Mannheim
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19181919
  1. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. [Seite]

    »*f ' lOAHR st Ia***' * ■ * . / f 5 r *' 4 * * / 5 .'n- |pnJ^,-* 'V-,***^/^ ^' A.T>IVXI/ I918 H€F#1 6IN€ ZEITSCHRIFT DGR1ÜDISCHGN TOGGND R4 IV,* LÖWIT/V6RLAG BeBLIN-WieN V*; £M

  2. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. [Seite]

    GING ZEITSCHRIFT. P6R 3ÜDI#CH€N 3UG6ND _t Herausgegeben und geleitet von Dr. Siegfried Bernfeld. . Jn der Zeitschrift „JERUBBAAL" frommen äffe Meinungen und Anschauungen zu Wort. Ifire einstige Aufgabe ist der jüdis…

  3. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 1

    s Eine Zeitschrift der jüdischen Jugend. So allgemein wurde immer wieder das Verlangen nach einer Zeitschrift der jüdisdien Jugend laut, daß unser Versuch kaum einer allgemeinen Recht* ferfigung bedarf. Weil aber hier eine Forderung erfüllt…

  4. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 2

    2 Siegfried B e r n f e 1 d: der Gedanken und Bilder, nicht die objektive Richtigkeit des Gesagten können den letzten Maßstab abgeben, nadi dem Äußerungen der Jugend veröffentlicht werden. Vielmehr soll eine Stelle geschaffen werden, wo ein…

  5. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 3

    Eine Zeitschrift der jüdisdien Jugend, 3 Stunde erfahren, daß die bestimmende Welt von ihr entgegengesetztes Bewerten verlangt, ja ihr. zumutet, sidi gegen ihr eigenes Empfinden und Wollen zu verändern, sich erziehen zu lassen, sidi anzupas…

  6. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 4

    …schließlich die vornehmlichste Aufgabe dieser Zeitschrtft gegeben, denn in ihr schließt sich, alles Übrige zur Einheit. Siegfried Bernfeld. Jüdisdi leben. Zwei Gesprädie. Meinem Sohn Rafael gewidmet. I. Der Knabe: Was bedeutet das: »Jüdisch leben?« Der Führe…

  7. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 5

    Jüdisdj feben. * Der Führer: Und deshalb fragst du? Der Knabe: Ja, deshalb. Der Führer: Du denkst dir wohl, daß »jüdisch leben« eben das ist, was du tun willst und nidit sagen kannst, und du meinst, wenn ich es dir sage, so würde dir das — …

  8. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 6

    6 Martin Bub er? Der Führer: Warum wohl nicht? Redet er nicht deutsch, singt er nidit deutsch, denkt er nicht deutsch? Der Knabe: Ja. Und ich auch. Der Führer: Liebt er nicht den deutschen Wald, das deutsche Feld, die deutschen Berge? Der K…

  9. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 7

    Jüdisdi leben. 7 Der Knabe: Deutschtum, das ist halt das Volk. Der Führer: So koftimen wir nicht weiter- Was ist denn das, das Volk? Ist das so etwas wie die Tugend öder so etwas wie ich qnd du? Der Knabe <nach einigem Nachdenken): Ich denk…

  10. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 8

    …u dich inzwischen selber nochmals recht 4 herzhaft darauf besinnen, wie es sich damit verhält? Der Knabe: Das will ich. Martin Buber. Über den verstandesmäßigen und den heroisch-fana^ tischen Zionismus. <Fragmente eines Vortrages in einem zionistischen…

  11. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 9

    Über den Verstandes mäßigen und heroiscWanatisdien Zionismus. 9 Sein Ideengang war ursprünglich ein rein Verstandes- undwillensmäßiger. Nicht die Pflicht des Einzelnen gegenüber der Nation und ihren Zielen nach innen und für die Menschheit,…

  12. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 10

    10 Abraham Schwadron: . , * Und wahrlich hat der nidit nur gedanklich, sondern äuch in seinem " Ethos geniale Herzl seine ganze Kraft, sein ganzes Vermögen, seine Gesundheit, sein Leben seiner zionistischen Gesinnung als Opfer hinge* geben.…

  13. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 11

    …Schmach der Gefangenschaft zu geraten, von König Saul bis Elieser Hamakkabi mit seinen Kriegern in der Höhle. Cornelius Tacitus schreibt in seinen »Historiae« — obgleich er den Juden stets feindlich und verächtlich gesinnt und anderseits an glorre…

  14. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 12

    12 Abraham Schwadron; Und Selbstopferung ganzer jüdischer Gemeinden, um nicht in die Hand der Feinde zu fallen, finden wir wiederholt im ganzen Mittelalter und noch bis zu der Zeit der Kosakenaufstände unter Chmelneckij im 17. Jahr* hundert…

  15. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 13

    …ndige Wirkung umsetzen, sein Volk erneuern. Das ist der heroische Nationalismus oder die nationalethische Romantik. Als Martin Luther ausrief: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders!« so war das der innerste Ausdruck von Heldenhaftigkeit. Das Charakteri…

  16. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 14

    u Abraham Schwadron: Zionismus, Man sieht: ich rufe hier nidit den sogenannten Idealismus an und dergleichen. Sondern ich beziehe mich auf die früher hervorgehobene besondere Art egoistischer Lust, auf das leidenschaftliche, drängende Bedür…

  17. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 15

    Robert Weitsch: Die Rolle der Jugend in der Politik. 15 gebenenfalls mit jenen Schlaffen in allen programmatischen Ansichten übereinstimmen und müßtet ihnen doch in allem den Kampf ansagen: wegen der Kluft zwischen Gesinnung und Tat bei ihn…

  18. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 16

    16 Robert Weltsch: welche Kunst! welches Glück! Den ganzen unaussprechlichen Widerspruch dieser einzigartigen, unvergleichlichen, alltägl…

  19. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 17

    Die Rolle der Jugend in der Politik. 17 und den Äußerungen der Gesamtheit übersieht. Und nur einige Wenige, die im Grunde auch nichts anderes sind als Glieder der Gemeinschaft, fuhren und bestimmen für alle und haben nun das Recht, gegenübe…

  20. 1918-04-01 · 1 (4.1918) · p. Seite 18

    18 Robert Wcltsch: Diesen bürgerlichen Typus hat der Liberalismus geschaffen. Die nach dem Zerfall einer alten, festgefügten Weltordnung aufsteigenden sozialen Schichten hatten ihr zentrales Interesse im Ausbau der neuen sozialen und geisti…