Mannheim
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187419241975
  1. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 131

    131 tesarbeit! Und noch am Meere zeigte sich der egyptische Geist, der durch die Befreiung wohl zurückgedrängt, doch nicht besiegt worden war, in dem Ausrufe: חדל מנעו ונעבדה את מצרים כי טוב לנו עבד את מצרים ממתנו במדבר ״Laß ab von uns, wir…

  2. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 132

    182 dann werdet ihr sehen des Ewigen Hilfe, die noch heute erstrahlet!" II. ״Denn wie ihr heut Mizraim gesehen, solltet ihr es nie mehr erblicken!" M. A.! In diesen Worten liegt nicht nur die Zusicherung der Befreiung, der Vernichtung des ü…

  3. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 133

    133 daß er bisher Herr geblieben eines Theiles von Israel in solchem Streben. — Es galt einen Geisteskampf zu kämpfen — Ansicht stand der Ansicht, Meinung der Meinung, Gedanke dem Gedanken gegenüber. In diesem Gotteskampfe nun wollte ein Th…

  4. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 134

    134 weichende Meinungen und Gesinnungen! M. A.! Wahrlich wir Alle wünschen gewiß, daß auch dieser egyptische Geist in seinen beiden Gestalten todt und verschollen sei! Daß dieser Wunsch zur Wirtlichkeit werde, daß wir ungebeugt und ungebrac…

  5. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 135

    135 fen dem Mächtigen wie dem Ohnmächtigen! Stehe uns bei. Ewiger, unser Gott, denn auf Dich haben wir uns gestützt, und in Deinem Namen sind wir gezogen wider diese Menge! Ewiger, unser Gott, neben Dir vermag kein Staubgeborener zu streite…

  6. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 136

    verklärtes Bild aber in unverwischlichen Zügey vor unserer Seele steht. ׳ ״Alle Seelen sollen mitgezählt werden!" Dieser Ruf des Festes mahnt uns an die ״Seelenfeier", di? wir, bevor des Festes letzte Stunde schlägt, jetzt hier begehen woll…

  7. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 137

    137 lein jetzt gewesen, hätte ein herber Tod es nicht frühzeitig entrissen — dort blicken Kinder auf den leergebliebenen Sitz des geliebten Vaters, der über das Fest sie zu belehren pflegte; im stummen Schmerz sitzt die Mutter rathlos neben…

  8. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 138

    133 meine Seele so innig geliebt?" Und sie neigen sich zu mir und sprechen: ״Du möchtest wissen, ״ *ונא הלך דודךwohin Dein Trauter gekommen?" Du sagst, in's Grab ist er gesenkt, in's ewig stille Grab, in die ftnstere Nacht des Todesschatten…

  9. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 139

    139 einen Ersatz giebt, eine Heimath, wo die Senfzer der Unschuld gestillt, die Thrünen getrocknet werden, eine Heimath, in welcher anch die hier früh abgesallenen Knospen und Blüthen unter der Liebessonne des Allmächtigen gedeihen, unser S…

  10. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 140

    140 sichere Höhe gefunden, von welcher kein Sturm Euch reißen kann. Und schlägt uns dereinst die letzte Stunde, müsien wir scheiden, dann wahrlich scheiden wir mit dem frohen, beseeliligenden Bewußtsein, auch für ״die Seelen unseres Hauses"…

  11. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 141

    141 den unberufenen Einblick in ihr stilles Leben. Nicht zu sehen und nicht gesehen zu werden, war Herzensbedürfnis dieser Familie. Aengstlich stand des Tages ein sorgsamer Hüter auf der Warte, und nie müde und nicht ermattend schloß er auc…

  12. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 142

    142 über die ganze Erde und noch weiter reicht, und dessen Schätze wohl die ganze Welt nicht aufwiegt. Dieser Fürst lud nüch ein, ihm zu folgen. Kindlich, unbefangenen Sinnes willigte ich ein, versprach, in Allem und Jedem ihm treu zu sein,…

  13. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 143

    143 mit Gott und seinem heiligen Gesetze feiern; wir Juden sind es, die die Bezeichnung, ein Volk Gottes, ein Kleinod Gottes Zu sein, für uns in Anspruch nehmen, einen Vorzug, der viel unverdienten Haß und Spott und Hohn uns gebracht, aber …

  14. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 144

    144 viel, als die Judenfeinde tagtäglich versichern —, nicht Reichthümer sind es, um derentwillen Gott die Juden lieben sollte: ״ לי. הכפף ולי הזהב נאום ה׳ צבאותMir gehört ja das Silber, mir das Gold, spricht der Herr der Heerschaaren." Auc…

  15. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 145

    145 halten muß, das ist Anfang und Ende aller Weisheit, ja das ist die Weisheit selbst. Das Wissen, das aus Entdecken und Erforschen ausgeht, ist nie vollendet, nie abgeschlossen, muß stets vorwärts schreiten, und was einst gegolten, das gi…

  16. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 146

    — 146 — zu haben? Darauf erwidert Israel: ולא קם נב־א בישראל כמשה אבל באובות קם ואיזה.זה בלעם בן כעיור Niemals haden die Juden Gott, dem Herrn eine solche Ungerechtigkeit zugemuthet, als wollte er nur ihnen allein seine Weisheit verkünden, …

  17. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 147

    ן — 147 — - Gesangenen-Statistik für das Jahr 1871); am meisten aber da, wo es gilt, zu Ehren Gottes, zu Ehren der Menschlichkeit etwas Gutes zu schaffen, das Fromme zu üben und das Heilvolle zu vollbringen. Wundert ihr euch nun, ihr Völker…

  18. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 148

    145 nicht Prahlerei, das ist die Wahrheit, wie sie aus der Geschichte klar hervorgeht, wie sie die Religionen von selbst verrathen. Das allein kann uns aber, m. a. Z., nicht genügen, und mit der bloßen Vergangenheit können wir auch nicht zu…

  19. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 149

    149 ״Auch die frommen Nichtjuden haben Antheil am ewigen Leben." Darum, m. a. Z., ist die Auszeichnung, die der Jude für sich in Anspruch nimmt, wenn er ein Kleinod Gottes sich nennt und in aller Zukunft sich nennen will, nicht etwa eine so…

  20. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 150

    150 Ein Volk von solchen Priestern muß Israel sein, wenn es seine Bestimmung erfüllen will, wenn es ein Schatz Gottes sein und bleiben will, wenn es ein Volk Gottes sich nennen soll. Und wir können das, m. a. Z., wenn wir am heutigen Tage, …