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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 88

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 88 (sequence 110)
Language
German
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IRI
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88 men aus den Stürmen der Zeiten in die Gegenwart? Hat es Alles verloren in seinen Kämpfen? hat es Nichts gerettet von seinen Heiligthümern, von seinen drei Kränzen? So fragen wir uns, und dies wollen wir uns beantworten. — Lebet doch noch der Herr Zebaoth, unser Gott im Himmel und auf Erden, warum sollte Israel nicht mehr leben, dem er sich offenbart? Ist er doch unveränderlich, und sein Wesen altert nicht, und seine Herrlichkeit ist noch dieselbe und füllt die ganze Erde aus, warum sollte Israel nichts mehr behalten haben von seiner Herrlichkeit, da es auch zerstreut ist über die ganze Erde? Ja, zerrissen ist der Kranz des Altars, den, wie der Talmud (Jom. 72, Col. 2.) sagt, sich Aaron verdient, wir haben nichts mehr zu opfern; zerrissen ist der Kranz des Tisches, den sich der fromme David verdient, wir haben keine Schaubrode vor den Herrn zu legen — aber der dritte Kranz, der der Lade, er ist unzerrissen, ihn haben wir gerettet, ihn können wir uns um die Schläfe winden, ihn können wir täglich verdienen, wie unsre Weisen sagen; er ist uns verblieben in allen unfern Kämpfen, er war unser Labsal, unsre Kühlung, unser Schatten in den schweren Tagen der Vergangenheit; den haben wir noch, geliebte Gottesgemeinde, den Kranz der Lade, danket dem Herrn, denn erlist freundlich! Aber was ist dies für ein Kranz, geliebte Zuhörer, den wir gerettet, der uns verblieben, den wir täglich verdienen können, dieser Kranz der heiligen Lade? Der Kranz, der sich golden um die Lade wand, erbedeutet den Kranz der Frömmigkeit! Ja, meine Brüder und Schwestern, dieser Kranz der Frömmigkeit ist uns verblieben, dieser ist noch unzerrissen, und wird unzerrissen bleiben mit des Allgütigen Hülfe, und wird immer grünen und blühen in Israel und wird immer Israels Schläfe beschatten, und wird nicht weichen von unfern Häuptern. Er wird nicht, denn er soll nicht. Dies sei unser Bemühen, dies das mächtigste Streben, dies das unermüdlichste Eifern, fromm zu sein vor den Menschen, fromm

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