freude anacht, sich auch an die festen Bauten wagen, ja wollte er nur auf dem leeren Raum das Aufführen neuer Bauten verbielen, er verdiente eine ernste Zurückweisung. Vielfach stehen …

  2. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 218

    geleitet hat zu den Bahnen des Ruhms und der Ehre. Irr ihm feiern wir den Staat, den großen deutschen Staat, der sein eigenstes Werk ist. FürseinHeil beten, heißt für das Heil des Landes beten. So erhöre denn unser Gebet, Allgütiger, erhöre…

  3. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 219

    219 auch das Diadem goldenen Familienglückes aufs Haupt ge» setzt wird. Es ist ein glückverheißendes Zeichen, daß das erste kaiserliche Paar auf dem Throne Deutschlands eine Vereinung darstellt zweier deutschen Großmächte von gewaltiger Wir…

  4. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 220

    220 der Leitung eines Fürsten, der die Eigenheit der deutschen Stämme schont, aber ihre Tugenden und Kräfte gemeinsamen Zielen diestbar macht, jenes Ideal der Sehnsucht, um das soviele deutsche Männer gerungen und geduldet haben, sollte es …

  5. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 221

    "****®מ•׳ 221 ten Fürstenpaares nur an Staat und Volk zu denken, und nicht auch an das innige Familienglück, das dem Fürsten und der Fürstin ein guter Gott beschieden hat, das sie sich gegenseitig gewahrt haben durch Liebe und Treue. Deun d…

  6. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 222

    222 mit einem schattenhaften Sein, an dem sie selbst keine Freude mehr haben. Das kaiserliche Paar aber auf dem Throne Deutschlands ist trotz mannigfacher Schicksalsschläge, trotz des hohen Alters des kaiserlichen Herrn rüstig und den Freud…

  7. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 223

    223 du dem deutschen Kaiserpaare geschenkt hast in fünfzig Jahren einer glücklichen, von den Genien der L i e b e und des F r i e d e n s erleuchteten Ehe; du hast sie geführt in das gelobte Land der Verheißung, denn sie haben fromm und glä…

  8. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 224

    hl — 224 — Könnte ich, g. Festgen., mit schöneren, herrlicheren, erhabeneren Worten beginnen von unserem heutigen Kaiserfeste zu sprechen, als mit diesen Worten, welche vor Jahrtausenden ein jüdischer Sänger zu Ehren seines Königs, zur Verm…

  9. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 225

    225 ״ שבט מישר שבט מלכיתךScepter der Gerechtigkeit ist deines Königthums Scepter," אהבת צדק ותשנא רשע על משחך אלהיט P ״Du bist der Gesalbte Gottes, denn du liebst Gerechtigkeit und hassest Frevel," — so fühlen, so sprechen, so rufen einmüth…

  10. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 226

    226 perlten, als er die früher so blühende Stadt in ihrer Ver- Wüstung sah, sie zeigten die Größe des Edelsinnes seines kaiserlichen Herzens. In all' diesen Großthaten der Gerechtigkeit, Huld, Gnade und Milde steht unserem Kaiser liebreich …

  11. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 227

    …Kotteshause in der oLeopoldstadt in Wien von Dr. G. Wolf, Religionslehrer der israel Cultusgcmeinde in Wien Der Prophet Jeremia, seinem Volke die Trostesbotschaft bringend, daß es wieder freudige, heitere Tage sehen werde, Verkündigt (33,11)*): ״m…

  12. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 228

    …legen, um es Euch klar zu machen, warum wir alle so freudig bewegt sind und Gott danken. I. Als Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph I. den Thron, bestieg, war arge Zerrüttung in unserem Vaterlande. Mit dem Propheten Jesaia (24,19) konnte man von Oesterr…

  13. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 229

    — 229 uarchen? wie geachtet steht es jetzt da mitten unter den machligsten Staaten. Und wodurch wurde dieses große Ziel erreicht? Zunächst durch die hohen Tugenden, die den Kaiser schmücken. Volkesstimme, heißt es, ist Gottesstimme und das …

  14. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 230

    230 da sucht er zu helfen, da eilt er oft selbst herbei um Einsicht zu nehmen; und wie sein Herz theilnahmsvoll, so ist auch seine Hand offen, um in wahrhaft kaiserlicher Weise zu geben und zu spenden. Mehr aber noch als diese Liebe und Tre…

  15. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 231

    231 in der Weise benutzt, wie er sollte, und auf den größten Schatz, den er sich erwerben könnte, auf das Wissen, verzichtet. Ich will hier nicht die Bedeutung des Wissens schildern, doch möchte ich an einen Ausspruch u. a. W. erinnern. In …

  16. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 232

    332 gehet in die Amtsstuben, in die Werkstätten der Handwerker und Künstler, in die Berathungssäle der Gemeinden, in die Landtagsstuben, in den Reichsrathssaal, überall findet Ihr Juden, die regsam und thätig find. Und wahrlich, Ihr werdet …

  17. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 233

    233 Mose zu seinen Vätern einging, da war die Trauer des Voltes nicht so laut und heftig als beim Hinscheiden des Aron, denn die Schrift braucht da nur das schlichte Wort: die Jsraeliten beweinten ihn, während es bei Aron heißt: Das ganze H…

  18. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 234

    234 stolze, sie werden es nie erreichen; wer nicht inniges Mitleid hat mit dem Armen, der vom Vorurtheil, vom Verdacht oder gar von wirklicher Schuld belastet zu ihm tritt, wer den Abscheu gegen die Sünde verwechselt mit dem Abscheu gegen d…

  19. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 235

    mit Eifer, mit Scharfsinn, mit Beredtsamkeit die Unschuld irgend eines Angeklagten zu erweisen trachtete, so daß Jeder einsah, wie die Vertheidigung ihm eine Sache des Herzens war. Aber so groß anch das Arbeitsgebiet war, welches sein Berus…

  20. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 236

    236 NUN fehlt den Geschwistern der stets bereite Helfer, uns Allen fehlt der verständige Freund, und das Schicksal hat uns nicht einmal die Gunst gewährt, uns auf den harten Verlust vor- Zubereiten. Plötzlich stürzte der Verderber auf seine…