Mannheim
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192619321938
  1. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. [Seite]

    LUSTIGE UND ERNSTE AUGEN

  2. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 97

    KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT JÜDISCHER KINDER 97 Aschkenasen Seph arden Knaben Mädchen Knaben Mädchen + — +! — + — + — Lauf 57.1 42.9 56.6 43.4 50.3 49.7 45.9 54.1 Sprung 48.6 51.4 48.8 51.2 49.4 50.6 49.1 50.9 Wurf 49.4 50.6 44.2 55.8 44…

  3. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 98

    90 DR. ERVIN ARNSTEIN die Prüflinge bloß in zwei große Gruppen eingeteilt, die palästinensischen und die ausländischen Kinder. Zum Vergleich der Leistungen wurde auch hier die Plus- und Minus-Methode angewandt. Über die Zusammensetjung der …

  4. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 99

    KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT JÜDISCHER KINDER 99 Die Verteilung der Leistungen ist im Lauf ziemlich unsymmetrisch, doch zeigt sich deutlich das Übergewicht der palästinensischen Kinder beider Geschlechter. Im Weitsprung sind die palästine…

  5. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 100

    100 DR. ERVIN ARNSTEIN Beachtenswert ist, daß die Leistungen der frühesten Einwanderer im Ballwurf und im Lauf besser sind als die der eingehorenen Kinder. V. Literaturverzeichnis. 1. Dr. Carl Schiötj: Massenuntersuchungen über die sportlic…

  6. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 101

    …r Universitätsstadt und der Nähe der zentralen Einrichtungen des Jischuw. In einer Stadt mit gemischter Bevölkerung wie Haifa ist von der Stadtverwaltung für soziale Zwecke kaum etwas zu erreichen. Die Kehilla ist durch die wirtschaftliche Fürso…

  7. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 102

    102 Dr. MED. H. FREUND hebungen. Aus einer Schulkinderstatistik, die im Jahre 1935 von der Erziehungsabteilung der Kehilla durchgeführt worden ist, läßt sich entnehmen, daß in Haifa mindestens ein Viertel der Kinder sozialen Bedingungen aus…

  8. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 103

    HEILPÄDAGOGISCHE ARBEIT IN HAIFA 103 Labilität stellt die Erziehungsberatung vor ein besonders schwieriges Problem. Der orientalische Mensch ist leicht ansprechbar, aber nicht ausdauernd, wenn es sich um konsequente Erziehungsarbeit handelt…

  9. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 104

    104 IRMA SINGER (DAGANIAH) versündigt, als damals, als ich ihn herausriß aus dem gleichmäßigen Fließen seiner Tage und ihn mitnahm nach Europa. Er, der gewohnt war, hloßen Fußes iiher den festen Heimatboden zu laufen, fühlte mit einem Male,…

  10. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 105

    DAN IN DER FREMDE 105 Anstatt eines freundlichen Lächelns, das er für diese Tat zu Hause empfangen hätte, sah er, wie sich seine Mutter zuerst ängstlich umblickte, dann ihm schnell die Orangen aus der Hand nahm und sie behutsam wieder auf d…

  11. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 106

    106 IRMA SINGER (DAGANIAH) verstand er nicht und deshalb ärgerte er sich auf den dicken Mann .. . Aber später, einen Tag bevor wir das Schiff verließen, erfuhr ich den eigentlichen Grund. Wir saßen auf einer Bank am Deck und betrachteten di…

  12. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 107

    DAN IN DER FREMDE 107 Einmal aber kam eine gute Freundin zu Besuch und sie wollte sehr den kleinen Palästinenser sehen. Der war inzwischen heimischer geworden und, wenn ich dabei war, auch ziemlich freundlich. Ich glaube, daß nur jener ihm …

  13. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 108

    108 IRMA SINGER (DAGANIAH) Spielsachen — und Dan weiß schon ganz genau, daß die Spielsachen verkauft werden und daß er sich sie nur wünschen, aber ja nicht nehmen kann. Die beweglichen Reklamen in den Fenstern locken ihn immer wieder an, un…

  14. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 109

    DAN IN DER FREMDE 109 befindet. Und erst, wenn man den ganzen grünen Berg erklommen hat, kommt man auf den Spielplatz. Das erste Mal umfingen grüne Bäume Dan. Ein großer gepflegter Rasen war mit bunten Blumenbeeten geschmückt. Dan stand vor…

  15. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 110

    110 IRMA SINGER (DAGANIAH) sind, hatte er es bald satt und begann mit großem Verlangen nach einem kleinen Wägelchen zu gucken, das ein inzwischen herbeigekomener Junge mit Sand belud. Immer verlangender wurden seine Augen. Als sich der frem…

  16. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 111

    DAN IN DER FREMDE 111 so wie zu Hanse, barfuß gehen!« Da kommt ein guter Engel vor und hilft. Unser Briefträger. Der gute Mann mit dem blauen Sehulbubenaugen tritt an Dan herab und reicht ihm einen Brief mit der palästinensischen Marke. Dan…

  17. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 112

    112 IRMA SINGER (DAGANIAH) Pferd nicht alleine in den Straßen der Stadt spazieren ging, das ist wohl selbstverständlich. Es war, so wie man es mit den Pinzgauer Pferden zu tun pflegt, vor einem Kohlenwagen gespannt, der höchstwahrscheinlich…

  18. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 113

    DAN IN DER FREMDE 113 Einmal — das einzige Mal während unseres gemeinsamen Aufenthaltes in der großen Stadt mußte ich Dan alleine lassen, mußte einen offiziellen Besuch machen, wo Dan unter keiner Bedingung mitgenommen werden konnte. Wo, mi…

  19. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 114

    114 IRMA SINGER (DAGANIAH) in langen Reihen in regelmäßigen Abständen viereckige Teigstückchen gelegt und auf jedem Teigstückchen sitjt eine dunkelblaue Pflaume: Kurz und gut, meine Mutter macht Zwetschkenknödel. Neben meiner Mutter steht D…

  20. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 115

    DAN IN DER FREMDE 115 Jahr um Jahr eine brennende Sehnsucht nach — Wald. Nicht nach den Genüssen der Großstadt sehne ich mich, nicht nach Kunst und Musik, aber nach dem satten Grün der böhmischen Wälder und nach dem dunklen Rauschen der Bau…