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Da sagte R. Chaja: Also, Bar Rabbi, wird die Erlösung Israels geschehen; anfangs wird sie ganz klein sein, alsdann wird sie nach und nach immer größer werden. Darum spricht Micha: Weil' ich auch in der Finsterniß, Gott ist mir Licht. Also e…
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70 schon die Keime des Todes mit uns herum. Unter der Schneehülle des Winters ruhet schon die Saat für den kommenden Frühling; und die Umwälzungen und Schicksale der Völker entspringen aus lange verborgenen Ursachen — so wie der Grund zum g…
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71 erwarten: sondern auch seine Finsterniß wird langsam übergehen in das Licht vor der Morgenröthe, dann in die Morgenröthe selbst, und zuletzt in einen immer Hellern und Hellern Tag - seine Fesseln werden langsam abgenommen, das Joch und d…
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72 unglaubliche Beschränkung! kein Stand, kein Gewerbe, keine Gilde öffnete ihre Reihen, um einen Abkömmling Abrahams einzulassen; keine Kunst, keine Wissenschaft war für sie erreichbar; keine Ehre, keine Würde konnte sie auszeichnen, konnt…
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73 Brüder, und seine Verkündigung ist eingetroffen. Mit der Menschheit gehet auch die Erlösung Israels Schritt vor Schritt, und wo man den Menschen anerkennt, erkennt man alsbald auch den Israeliten an. Welche Wirkung muß nun aber dieser Au…
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7L Welches ist aber diese innere Freiheit? Da gibt es Menschen, meine Brüder, welche meinen, sie wären frei, wenn sie Religion und Glauben, Gesetz und Gebot von sich werfen, wenn sie den Gott droben, die Blinden! leugnen, seine Weltregierun…
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75 gnügungen, um ihre Genüsse und ihre Güter, und lassen Religion und Gott weit hinter sich, als wären es Dinge, die sie nicht beträfen. Also steht es in Israel, und Wenige begreifen, was das Rechte sei! Auch das ist eine Gefangenschaft, ei…
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s»I. Die Erkcnntliiß des Herrn. Predigt zum N-« 'L über 2 B. Mos. 33, §4—16. n? ^rizn Der du dem Schwachen Kraft verleihest, dem Ohnmächtigen Stärke, dem Kranken Genesung — du lösest die Fesseln, und linderst die Schmerzen — Mtz-! du bist u…
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77 So hat der Herr, geliebte Brüder und Schwestern, den Menschen aus den Pforten des Schlummerlandes in das Land des Lebens gerufen, so ruft er ihn unzählige Male zurück von den Pforten des Todes, denen er schon nahe stand — oft haben die M…
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78 Wozu hast du sie auf diese Erde gesetzt, um ein solch' verworrenes Gemälde hervorzubringen, einen ewigen Knäuel zu schlingen, der niemals gelöst wird? Was ist unser Amt hienieden, unser Sollen, unsre Bestimmung auf Erden? Zu welchem Endz…
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79 den Kampf der Leidenschaften durchkämpfen, hiezu wird er geboren, und hiezu stirbt er. Das ist die Aufgabe des Menschen, dies seine Bestimmung, dies sein Werk. Nicht die Erde ist sein Ziel, nicht irdische Güter sind sein Zweck, nicht ird…
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80 und dies dein Volk, vor allen Völkern des Erdbodens? Dies sind die Worte des Heils, die ich heute auslegen werde, meine Brüder; merket wohl auf sie, wendet ein aufmerksames Ohr ihnen zu: sie werden euch lehren zur ersten Hälfte, daß die …
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84 Aber die Erkenntniß, die kommt zu Wenigen. Daß der Begriff dieser Gottheit unsre Seele ganz und gar durchdringt, daß unsre Gedanken sich ganz in den Gedanken der Gottheit versenken, daß unsre Gefühle mit dem Gefühle der Gottheit eines we…
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82 Jenseits? Das'sagt uns schon die Kenntniß Gottes, und ist so eine Morgenröthe in der finstern Nacht. Aber die Erkenntniß Gottes, diese beseligt uns mit göttlichem Frieden inmitten der Stürme, diese läßt uns alle jene Gefahren, jenen Druc…
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83 nicht erkannt, und darum willst du ihn nicht einmal kennen. Aber wer sich von der Erkenntniß Gottes hat durchdringen lassen, wie soll in dem ein finstrer Zweifel aufsteigen können? Die Sterne, die dort droben kreisen, er weiß es, sie sin…
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8L herausgeht, wie er hineingekommen, wahrlich! dann wäre es besser, er ginge nicht hinauf nach dem gelobten Lande des Jenseits, sondern er bliebe unten in der Wüste, denn er kann nicht zur Ruhe kommen. II. Gehen wir nun, geliebte Zuhörer, …
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85 Knie vor Steinen und Tbieren, und hölzernen und marmornen Bildern; da stieg in dieser Nacht eine Morgeuröthe, nein! ein volles Helles Tageslicht auf, die Erkenntniß des Herrn, die Erkenntniß des alleinigen Gottes — ,,ich bin der Ewige, d…
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86 men, wie dein Gott es dir versprach, die Morgenrötbe und das Tageslicht, die Kenntniß und Erkenntniß des Herrn werden nicht von dir weichen, die wie Spätregen die lechzende Erde tränken. Ist es nicht darum, ist es nicht dies zu erfüllen,…
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ll. .6 Mi Das Gebet. Predigt über 1. B. Sam, K. 1. V. 12—17. Geliebte Gottesgemeinde! In der armen nackten Wüste standen unsre Ahnen, und unter ihnen der Diener des Herrn, Moses. Da bauten sie auf in der armen Wüste ein reiches Zelt dem Her…
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88 men aus den Stürmen der Zeiten in die Gegenwart? Hat es Alles verloren in seinen Kämpfen? hat es Nichts gerettet von seinen Heiligthümern, von seinen drei Kränzen? So fragen wir uns, und dies wollen wir uns beantworten. — Lebet doch noch…