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19271930
  1. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 12

    Israelitischen Gemeindedund), das Fzeim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg, seit kurzem das Heim für schwererziehbare Kinder in Marburg und schließlich die jüdische Abteilung der Heikerziehungsanstalt Calmenhof!n Idstein. So wichtig…

  2. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 13

    Unhaltbar ist natürlich die jahrelange künstliche Absperrung der jugendlichen vom anderen Geschlecht. Ich halte die Einführung der Koedukation, der ganzen oder zumindesten der teilweisen, für unumgänglich notwendig. Mit der Andersgeschlecht…

  3. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 14

    glaubt, das Heim geradezu pauperisteren zu müssen, „weil die jungen Men. schm später ja mit noch weniger, mit noch Schlechterem, mit noch Unschönerem usw. auskommen müssen"! Deshalb ist man auch gegen die Auf. stellung von Blumen in den Zim…

  4. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 15

    mit größerer Betonung des: „Er soll ein guter Verdiener werden". Mi:tel zur Erziehung war in der Regel kasernenhafter Drill, große Betonung des Erlernens mechanisch-intellektueller Dinge. Charakteristisch für das Leben der Kinder in vielen …

  5. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 16

    2. Die Waisenhäuser mit innerer Reform, denen nicht mehr Ziel ist, dem Kinde nur beizubringen, was es als Erwachsener braucht, denn „die Natur will, daß die Kinder erst Kinder sind, bevor sie Männer werden" (Rousseau). Man versucht durchaus…

  6. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 17

    Oberste Instanz ist aber der Ktnderrat. In ihn gewählt zu werden — höchste Ehre! Er funktioniert nicht immer gleich gut, aber erstaunlich ist doch der Emst, mit dem die Kinder in ihm arbeiten. Oben in der Toilette ist es nicht sauber. Kein …

  7. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 18

    .Hilde Hochwald: Erneuerungsbestrebungen und Möglichkeiten in Hort und Kindergarten Die halboffenc Fürsorge umiaht die Tagesheime sür Säuglinge Grippe — bis 1% Jahre), Kleinkinder (Krabbelstube — 3 Jahre). Kindergärten (3—6 Jahre) und horte…

  8. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 19

    Damit sei eine wichtige Aufgabe der Tagesheime, die Erziehung der Mütter, der Einfluß in der Familie, angedeutet. Die Auswahl der Kinder iür die Institutionen erfolgt im Zusammen- «rdeit mit der offenen Fürsorge. Voraussetzung für die Abnah…

  9. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 20

    größter Bedeutung, so manche durch Unkenntnis erwachsenden Schäden Ennen zeitig umgewandelt werden; den verzärtelten, schwachen, schlecht gehaltenen, nervösen und körperlich untüchtigen, geistig einseitig geführten Ktndem des Ghetto können …

  10. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 21

    2)ic Kindergärten sind heute noch vorwiegend Einrichtungen von Vereinen und entbehren daher der Einheitlichkeit und der richtigen Auswahl der Angestellten. Hier rückt die eigentliche Erziehungsarbeit immer mehr in den Vordergrund. Das bewuß…

  11. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 22

    den Mitarbeitern und den Stellen gegenüber, an die «vir im Interesse der Arbeit und der Arbeitenden diese Forderungen stellen. Im gesamten Gebiet des Tagesheiinarbeit ist für die Jugend der Jugendblinde die Möglichkeit gegeben, produktiv (f…

  12. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 23

    Es gibt eine «Schicksalsfrage der Jugendpflegearveit. Sie muh dem pmgen Menschen ein Gesamthetiserlebnis vermitteln können, durch das er in seiner ganzen Lebenshaltung geformt und gestaltet werden kann. Wird die Schaffung dieses Erlebnisses…

  13. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 24

    Gebens vorzuemhalten. Der Führer muh sich energisch gegen jede Beschränkung seiner Meinungsfreiheit wenden, wenn er auch nicht Probleme künstlich an seine Gruppe herantragcn und ausgesprochene Propagandaarbett leisten soll. Wir müssen uns d…

  14. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 25

    abgesehen von dem Zeitaufwand, eine große Gefahr, weil der Inhalt dieser Feiern mit ihren schlechtgereimten Gedichten, mit ihrer Anspielung auf jüdisches Familienleben, das nicht mehr existiert, keineswegs Ausdruck der seelischen Lage unser…

  15. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 26

    2)0, wo besondere Jugenoderatungsstellen nicht geschaffen werde» können, müßte versucht werden, durch eine beffere Schulung der ehrenamtlichen Pfleger darauf hinzuwirken, daß zum mindesten eine grundlegende Änderung in der Behandlung des in…

  16. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 27

    Auch diese Betreuung sollte in erster Linie durch junge Menschen ausgeübt werden. In engster Verbindung hiermit steht die Frage der Arbeits'osig'eit der jüdischen Fugend. Die Erwerbslosigkeit von Jugendlichen, die im Augenblick nicht allzu …

  17. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 28

    ausschließlich in Händen von Nichtjjuden, die nicht immer den Bedürlntffen jüdischer Mengen genügen können. Ähnlich liegt es auf dem Gebiete der Fürsorgeerziehung, auf das ja bereits in anderem Zu'ammenhange eingegangen worden ist. Alle Bem…

  18. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 29

    Orts- oder Landesausschüsse verlangen, an der Cache mitzuarbeiten. Bei Heimen, in denen besondere MiMnde herrschen, empfiehlt sich der Weg über die politischen Parteien im Gemeindeparlament. Man könnte Zweifel hegen, ob es zu rechtfertigen …

  19. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 30

    T" H .5) a l b o f f c n e unb geschlossene Fürsorge. 1. Waisenhäuser und Erziehungsheime. Das gegenwärtige indische Anstakswefen zeigt drei verschiedene Typen von Anstalten: a) Anstalten alten Stils, b) Anstalten mit äußerer Ne'orm, c) Ans…

  20. 1929-03-01 · 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen · p. Seite 31

    d) Die qualifizierten ftrflfte der geschlossenen und halboffenen Arbeit wandern wegen der schlechten Bezahlung und wegen der mangelnden Schätzung der Arbeit am Kleinkinde aus der jüdischen Arbeit in städiische und in die offene Fürsorge ab.…