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  1. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 18

    …earbeite dieses Fell, um darauf eineThora zu schrei* ben. Es genügt auch, wenn diese Absicht in Gedanken vorhanden war. Maimonides verbietet aus diesem Grunde, von einem Nichtjuden bear* beitetes Material zu verwenden, während dies europäische Autori…

  2. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 19

    …elle berichtet: »In einer Thora, deren Gottesnamen an Gold hängen, darf man nichtlesen. In der Thora des Alexander (der Alexandriner) hingen die Gottesnamen an Gold, die Sache kam vor die Gelehrten, und sie ver* boten sie ihnen.« Schon im Altertum verb…

  3. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 20

    welches färbt.~DieL 1 n 11 e r u n g, welche nach der Tradition Gott selbst Adam gelehrt hatte, bildet einen unzertrennlichen Bestandteil des Buches und ist geradezu ein Kriterium desselben. Die von den mittelalterlichen Talmus disten aufge…

  4. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 21

    Zwischen den Kolumnen (Spalten) muß ein leerer Raum gelassen werden, ein Interkolumnium. Über Kolumnen, Interkolumnen, Rander und Spatien gibt schon der palästinische und der babylonische Talmud An? Weisungen, welche bis heute, in Geltung s…

  5. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 22

    ….« Inun serer Redeweise, ausgedrückt, heißt das, der Durchinesserder Rolle veHTalte sich zur Höhe derselben wie 1 zu 3. Maimonides gibt in seinem Gesetzbuch eineAn>yejsungJ_wje dies erreich! werden kann. Doch ist dies4ceine~un*~ erläßliche Bedingung …

  6. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 23

    den, ob sie nicht zuviel Tinte enthält. Wer nicht lesen kann, obgleich er die Schrift nachzumalen imstande ist, ist zum Schreiben eines Sefer uns geeignet. Wie bekannt, wurden im Mittelalter nicht selten Bücher von Analphabeten (oftMönchen)…

  7. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 24

    am Ende der Kolumne darf kein Kustos angebracht werden. Hierfür gibt es ein ausdrückliches Verbot, weil die Versuchung zu nahe liegt. Der Gottesriame darf unter keinen Umständen ausgewischt oder wegradiert werden; nötigenfalls wird das ganz…

  8. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 25

    …rt wurden. Es existiert aber keine einzige mehr, nur die Namen sind noch bekannt. Aus einer solchen Musterrolle schrieb Maimonides eine Thora für sich ab, um die Pflicht »Jeder Jude muß eigenhändig eine Thora für sich abschreiben« zu erfüllen. In sei…

  9. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 26

    4. Wenn bei Vollhaut(Leder) nicht auf der Haarseite und bei Pergament (Membrane) nicht auf der Fleischseite geschrieben wurde. 5. Wenn ein Teil auf Leder und ein Teil auf Pergament geschrieben ist. 6. Wenn auf Do^hsostos (zweite Art Pergame…

  10. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 27

    …besitzen^sicherten die-i^oTifbrmitat der Exemplare und die Unveränderlichkeit des Schrifttextes. Kein altes Buch, weder Homer noch die Evangelien, haben einen sicherenText, einen solchen zeigt nur die Thora, deren Text seit mindestens 2000 Jahre…

  11. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 28

    Die Thorarölle, welche jeder besitzen sollte und sehr viele auch besaßen, hat das jüdische Volk zur Achtung und Liebe des Buches überhaupt erzogen. Diesging auch auf die Bekenner des neuen Glaubens über, welche sich ja vorerst aus Juden rek…

  12. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. [Seite]

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  13. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. [Seite]

    r . r, 1k . JÜDISCHER LEDERSCHNITT NR. 5 COD. HEBR. 86 DER BAYERISCHEN STAATSBIBLIOTHEK ZU MÜNCHEN SCHAUDECKEL -ZU DEM AUFSATZE: HUSÜNG, »DER JÜDISCHE LEDERSCHNITT« - TAFEL 1 (

  14. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 29

    ÜBER DEN SOGENANNTEN »JÜDISCHEN LEDERSCHNITT« , VON BIBLIOTHEKSRATJ>R. MAX JDSEP4^4W5^W€t-&EÄL1N-- Ein zusammenfassendes Werk über jüdische Kunstgeschichte fehlt uns noch gänzlich. Das hat allgemeine Geltung, das gilt vor allem aber auch vo…

  15. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 30

    hundert erreicht, und zwar war es Deutschland, das ganze damalige Deutschland, bis nach Böhmen und Steiermark hinein, das in jenen Jahrs hunderten dieser Kunst fast allein huldigte und darin große Triumphe gefeiert hat. Wir werden unten seh…

  16. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 31

    kostspielige Deckelschmuckweise, die den Einband mit kleinen Stempeln in Blindpressung zü verschönern liebte. Aber hier stellten Gott und Maria und die Heiligen die Hauptmasse des Inhalts jener kleinen Einzelstempel, und das waren^Viotiye^d…

  17. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 32

    Lederschnitt und Punzarbeit verzieren beide Deckel und schmücken auch die Felder des Rückens. Und zwar tragen beide Deckel verschiedene Vers zierung. Auf-dem Vorderdeckel zeigen die durch schmale,.mit Sternpunzen besetzte Streifen gebildete…

  18. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 33

    Was nun die Hülle der Handschrift angeht, die halb einen Kasten, halb einen Einbancf darstellt, so sin^deren äußere Maße 41 cm Höhe, 28 cm Breite und 14 cm Stärke. Sie ist »ganz mit schwarzem Rindsleder über* zogen und sieht von vorn wie ei…

  19. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 34

    '__ \ ' t - / Von den beiden kassettenförmigen Einbänden in Lederschnitt kommen wir nunmehr zu den eigentlichen Einbänden, d. h. zu solchen in normaler Buchform. Und zwar werden wir das Material, das dem XIV.—XVI. Jahr* hundert zugehört, in…

  20. 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 35

    oriental. 8 der Darmstädter Bibliothek, eine Passah «Haggadah, die zu Anfang des XIV. Jahrhunderts von dem Söfer (Schreiber) Israel ben Rabbi Mei'r aus Heidelberg auf Pergament geschrieben wurde. Reicher Schmuck mit Bildern aus dem jüdische…