Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5698 (1937-1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 108)
- Language
- German
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100 DR. ERVIN ARNSTEIN Beachtenswert ist, daß die Leistungen der frühesten Einwanderer im Ballwurf und im Lauf besser sind als die der eingehorenen Kinder. V. Literaturverzeichnis. 1. Dr. Carl Schiötj: Massenuntersuchungen über die sportliche Leistungsfähigkeit von Knaben und Mädchen der höheren Schulen. X+102 S. Berlin 1929. 2. Louis Bentzen—Carl Schiötj: Fysisk evne set i forhold til fysiologisk utvikling. 67 S. Kristiania 1923. 3. Em. Boubal a MUDr. Boubal: Telesnä vyspelost stredoskolskych zäkü podle mefeni z r. 1923. Anthrophologie. Jahrg. III. 1925. Heft 1. S. 45—58. 4. Kurt Lorenz: Eine Statistik der turnerischen Leistungen an Dresdner Schulen. Zeitschrift für Schulgesundheitspflege. 1911. S. 592—600. 5. Prof. Dr. Jindfich Matiegka: Pribyväni telesne vykonnosti behem vzrüstu podle vykonü telocvicnych. Anthrophologie. Jahrg. III. 1925. Heft 4. S. 267—278. 6. Prof. Dr. J. Matiegka: Somatologie skolni mlädeze. 305. S. Praha 1927. Dr. med. H. Freund: Heilpädagogische Arbeit in Haifa Die auffallende Häufung nervöser und seelischer Störungen im jüdischen Volke hat ganz entgegengesetjte Erklärungen gefunden. Auf der einen Seite wurde die Anschauung vertreten, daß die jüdische Basse degeneriert sei, und die Ursache der nervösen Erscheinungen in erblichen Faktoren begründet liege. Dem gegenüber wurde auf die Bedeutung der spezifischen Lage des jüdischen Volkes hingewiesen und die psychischen Faktoren des »jüdischen Minderwertigkeitsgefühles« und einer stärkeren »Triebverdrängung« in den Vordergrund gestellt. Die jüdische Benaissance in Erez Israel wird einen aufschlußreichen Beitrag zu der Klärung dieser Frage bringen. Wer den Aufbau im Lande miterlebt und den hingebenden Einsaß vor allem der jungen Generation mitansieht, wird nicht geneigt sein an die Dekadenz des jüdischen Volkes zu glauben.