Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 49

    L9 Mitte seine wahrhafte, vollkommene Lehre gelegt, auf daß wir ihn'erkennen, ihm nacheifern, unfern Geist zu den Sternen erheben, unser Gemüth zum Himmel aufrichten sollen? Hat er nicht seine Gesetze uns auferlegt, damit wir seiner nicht v…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 50

    Worte aus dem Abschnitte hervor, den wir heute verlasen. Heute ist der dritte Sabbath, und der kommende der vierte, wo jener ewig denkwürdige Theil der Thora uns vorgeführt wird, der über die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaver…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 51

    5i res irdischen Glückes, ihrer Macht, ihrer Kraft und Gesundheit, noch stehen sie mächtig und gewaltig auf der Erde da, und die Ahnung bevorstehenden Kampfes, zukünftigen Sturzes kommt nicht in ihre Brust — wer ist der Ewige? rufen sie da …

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 52

    92 Ahron schleunigst, und sprach demüthig: ''NdMN Ich habe gesündiget diesmal; der Ewige ist der Gerechte, ich aber und mein Volk die Sünder. Flehet, flehet zum Ewigen, genug ist des Donners Gottes und des Hagels, ich will euch entlassen un…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 53

    53 mein Antlitz noch einmal zu schauen, denn an dem Tage, wo du es schauest, mußt du sterben. Und Mose ging, und sah ihn nicht wieder. Merket wohl auf, geliebte Zuhörer, auf das, was ich euch jetzt sagen werde. Die Plagen, die bis dahin Pha…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 54

    84 konnten, er wollte den Triumph der Unschuld verkümmern! — Und bei solcher Beschaffenheit vergaß er bald das Geschehene, jagte ihnen nach zum rothen Meere — doch wie er endete, wisset ihr. So, meine Freunde, so gehet der Sünder, und wenn …

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 55

    55' liche Religion, die uns angestammt ist seit vier Jahrtausenden, die uns getröstet und ausrecht erhalten in mehr als einer ägyptischen Sklaverei, und uns gewarnt und zurückgehalten von mehr als einer Pharaonischen Sünde! II. Aber wenn di…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 56

    66 droben — oft spät, aber doch! Und wenn es ihnen außen so ergeht, wie ergeht es ihnen innen? Der Unschuldige greift nach seinem Stabe, er blickt nach dem Grabe seiner Hoffnungen und Arbeiten, dann blickt er hinauf zum Himmel und spricht: …

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 57

    S7 aber das wissen wir, dort werden ihre Augen sich öffnen, wie Schuppen fällt es von ihnen herab: da wird dann vor ihnen stehen der lichtklare Spiegel der Wahrheit, und der zeigt ihnen die Flecken und den Moder ihrer eignen Seelen; da wird…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 58

    Gott, der Herr der Geister. Predigt zu ri2« über 2 B. Mos. Ä. <», B. t. 2. Meine Freunde! Wer den Herrn suchet, der findet ihn. Es kommt nur darauf an, wie er ihn suchet. Wer des Lebens Glück und Höchstes suchet, der findet es, es kommt nur…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 59

    59 Schmerz, zum Lächeln oder zur Betrübniß. — Wenn wir hinaustreten in die Gottesnatur und ihr Odem uns anweht — sind es die Thiere und Pflanzen, sind es ebenfalls Farben und Gestalten, die äußere Form der Dinge, die uns so mächtig ergreife…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 60

    60 der die Wahrheit ist, die nie irrende, und das Leben, das nie sterbende, und das Dasein, das nie vergehende, und uns überwältigt, und uns bemustert — erhebt — reinigt — beruhigt — wie der Himmel über der Erde steht. Also das Innere, mein…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 61

    61 I. Die Worte unsers Textes, geliebte Zuhörer, die ich eben verlesen, sie enthalten außer ihrem geschichtlichen Inhalte, indem sie uns Aufschluß geben über die ganze Bedeutung des Auszuges Israels aus Aegypten, eine tiefe Lehre, die wir n…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 62

    62 '151 12^>!l-r ^12271 denn ich habe verstockt gemacht sein Herz und das Herz seiner Diener — und so vereinigt sich hier wieder Anfang und Ende: der Herr herrschet über die Geister, und in den Geistern wollte er das Licht der Erkenntniß en…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 63

    63 ihnen, wenn sein höheres Bewußtsein, sein Gewissen längst untergegangen ist in seinem Sündengewebe, sein Gefühl längst abgestumpft, seine Ansichten längst vom Gifte der Irrung getränkt sind — stehe! plötzlich, wie aus wolkenlosem Himmel …

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 64

    St schlummerte. 181, ^!2N3 Die da mandeln in Finsterniß, spricht Iesaias (9, 1), sie sehen ein großes Licht, M die da wohnen im Lande der Todesnacht, strahlendes Licht geht über ihnen auf. — II. Haben wir aber nun, geliebte Zuhörer, nicht b…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 65

    dem das Strafgericht übertragen ist, bei unserm ganzen Verbrechen, vom ersten Gedanken bis züm letzten Vollenden zugegen gewesen, und vernahm, was uns anspornte und abmahnte, das Geschwornengericht ist gleich gegenwärtig, die heilige Vehme …

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 66

    66 mer allein sind und einsam, sondern daß innen neben unserm armen Ich noch die reiche Gotteskrast waltet — dieses Wissen, diese Gewißheit macht uns selsenfest und standhaft, und gibt uns überirdische Zuversicht. Endlich zur Erkenntniß, da…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 67

    Die Erlösovg. Predigt zum 'w über Micha 7, 8. Andächtige Brüder und Schwestern! Weil' ich auch in der Finsterniß, Gott ist mir Licht! Also spricht der Prophet Micha. Hat sich auch dichte Finsterniß um uns gelegt, stieg die Nacht herauf und …

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 68

    68 Wir sind hier in einem Gotteshause, meine Brüder und Schwestern; jeder Laut, der in diesem Raume ertönt, jedes Gebet, das hier gesprochen wird, jeder Seufzer, der hier aus dem Herzen eines Sterblichen sich windet, erinnert uns an die Wah…