Mannheim
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187419241975
  1. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 151

    15 L uns erzählt, die Herrlichkeit Gottes sich am Sinai niederließ, und da dem Volke Israel Gesetze gebracht, Gebote gegeben wurden, welche die Grundprinzipien nicht nur der jüdischen, sondern aller Religionen bilden. Darin liegt, wenn auch…

  2. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 152

    152 nen )elfter gerächt. Was ihnen Anfangs als Geschenk in den Schooß geworfen wurde, was man ihnen freiwillig anftot, zu dessen Annahme sie fast gebeten wurden, es aber verschmähten und verachteten, dafür mußte man später das Schwert ergre…

  3. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 153

    vollzog, das vollzog sich bei den Völkern nur mit Schwert und Eisen. ״ בשם אלהינו נדגולIsrael diente als Losungswort der Name Gottes", mehr brauchte, mehr bedurfte es nicht, jene aber kamen, um dasselbe im Principe zu erreichen mit Kriegswa…

  4. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 154

    154 zweifeln, leugnen, besteht die Frage: Wodurch ist die Thatfache, daß Israel schon vor Jahrtausenden die Erkenntniß eines Gottes, eine Religion, eine Gesetzgebung hatte, möglich geworden? Alles muß doch seine Ursache haben, worin liegt h…

  5. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 155

    155 zu erklären. Würden wir heute zu denen sprechen, denen Religion und Glaube noch heilig sind, wir würden sagen: Seht, wir finden für die genannten Thalsachen keinen für uns begreifiichen Grund, sie müssen auf übernatürlichem Wege, also h…

  6. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 156

    156 um zu sehen, welch' neue Fortschritte die Welt ihm bietet, ob etwas Gutes an den Tag gekonrmen, oder ob auch nur etwas Schönes Mode geworden. Hat die Welt etwas geboten, ist etwas geschehen, ist er gewiß der Erste, der es sich anzueigne…

  7. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 157

    157 Begriff ist ihm noch nicht klar geworden, er wurde in seinen Einzelheiten nicht zergliedert, es hatte damals ebensowenig die rechte Vorstellung von ihr, als sie Viele heute noch haben — aber man brauchte ihm nur zu sagen: Du, der Zustan…

  8. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 158

    158 denes darauf erwidern. Man kann erwidern, daß es in unserer Zeit zunächst eine Gegenströmung ist, die theils vom Geiste des Widerspruches, theils vom Trotze eingegeben wurde, man kann ferner sagen, daß es bei Vielen die Bequemlichkeit i…

  9. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 159

    159 bem Wege müde stehen bleiben und wie in seinen Gedanken Alles bereits fertig war, hat er am Ende wenig oder nichts gethan. Als Beweis hierfür nehmen wir das heute bereits vielfach erwähnte Beispiel. Man hat in neuerer Zeit den Fortschri…

  10. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 160

    160 lichkeit, in der schnellen Auffaffungskraft derselben. Denn es darf nicht vergessen werden, daß dieser ״ אל עזריGott der Allmächtige", sowie auch der Name dieses ewigen, einzigen Gottes auch vor dem Sinai der Welt kein Geheimniß war. — …

  11. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 161

    161 die Tragfähigkeit seines Geistes sich über alle Völker der Erde erheben konnte. Je mehr Ihr die Offenbarung leugnet, desto mehr solltet Ihr den jüdischen Geist bewundern, desto mehr solltet Ihr den Satz anerkennen: רק עם חכם הגר ״ הגדול…

  12. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 162

    162 habenes zielt, wollen wir unser leibliches Wohl auch fürderhin hintansetzen, so lange wir die Stärke des stolzen Geistes haben, wollen wir uns auch seiner Schwäche nicht schämen. Amen. XI. Betrachtung mr Todtenseier am zweiten Tage Scha…

  13. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 163

    das Gras, es welket die Blume" — dieses Gesetz Gottes Ln der Natur besteht ewiglich. Diesem Gesetz unterliegt auch der Mensch, insofern er ein Naturwesen ist; er theilt da dasselbe Loos mit der Blume, mit dem Grashalme: כל הבשר ״ חציר וכל ח…

  14. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 164

    164 als ״Dein Gott" einzieht in die Menschenbrust, hat er zugleich die Ewigkeit des Geistes in uns verbürgt. Ist das Urbild ewig, so ift's sein Ebenbild auch; oder wie es der Psalmist ausdrückt:כי זד׳יאלהים אלהינו עולם וכד הוא ינהגנו ״ על מ…

  15. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. [Seite]

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  16. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. [Seite]

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  17. 1877-01-01 · 3 (1877) · p. [Seite]

    I. Trost und Weckruf. predigt am 5635 שבת נחמו gehakten von Di׳. Al ex Ko Hut, Oberrabbiner. ״ נחמו נחמז עמיTröstet, tröstet mein Volk!" M. a. Z. Nach diesen einleitenden Haftaraworten benennt sich der Heutige Sabbath. Dieser Trostsabbath b…

  18. 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 166

    166 ternde Tragik von so überwältigender Kraft ist, daß noch selbst unter deren Nachwirkung unsere vom Panzer moderner Bildung und wesentlich anders gearteter Weltanschauung umgürteten Herzen in weichen, elegischen Weisen ertönen und Jahr f…

  19. 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 167

    167 theilst, sprechend: erwache, erwache!, sei geweckt, erweckt!, getröstet, getröstet! du sei für und für Israels großer Trost- Prophet." Wohlan, sehen wir, nach welcher Richtung will uns der Prophet für alle Zeiten tröften, wofür uns ge- …

  20. 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 168

    …s entfeffelte Stürme über Israels Haupt durch achtzehn lange, bange Jahrhunderte dahingefahren. Und dennoch soll es von Jesaja's Trostworten gelten: לכל הדורות באתי לנחם ״daß sie den spätesten Generationen Tröstung zu bringen," Heil auf den Fitti…