Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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162 habenes zielt, wollen wir unser leibliches Wohl auch fürderhin hintansetzen, so lange wir die Stärke des stolzen Geistes haben, wollen wir uns auch seiner Schwäche nicht schämen. Amen. XI. Betrachtung mr Todtenseier am zweiten Tage Schaöuoth. Vom Herausgeber. Im blumenbekränzten Gotteshause feiern wir das hohe Fest der Offenbarung, deffen erhabene Bedeutung uns bereits durch die gestrige Festbetrachtung klar geworden, — die heilige Erinnerung an jenen wunderbaren Vorgang am Sinai, da auf des Horeb kahlen Höhen die herrlichsten Blüthen der Religion und Sittlichkeit für Israel und durch Israel für die gesammte Menschheit aufgingen. Blumen und Offenbarung — weil an unserem Wochenfeste die Freude an der im Lenzesschmucke prangenden Natur und die Freude an der gottgeoffenbarten Religion ihre innigste Verbindung feiern, in einander ausgehen, sind ja doch beide, Natur und Religion, Offenbarungen desselben einen Gottes, Ausstrahlungen seiner Allmachtssülle und seiner Weisheit; עין רואה ״ ואוזן שומעת אלהים עשה גם שניהםdas Auge, das da sieht die uns rings umgebende herrliche Natur, und das Ohr, das v e r n i m m t die Verkündigungen der Gottesstimme am Sinai — beide sind von desselben Schöpfers Hand gebildet" (Spr. Salom. 20, 12.). Doch siehe da! Das Laubgewinde, die Blumenkränze, die gestern noch in voller Frische prangten, sie sind heute schon schlaff und welk — ״ יבש חציר נבל ציץes dorret \