Mannheim
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192619321938
  1. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 116

    …hlen Berge des Galils das bedeuten, was mir Wald, Wiese Moos und grüner Rasen. . . Jugendzauber und Kindheitsglück. ..« M. Y. Ben-Gavriel: Erlebnis mit dem Mond Das Erlebnis, über das zu berichten, mir seit .einiger Zeit merkwürdiges Bedürfnis ist, geschah …

  2. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 117

    ERLEBNIS MIT DEM MOND 117 mir noch nichts mitgeteilt hatte, erregte mein restloses Interesse. Ich setjte mich auf, schaute ihn tief an und trug ihm meine Freundschaft an. Er schien einen Augenblick zu überlegen, dann zwinkerte er mir wieder…

  3. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 118

    118 M. J. BEN-GAVRIEL Dieses Glück rief aber wieder eine Ratsversammlung hervor. Sie waren in der Mißbilligkeit deB Geschenkes meiner Mutter einig. Anderer Leute Kinder, sagten sie, die nicht schlechteren Blutes sind, hätten keinen Mond als…

  4. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 119

    ERLEBNIS MIT DEM MOND 119 einzige großzügige Wunsch, dessen ich mich erinnere, zum Teufel. Was dann an Wünschen kam, war nebensächlich: ein Pferd, eine Frau, noch ein Pferd oder ein Kamel, noch eine Frau, einen Krieg zu gewinnen, stets das …

  5. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 120

    120 HEINZ STROH Wie palästinensische Kinder denken und reden Ein fünfjähriger Junge weckt seine Mutter mit den Worten: »Steh auf, Mutter, die Sonne ist schon angezündet«. Ein vierjähriges Mädchen geht an einem heißen Tage zur Kindergärtneri…

  6. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 121

    WIE PALÄSTINENSISCHE KINDER DENKEN UND REDEN 121 Eine Zweieinhalbjährige begrüßt erstaunt ihre Mutter bei der Rückkehr aus Europa: »Und ich dachte, daß ich aus der Erde gewachsen wäre«. Als ein Tourist einen Kindergarten besuchte, fragte ih…

  7. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 122

    122 HEINZ STROH Und ein Siebenjähriger ruft aus: »Jaakob, Josephs Brüder, alle sind schlecht. Auch Joseph ist nicht gut. Warum nahm er das gestreifte Hemd, das nur er bekam!« Der kleine Gad berichtet zu Hause über die Feier, die die Schulfe…

  8. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 123

    … sagte ein Fünfjähriger: »Also, ich verstehe nicht —• wer hat nun die Juden nach Palästina gebracht: Mosche Rabenu oder Chaim Weizmann?« Ein Gespräch zweier siebenjähriger Knaben: »Weißt du, was Revolution ist?« »Hallewaih, daß sie schon da wäre!« »Du mi…

  9. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 124

    124 Aus unserer Kinder Munde Die Kinder besuchen mit der Kindergärtnerin den Stall. Sie sehen und bestaunen das ewige Wunder der Mütterlichkeit: Ein Kälbchen saugt bei seiner Mutter. Sie können die Augen nicht abwenden von der Niedlichkeit,…

  10. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 125

    AUS UNSERER KINDER MUNDE 125 Wasser. Aber es ist bereits Zeit nach Hause zu gelten. Alle sind sie meinein Rufe folgend, bereits am Ufer, nur die kleine Schulamit taucht immer wieder unter, 'prustet, pantscht und macht »Spritj«. Ich sage noc…

  11. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 126

    126 HANS MARTIN Wir stehen vor einer ruhenden Kamelkarawane und Micken den sonderbaren, interessanten Tieren zu. Sie fraßen und bewegen ihre Kiefer mit den überhängenden Lippen. Dann aber sieht man den kugeligen Bissen den Hals herunterglei…

  12. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 127

    DAS JÜDISCHE KIND IM DRITTEN REICH 127 Seelen jüdischer Schulkinder aussieht, die von 8—12 und 2—4 durchs antisemitische Fegefeuer ziehen? Ihre nichtjüdischen Mitschüler gehören durchwegs der nationalsozialistischen Hitlerjugend an. Diese u…

  13. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 128

    …ürlichen, unbewußten Anständigkeit arbeitet manchmal gegen den neuen Zeitgeist. In der Zeitung »Der Weltkampf«, die von Alfred Rosenberg, dem Reichsschulungsleiter der NSDAP, begründet wurde, zeichnet Dr. Walther Scharrer in einem Artikel »Judengegnerschaf…

  14. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. [Seite]

    Der jemenitische Zeitungsverkäufer fährt sein Kind spazieren, aber er muß dabei die Zeitung lesen. Foto: R. Weißenstein

  15. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. [Seite]

    Fotos: W. Zadek, Dr. Gidal.

  16. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 129

    DAS JÜDISCHE KIND IM DRITTEN REICH 129 Geschichte und Politik hervor, hängt Stiirmerbilder au», kämpft gegen das Märchen vom sogenannten »anständigen Juden« an, pflanzt allenthalben Haß und Verachtung für den fremdrassigen Schmarotzer in di…

  17. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 130

    …schen Jugend 1935«, herausgegeben im Auftrag des nationalsozialistischen Lehrerbundes, Verlag Reindel, Bamberg, richtet Julius Streicher an die deutsche Jugend die Aufforderung: »Du mußt darum der Feind des uns völlig artfremden Judentums sein. Du bleibst …

  18. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 131

    DAS JÜDISCHE KIND IM DRITTEN REICH 131 Jetzt wird das Aufatmen des Dr. Walther .Scharrer verständlich und man begreift, daß der deutsche Junce von 1936 bereits »großartig« für die nationalsozialistische antisemitische Hetze präpariert und e…

  19. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 132

    132 HANS MARTIN können jüdische Kinder an deutschen Schulen nur in der Höchstzahl von 1.5 Prozent der gesamten Neuaufnahmen zugelassen werden. Also numerus clausus hereits für die Volksschulen! »Jüdische Schüler nehmen lediglich an dem lehr…

  20. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 133

    DAS JÜDISCHE KIND IM DRITTEN REICH 133 den nach Palästina überführt und hier in ein Leben gesunder Arbeit eingeordnet. Für weitere Hunderte bereiten wir die Schaffung der Vorbedingungen einer solchen Jugendeinwanderung vor. Das ist unser An…