Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände
- Journal
- Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände
- Volume
- 2 (1929). Bestand LBI
- Issue
- 1 (3.1929) Sonderheft: Soziale Woche in Seesen
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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d) Die qualifizierten ftrflfte der geschlossenen und halboffenen Arbeit wandern wegen der schlechten Bezahlung und wegen der mangelnden Schätzung der Arbeit am Kleinkinde aus der jüdischen Arbeit in städiische und in die offene Fürsorge ab. 4. Ausbikdungsfragen a) Eine jüdische Ergänzungsausbildung für voll ausgebildete Sozialarbeitet ist zu erstreben. b) Die Aushebung rückständiger Bestimmungen, die der Freiheit und Würde der Schülerinnen, insbesondere in Keimen und bei der Schwesteraatsblldung widersprechen, Ist mit Nachdruck durchsetzen. FI I. Offene Fürsorge. 1. Jugendpfiegegr uppen a) Die Zugehörigkeit zur Jugendgruppe soll unabhängig von der bezirksweise« Zuständigkeit aus die persönlichen Beziehungen zu einem bestinunten Führer Nücksicht nehmen. b) Die Zugendpflegegruppen sollen des FUrsorgechara'ters entkleidet werden und auf der Freiwilligkeit der Jugendlichen beruhen. c) Die Jugendpflegegruppen und ihre Führer sollen nur einem besonderen zentralen Dezernat unterstellt werden, das Schulung und Beaufsichtigung durchzuführen hat. d) Neben nicht sozial-beruflich tätigen Führern, denen Bezahlung gegeben wird, soll beruflichen Jugendpfleger(innen), die hauptamtlich tätig sind, Führung von Jugendpflegegruppen übergeben werden. L. Ansatzpunkte ehrenamtlicher Mitarbeit. Stimmberechtigte ehrenamtliche Mitarbeit Jugendlicher in Wohlsahrts- Pommissioncn, Mitgliedschaft in Wohlfahrls- und Jugendämtern und Anftaltskuralorien find zu erstreben. Eine besondere Schulung hier, für und dauernde Nechenschaftslegung gegenüber den Ortsausschüssen des Neichsausfchusses sind unerläßliche Voraussetzung hierfür. 3. Berufsberatung. Der durch die Verschiebung im Altersaufbau der Bevölkerung dzw. den Teburtenausfall in den Kriegriahren entstehende Lehrlingsaurfall in den Jahren 1930/1934 ist für eine jüdische Berufspolitik auszunutzen. hierfür ist die Schulung und Anstellung besonders qualifizierter Berufsberater für Groß gemein den und Gemeindebezirke not wendig.