Mannheim
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19181921
  1. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 12

    bleiben: Fernhalten jeder Schädigung, oder sich fähig machen, jede Schädigung zu ertragen. Was ist das rechte? Kant hatte den denkbar zartesten Körper; um sich vor Erkältung zu schützen, las er keine frisch gedruckte Zeitung, aus Furcht, si…

  2. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 13

    vor einer geistigen Verkümmerung nicht zu fürchten. Spiel und Sport sind uns nie Selbstzweck. In Amerika gilt es allgemein, daß der beste Sportsmann sich auch im Leben als der Tüchtigste erweist. Leistung jm Sport und Leistung im Leben sind…

  3. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 14

    Oer Jude in der deutschen Jugendbewegung „Jugendbewegung ist Selbstbefreiung der Jugend von einer ihrer Eigenart nicht gerechtwerdenden Kultur." F. Hähnel I Die letzte Zeit erst, unser Jahrhundert lehrte uns, daß der Begriff Geist sich nich…

  4. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 15

    egozentrische Selbstbejahung (Descartes), ein Solipsismus (Berkeley), dem erst Kant durch die Aufstellung seines kategorischen Imperativs und später Fichte in seinen „Reden an die deutsche Nation" entgegentrat. Hier zuerst regten sich Stimm…

  5. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 16

    und sozialen Verantwortungsgefühls, im Strebertum, inr Karrieremachen findet. Als Spannung zweier Weltanschauungskreise, des bedingten und des unbedingten, entstand aus der Gegensätzlichkeit zweier sich reibenderWelten, der des Geldes und d…

  6. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 17

    11. Es ist nach diesen Ausführungen klar, daß die Entwicklung der deutschen Jugend und der deutschen Jugendbewegung zwei Stadien durchlaufen mußte, die, zeitlich nicht immer rein geschieden und getrennt, sich in mannigfaltiger Weise reiben …

  7. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 18

    glühten, der aber mit weitschauender und geschäftiger Tüchtigkeit, die fast freimaurerische Abgeschlossenheit; der ersten Jahre sprengend, die Kreise der „Küken" und „Scholaren" außerordentlich erweiterte. In diesen Jahren legte Fischer, de…

  8. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 19

    zustellen schien, das auch die letzte Brücke, die zur Welt der Väter führte, abzubrechen schien, dieses Gefühl der Körperlichkeit zwang die Jugend, die es nicht in seinen historischen Verknüpfungen erkannte, sich eine eigene Welt aufzubauen…

  9. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 20

    mit Geheeb, im Jahre 1906 die Wickersdorf er „Freie Schulgemeinde" gegründet; und hier, wo er seine Erziehungsprinzipien verwirklichen konnte, wuchs ihm eine treu ergebene Gefolgschaft heran. Wyneken. der in seinen Anschauungen abgeklärte, …

  10. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 21

    Schon auf dem ersten Vertretertag der Freideutschen lugend in Marburg (1914) traten die Spaltungen und Gegensätze scharf heraus: man rückte in einem „Programm der Absichtslosigkeit", das die Kreise der Freischar aufstellten, deutlich und un…

  11. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 22

    deutsche Führertag in Nürnberg, der am Karfreitag des Jahres 1918 zusammentrat, brachte die Einigung: ein „Arbeitsamt", dem ein „Führerrat" mit einem „Arbeitskreis" zur Seite stand, vereinte die beiden Hälften der Bewegung, und schon die Tü…

  12. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 23

    hochhalten. Gewiß, auch dieser Teil der Jugend konnte sich der befruchtenden Einwirkung Wynekenscher Gedankengänge auf die Dauer nicht entziehen; und so ist es bezeichnend, daß in dem Flügblatt „Heil!", in welchem die Völkischen ihr Program…

  13. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 24

    feindungen zu einer bewußten und innigen Ghettogemeinschaft zusammengeschlossen. Der Jude dieser Zeiten ist ein williges, sich freudig aufopferndes Glied seines Volkes, ein liebevoller und selbstvergessener Helfer und Schützer seiner Brüder…

  14. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 25

    läßt man nur die als Unterscheidungsmerkmale harmlosen und nicht entscheidenden religiösen Besonderheiten des Judentums bestehen, erklärt das jüdische Volk zu einer mosaischen Konfessionsgesellschaft und bezeichnet sich als deutscher Staats…

  15. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 26

    die zionistenfreundliche Einstellung der Freideutschen: nicht, wie unsere sich assimilierenden Brüder bisweilen hämisch behaupten, als verdecktes Bestreben eines von gemeinen Instinkten geleiteten Antisemiten, die Juden auf anständige Manie…

  16. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 27

    zu restloser Verwertung der Kräfte seines G e i s t e s im Dienste der Gemeinschaft, zu beglückender Entfaltung aller schlummernden und ungenützten Anlagen, zur Ausprägung des „Wesentums". Was ist „Wesentum"? Kurella, der dieses Wort prägt,…

  17. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 28

    … die radikalsozialistischen Freideutschen gegenüber dem völkischen Flügel vertreten, nicht der Bolschewismus etwa eines Lenin, sondern ein Kind durchaus deutscher Geistesart ist. In dem Augenblicke also, in dem die nichtsozialistische jüdischdeu…

  18. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 29

    ist es das Zeichen unbedingter, durch wirtschaftlich-berufliche Rücksichtnahme noch nicht verbogener Denkungsart, ist es jugendlich, wenn etwa der K. C. in zahlreichen Auseinandersetzungen mit zionistischen Akademikerverbänden als ausschlag…

  19. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 30

    Es sollen an dieser Stelle nicht alle Vorteile, alle Erziehungs¬ und Entwicklungsergebnisse unserer, der nationaljüdischen Verbände aufgeführt werden. Auch bei oberflächlicher Betrachtung aber treten zwei beherrschende, parallellaufende und…

  20. 1919-01-01 · II (1919) · p. Seite 31

    unseres Seins, zur schöpferischsten Entfaltung unseres Wesens und unseres „Wesentums" gelangen können. Bauermeister stellt, in seiner Schrift „Vom Klassenkampf der Jugend", trennenden und einenden Klassenkampf einander gegenüber und erklärt…