Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 89

    89 vor Gott! Aber wie können wir uns den Kranz der Frömmigkeit verdienen, gewinnen, meine Freunde? wie können wir fromm sein vor den Menschen und vor Gott? Fromm sein vor den Menschen, meine Theuern, durch gute und herrliche Werke, fromm vo…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 90

    90 erlange, damit wir den Kranz der heiligen Lade, den Kranz der Frömmigkeit, den sich Israel gerettet aus seiner Vergangenheit und allen seinen Kämpfen, nicht welken und vergehen lassen. Auch dies lehrt uns die heilige Schrift: Wirschlagen…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 91

    91 kein Verweilen; rostig werden die Angeln der Thüre, die selten geöffnet wird; kalt und kühl wird es in dem Gemüthe, wo das Gefühl der Erhebung, die Empfindung der Andacht nur selten und immer seltner sich ansackt. O, ist denn das Gebet e…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 92

    92 Ordnung, ohne Innigkeit? Soll der Mund sprechen, aber das Herz nicht? Soll die Zunge rufen: Herr, Herr, erböre mich, denn du bist groß! und unsre Brust nichts wissen davon? Nein! Hanna betete mit ihrem Herzen, ihre Lippen bewegten stch n…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 93

    93 des gewöhnlichen Lebens, die Trunkenheit des Geschaftslebens. Hier ist der Ort, wo du deines Hauses, deines Geschäftes, deines irdischen Thuns und Treibens los und quitt werden sollst. Abgeworfen das Gewand des Tages, den Gedanken des Ta…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 94

    sz gen Gebeten; und wenn es mir wohlgehet auf Erden, und ich mich glücklich fühle, dann will ich meine Seele ausschütten vor dir, und meinen Dank, das treue Wallen meines Herzens darlegen vor dir, der es mir gegeben, in unfern heiligen Lobl…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 95

    95 zens sind, zu euch saget der Priester Eli, was er zur Hanna sagte, als sie gebetet hatte: "2^! Geh hin zum Frieden! Ja, Frieden ist euer Loos, Frieden! O du Honigseim des Lebens, Frieden! du kühlender Trank der Erhitzten, du Ruhebett der…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 96

    X. Die wahre Besonnenheit. Predigt über 3. B. Mos. K. 23, V. 15. ff. (^2 r-Qw) Andächtige Gottesgemeinde! In der Sidra des vorigen Sabbaths, 3. B. Mos. K. 23, V. 15 und 16 befiehl: der Herr: Ihr sollt zählen vom andern Tage nach dem Feierta…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 97

    97 ein jeglicher wieder kommet zu seinem Eigenthume, und ein jeder wieder kommet zu seiner Familie. — So war also dem Israeliten geboten, sechs Tage der Arbeit zu zählen, und dann einen Nnbetag, jene sieben Wochen, und dann, am fünfzigsten …

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 98

    198 besonderen Bedeutungen der angeführten Gesetze ab, und betrachten wir nur deren höhern, allgemeinen Sinn, wie ihn alle Israeliten zu fassen haben und fassen können! Und hierin folge ich den Schritten und Ansichten des größten unsrer spä…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 99

    99 der Gesetzgebung über diese religiöse Besonnenheit des Israeliten Nachdenken, worin ihr Wesen bestehe, und' was sie für eine Besonnenheit sei. 1. 'N-28 712 Also spricht der Herr, ruft der Prophet Jeremias (K. 17, B. 3.) in der heutigen H…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 100

    100 war der erhabene Zweck des Sabbaths, der Ruhe- und Jobeljahre, und so sollte der Israelit durch sie ein besonnenes Leben führen. Meine Freunde, sehen wir es nicht täglich, stündlich, bringt uns die Erfahrung nicht unzählige Beispiele he…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 101

    >101 den Gütern der Erde nnd an den Stunden der Erde ding, so stockt es nun; da euer Geist nur die Gedanken des irdischen Lebens kannte, so hat er Alles verloren. Also ist das Vertrauen auf Menschen, Menschenwelt und Menschenwerk nicht die …

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 102

    102 Wunsche, jedem Triebe, der lebendig wird im Herzen, der läßt sich nicht von seinem Herzen leiten, von dem, was ihm gefällt oder mißfällt, was ihm Vergnügen oder Schmerz verursacht. Denn das Herz ist eigennützig in Allem, liebe Zuhörer, …

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 103

    103 Und so ist die wahre Besonnenheit drittens nicht: das Vertrauen auf Reichthum, auf die äußeren Güter des Lebens. — In unserm heiligen Gesetzbuche heißt es: du sollst im Gerichte weder das Aussehen des Armen berücksichtigen, noch das Ans…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 104

    10L Nu verfinstert, NM MM Siehe das ist ein Haschen nach Wind! Und hast du es wirklich erreicht, bleibt deine errungene Habe bei dir als ein treuer Knecht während aller deiner Tage, stehe am Ende derselben bist du dennoch ein Thor gewesen: …

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 105

    105 dem innern heiligen Seelenleben einen Schritt weiter zu gehen. Nur dies allein ist die rechte Besonnenheit, denn dann vertrauen wir nicht auf die Menschenwelt, nicht auf unser Herz, nicht auf irdische Güter, sondern allein auf unsre uns…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 106

    I!. Israel'« Kindercrzichung. Predigt über Jesaias Kap. 3. V. 1. und folg. Und Manoab sprach zum Engel des Herrn: Laß dich doch halten bei uns!*) Geliebte Gemeinde! Den Engel des Herrn wollen wir bei uns halten; den Engel des Herrn, den Er …

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 107

    107 halten, bis du scheidest von dieser Erde — ich bin die Religion deines Gottes, das Gesetz, die Lehre deines himmlischen Herrn, halte mich bei dir!" Meine Brüder, so wollen wir sprechen zu der Religion unsrer Väter, wie Manoah sprach zum…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 108

    108 stärkenden Weine der Frömmigkeit und Tugend werden sollten? Act), daß er da auf Trauben harrte, und Israel trug nur Harlinge, hielt nicht fest den Engel des Herrn bei sich, ließ ab vom Gesetze des Herrn, wandte sich zum eitlen Götzendie…